Yvonne Proppert wird Jury-Mitglied beim "Forschungscampus"

07.05.2012 |

Die Zusammenarbeit zwischen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern ist ein wesentliches Anliegen der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Mit der Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Sommer 2011 gestartet hat, soll ein weiterer Schritt angeregt werden, mittel- bis langfristig wirkende, auf strategische Partnerschaften in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung ausgerichtete Kooperationen einzugehen.

Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan hat die Vizepräsidentin und kommissarische Präsidentin der AiF, Yvonne Proppert, im April 2012 als Mitglied in die hochrangig besetzte und unabhängige Jury des Wettbewerbs berufen. Vorsitzende des Gutachterkreises sind Professor Ernst Theodor Rietschel, ehemaliger Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, und Professor Henning Kagermann, Präsident der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Die zentrale Aufgabe der Jury liegt darin, dem BMBF einen Vorschlag zur Auswahl der bis zu zehn Wettbewerbsgewinner zu unterbreiten und die Umsetzung des Wettbewerbs weiter zu begleiten.

Ein Foto zeigt Yvonne Proppert

Kooperation zentrales Anliegen der AiF

„Gerne bin ich der Einladung des Bundesforschungsministeriums nachgekommen, die verantwortungsvolle Aufgabe eines Jury-Mitglieds für die Förderinitiative „Forschungscampus“ zu übernehmen“, sagt Yvonne Proppert. „Denn die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, die im Zentrum der neuen Initiative steht, ist auch das bestimmende Element und Markenzeichen der mittelstandsorientierten Technologieförderung unter dem Dach der AiF“, kommentiert die kommissarische AiF-Präsidentin weiter. „Das AiF-Innovationsnetzwerk mit seinen 100 Forschungsvereinigungen mit rund 50.000 Mitgliedsunternehmen sowie 1.200 eingebundenen Forschungsstellen bietet dafür die ideale Plattform. Hier kooperieren Vertreter aus Industrie und Forschung, aber auch mittelständische Unternehmen einer Branche oder branchenübergreifend sowie entlang der Wertschöpfungskette mit großen Unternehmen. Durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wollen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und steigern.“

Förderung beispielhafter Modelle

Im Rahmen des Wettbewerbs „Forschungscampus“ sollen bis zu zehn innovative und zukunftsorientierte Partnerschaften zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit Unternehmen ausgewählt werden, die gemeinsam an einem Ort die Technologien und Dienstleistungen von morgen und übermorgen entwickeln – mit hoher Verbindlichkeit der Partner betrieben und durch Eigenbeiträge in öffentlich-privater Partnerschaft finanziert. Dabei wird vor allem auf Forschungsfelder von starker Komplexität, einem hohen Forschungsrisiko und besonderen Potenzialen für Sprunginnovationen fokussiert.

Der Wettbewerb, der über mehrere Phasen bis zu 15 Jahre angelegt ist, sieht eine projektbezogene Förderung von einer bis zwei Millionen Euro pro Jahr für jeden ausgewählten Forschungscampus vor. Schon jetzt ist sichtbar, dass sich Partnerschaften mit äußerst zukunftsfähigen Modellen aufgestellt haben. Ferner wird die Förderinitiative durch eine Begleitforschung für den Erfahrungsaustausch der Modelle unterstützt. Bewerber konnten bis zum 15. Februar ihren Wettbewerbsbeitrag einreichen.

Foto 1: BMBF

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