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BMWi fördert bilaterale FuE-Projekte deutscher und japanischer Mittelständler

Anlässlich der CEBIT 2017 haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)  und das japanische Wirtschaftsministerium METI ein Deutsch-Japanisches Kooperationsabkommen zu Zukunftstechnologien geschlossen. Teil der Vereinbarung ist auch eine Absichtserklärung, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE) zwischen japanischen und deutschen Unternehmen, Forschungsvereinigungen und Forschungseinrichtungen im Rahmen der internationalen Förderinitiativen CORNET und IraSME zu initiieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung mittelständischer Unternehmen in beiden Ländern zu stärken. Die Initiativen verknüpfen nationale Förderprogramme verschiedener Länder miteinander, um internationale Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. CORNET basiert auf deutscher Seite auf der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), IraSME auf dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Beide Programme werden aus Mitteln des BMWi über die AiF gefördert.

Transnationale Förderung vorwettbewerblicher Projekte

Forschungsvereinigungen, die sich im Rahmen von CORNET für die Förderung einer deutsch-japanische FuE-Kooperation interessieren, können sich an die CORNET-Koordinatorin des AiF e.V., Viktoria Cvetković, E-Mail: viktoria.cvetkovic@aif.de, wenden. Weitere Informationen finden Interessenten außerdem auf der CORNET-Website.

Das AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV) hat bereits Schritte zur Umsetzung des neuen Kooperationsabkommens unternommen und wird im April mit japanischen Partnern über ein erstes Pilotprojekt sprechen. Am Beispiel der FVV hat sich in Japan die Organisation AICE gegründet, um Forschung an zukünftigen Motoren zwischen den neun Fahrzeugherstellern und den Hochschulen des Landes durchzuführen. Dazu fand  im Oktober 2015 auch ein Treffen mit Vertretern des BMWi und der FVV statt, um über die langjährigen Erfahrungen mit der branchenweiten und branchenübergreifenden IGF im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen zu sprechen sowie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten.

Ausschreibung fördert marktnahe FuE-Förderung

An den Kooperationsprojekten im Rahmen von IraSME müssen mindestens ein Unternehmen aus Deutschland und ein Unternehmen aus Japan beteiligt sein. Mitwirkende Forschungseinrichtungen in Deutschland können auch gefördert werden. Thema und Technologie der Projekte sind den Unternehmen überlassen. Wichtig ist, dass die FuE-Projekte zu innovativen Produkten, neuen technischen Dienstleistungen oder verbesserten Produktionsverfahren führen sollen, die am Markt ankommen. Weitere Informationen sowie Ansprechpartner finden Interessenten auf der ZIM-Website.

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