Wissenschaftliche Expertise für die IGF

Die Teilnehmer der konstituierenden Sitzung des neuen Wissenschaftlichen Rates der AiF (nähere Angaben s.u.)

10.02.2012 |

Das dritte neue Gremium nach neuer Satzung der AiF nahm seine Arbeit am 9. Februar 2012 auf. Themenschwerpunkte der konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Wissenschaftlichen Rates (WR) der AiF waren nach der Wahl eines Vorsitzenden und eines stellvertretenden Vorsitzenden die Diskussion der Eckpunkte einer neuen Wahlordnung und der weiteren Regularien für das AiF-Gutachterwesen für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), die künftige Ausgestaltung einer wissenschaftlichen Tagung sowie die Ausschreibungsmodalitäten des Otto von Guericke-Preises der AiF 2012.

Der „neue“ WR der AiF besteht aus den Leitern und stellvertretenden Leitern der derzeit sechs AiF-Gutachtergruppen. Die deutliche Verschlankung des WR von zuvor über 100 Mitgliedern auf ein 12-köpfiges Team hat zum Ziel, das Gremium schlagkräftiger und effektiver zu machen. Der WR hat die Aufgabe, den Vorstand der AiF in wissenschaftlichen Angelegenheiten zu beraten und insbesondere die IGF in engem Dialog mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Vorsitzender und Stellvertreter gewählt

Zum Vorsitzenden des WR wurde einstimmig Professor Dr. Peter Schieberle gewählt. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie der TU München und Direktor der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie-Leibniz Institut in Freising sowie Leiter der AiF-Gutachtergruppe 5, Chemie. Ebenfalls einstimmig wurde Professor Dr. Wolfgang Kersten zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er ist Leiter des Instituts für Logistik und Unternehmensführung der Technischen Universität Hamburg-Harburg und Leiter der AiF-Gutachtergruppe 3, Betriebswirtschaft und Organisation. Das Gremium dankte dem bisherigen Vorsitzenden des „alten“ WR, Professor Dr. Hans-Werner Zoch, für sein herausragendes Engagement für die IGF sowie im Veränderungsprozess der AiF.

Umfangreiche Aufgaben für das neue Gremium

Die Effektivität des neuen Gremiums kann direkt zu Beginn unter Beweis gestellt werden: So sind kurzfristig eine Reihe von Gutachtern in den sechs AiF-Gutachtergruppen zu ersetzen, die einer Verlängerung ihrer Amtszeit aufgrund der satzungsgemäßen Gremienänderungen um ein Jahr nicht zugestimmt haben. Durch die veränderte Zusammensetzung des WR besteht die Notwendigkeit, dem Vorstand der AiF eine neue Wahl- und Geschäftsordnung für das Gutachterwesen zur Verabschiedung vorzuschlagen. Die Zeit hierfür drängt, da spätestens in der zweiten Jahreshälfte die Wahlen der paritätisch aus Wissenschaft und Wirtschaft besetzten Gutachtergruppen durchgeführt werden müssen. Hierzu gilt es grundsätzliche Fragen zu klären und insbesondere die Unabhängigkeit der von den Gutachtergruppen abgegebenen Förderempfehlungen zu Forschungsanträgen in der IGF sicherzustellen.

Foto: (v.l.n.r.) Professor Matthias Rehahn, Deutsches Kunststoff-Institut, Darmstadt, Professor em. Dieter Bohn, vormals RWTH Aachen, Institut für Dampf- und Gasturbinen, Professor em. Peter Hauptmann, vormals Universität Magdeburg, Institut für Mikro- und Sensorsysteme, Dr.-Ing. Ragnar Warnecke, Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH, Professor Wolfgang Kersten, Technische Universität Hamburg-Harburg, Institut für Logistik und Unternehmensführung, Dr. Siegfried Glander, Hohenstein Institute, Bönnigheim, und Professor Hans-Werner Zoch, Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT), Bremen

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