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Hochpräzise Kunststoffherstellung

Mithilfe des Melt Electrowritings (MEW), einer Kombination von 3D-Druck und Melt Electrospinning, also der Herstellung dünner Fasern aus Polymerschmelze durch ein elektrisches Hochspannungsfeld, lassen sich sehr dünne thermoplastische Kunststofffilamente zu präzisen Strukturen verarbeiten. Diese haben überall dort ein hohes Anwendungspotenzial, wo hochpräzise Kunststoffstrukturen notwendig sind. Deren Einsatz birgt im Bereich der regenerativen Medizin und des sogenannten Tissue Engineerings (TE) ein besonders hohes Anwendungspotential. Beispielsweise ermöglicht dieses Verfahren die Verarbeitung von medizinisch-relevanten Kunststoffen zu einer neuen Generation von hochporösen und gleichzeitig mechanisch hochwertigen Implantaten. Dadurch kann das Auf- und Einwachsen von menschlichem Gewebe in das Konstrukt kontrolliert ablaufen und den Genesungsprozess, ohne zusätzlichen Einsatz biochemische Wirkstoffe, optimal unterstützen. Gegenüber dem bisher umgesetzten Verfahren ermöglicht das MEW die Herstellung deutlich feinerer hochregelmäßiger Strukturen. In einem IGF-Projekt wurden nun die Grundlagen gelegt, um diesen additiven Fertigungsansatz durch die Erforschung einflussnehmender Prozessparameter auf Geometrie, Qualität und Produktionsgeschwindigkeit zur industriellen Reife zu entwickeln.

Forschungsvereinigung

Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. – FSKZ

Forschungseinrichtungen

Foto: © Tomasz Jüngst – FMZ

Hochpräzise Kunststoffherstellung – Projektsteckbrief 19054 N