Innovationsdynamik deutscher Unternehmen bleibt hoch

16.01.2012 |

Das stellt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seinem Ende Dezember 2011 veröffentlichten Innovationsreport 2011 fest. An der Umfrage beteiligten sich rund 1.100 innovative Betriebe aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobil-, Metall- und der chemischen Industrie sowie aus Elektrotechnik und verschiedenen wissensintensiven Dienstleistungsbranchen.

Fachkräftemangel gefährdet Innovationsanstrengungen

Knapp 51 Prozent aller Betriebe geben an, ihre Innovationsanstrengungen in den nächsten zwölf Monaten zu erhöhen, 46 Prozent planen keine Veränderung und lediglich drei Prozent müssen eine Verringerung oder Streichung vornehmen. "Allerdings gefährden Fachkräftemangel und Finanzierungsprobleme die bislang insgesamt positive Entwicklung", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann anlässlich der Vorstellung des Berichts. Deutlich mehr als jedes zweite Unternehmen melde Einschränkungen seiner Innovationsaktivitäten, weil es an Fachkräften und Forschern mangele.

Gute Noten für deutsche Forschungsförderung

Ein knappes Drittel der Unternehmen hat in den vergangenen drei Jahren ein Förderprogramm des Bundes bzw. der Länder in Anspruch genommnen. Dabei beurteilen die Betriebe diese Forschungsförderung sehr positiv: 84 Prozent geben an, jeweils gute bis sehr gute Erfahrungen damit gemacht zu haben. Als „best practice“ gilt nach wie vor das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dessen Kooperationsmodul ZIM-KOOP die AiF Projekt GmbH in Berlin betreut. Dies liegt neben dem relativ einfachen und unbürokratischen Zugang insbesondere auch an der grundsätzlichen Themen- bzw. Technologieoffenheit in der anwendungsorientierten Forschung.

Die Maßnahmen der Europäischen Union werden deutlich kritischer eingeschätzt. Hier bemängeln Unternehmen die umfangreiche Bürokratie, komplizierte und langwierige Antragsverfahren sowie ausufernde Berichtspflichten.

Den kompletten DIHK-Innovationsreport 2011 finden Sie hier zum Download.

Grafik: DIHK

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