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AiF-Präsidentin trifft Staatssekretär Machnig

Staatssekretär Matthias Machnig

Am 19. Mai 2015 traf AiF-Präsidentin Yvonne Karman-Proppert in Berlin Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), sowie Stefan Schnorr, den neuen Leiter der Abteilung VI – Digital- und Innovationspolitik des Ministeriums, der unter anderem für die von der AiF betreuten Förderprogramme zuständig ist. Mit der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und der größten Fördersäule „FuE-Kooperationsprojekte“ des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) sind der gemeinnützige Verein und seine Tochtergesellschaft, die AiF Projekt GmbH, wichtige Partner des Ministeriums bei der mittelstandsorientierten Technologieförderung. Die AiF kann Unternehmen damit aus einer Hand vom BMWi geförderte Programme anbieten, die einander entlang der Innovationskette perfekt ergänzen, damit wissenschaftliche Lösungen schneller in die Praxis gelangen.

Antragsboom in der IGF erfordert Mittelaufwuchs

Nachdem die AiF-Präsidentin zunächst die aktuellen Aktivitäten der AiF vorgestellt hatte, stand die unzureichende Fördermittelsituation in der IGF im Mittelpunkt des Gesprächs. „Durch den immensen Nachfrageboom nach innovativen IGF-Projekten ist ein erhöhter Forschungsbedarf zu bedienen. Im 1. Quartal 2015 konnten mangels ausreichender Fördergelder im Mittel nur 11 Prozent der befürworteten IGF-Vorhaben bewilligt werden.“, sagte Karmann-Proppert. „Um zumindest alle als sehr gut bewerteten Vorhaben für die mittelständische Wirtschaft fördern zu können, braucht die IGF einen Mittelaufwuchs um 25 Prozent auf 173 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2016.“, erläuterte sie.

Die IGF-Fördermittelsituation steht im Widerspruch zu den erklärten Zielen der Bundesregierung, 3 Milliarden Euro zusätzlich für Forschung und Bildung einzusetzen und die Innovationsbeteiligung des Mittelstands zu erhöhen. „Zusätzliche Fördermittel für Forschung sollten aus diesem Grund vor allem auch in der IGF eingesetzt werden, die den Mittelstand mit einer einzigartigen Breitenwirkung erreicht.“, betonte Karmann-Proppert, die im Hauptberuf als Geschäftsführende Gesellschafterin der Pharma-Labor Yvonne Proppert GmbH tätig ist. „Als ehrenamtliche AiF-Präsidentin und Unternehmerin bin ich davon überzeugt, dass sich eine bedarfsgerechte Unterstützung der Innovationskraft und damit der Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes für unser Land `bezahlt macht´.“, fügte sie hinzu.

Die Gespräche dienten dem Kennenlernen und waren offen und konstruktiv. Beide Herren zeigten sich sehr interessiert an der AiF und dem aktuellen Antragsboom. Staatssekretär Machnig möchte  AiF-Präsidentin Karmann-Proppert zu einer Präsentation auf der "Gemeinsamen Plattform Industrie 4.0" einladen, die im April 2015 gestartet ist.

Foto: © BMWi