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Bundesministerin Anja Karliczek informiert sich über FuE-Projekte

Siegfried Hartmann, Michael Hans und Richard Sievers von EMPAC; Sascha Wagner und Jürgen Gröninger von der FH Münster; Ministerin Anja Karliczek; FH-Präsidentin Prof. Ute von Lojewski sowie Anika Kirschstein und Dr. Thomas Kathöfer von der AiF (v.l.)

Mit der erfolgreichen Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Laserperforation für Verpackungsfolien nähert sich ein Forschungsprojekt zwischen dem Laserzentrum der Fachhochschule Münster (FH) und dem münsterländischen Unternehmen EMPAC GmbH aus Emsdetten dem Ende. Das Projekt wurde aus Mitteln des Zentralen  Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert, dessen stärkste Programmsäule, ZIM-Kooperationsprojekte, die AiF Projekt GmbH in Berlin betreut.

Jürgen Gröninger vom Fachbereich Physikalische Technik der FH Münster stellte am 17. Juli 2018 die gemeinsam mit seinem Kollegen Sascha Wagner am Laserzentrum realisierten Ergebnisse in einer Abschlussveranstaltung vor. Mit dabei: die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek. Sie betonte in ihrem Grußwort, Deutschland gehöre in Europa und weltweit zu den attraktivsten Wissenschaftsstandorten und führenden Innovationsnationen. „Kreative Köpfe werden in unserem Land gebraucht, um im internationalen Wettbewerb weiterhin mithalten zu können. Ich möchte die Sprung-Innovationen auch auf nationaler Ebene weiter nach vorn bringen, denn nur wer hier die Nase vorn hat, sichert wirtschaftliches Wachstum, Arbeitsplätze und Lebensqualität.“, sagte die Ministerin.

Unternehmen profitiert von Forschung zu ableitfähiger Folie

Die EMPAC GmbH verarbeitet Multilayerfolien zu Verpackungseinheiten, in denen eine dünne Aluminiumschicht eingearbeitet ist, die für die Herstellung von speziellen Transport- und Lagerbehältern (Bigbags) verwendet werden. Um elektrische Aufladungen beim Befüllen oder Entleeren zu verhindern, muss die Aluminiumschicht partiell freigelegt werden. Da hierfür bisher ein sehr komplexer und aufwendiger Herstellungsprozess nötig war, entwickelten die Wissenschaftler der FH Münster mit dem Verpackungsunternehmen ein neues Laserverfahren, das die Herstellung deutlich vereinfacht und das zwischenzeitlich patentiert wurde. „Dieses Verfahren bietet dem Unternehmen ganz neue Perspektiven.“, erklärte Gröninger. Die Ergebnisse des ZIM-Projekts helfen, neue Multilayerfolien zu fertigen, die über bessere Eigenschaften hinsichtlich der mechanischen Festigkeit, chemischen Widerstandsfähigkeit, Dehnbarkeit und Ableiteigenschaften verfügen. „Die neuartigen Folien können für unsere Standardprodukte, aber auch für Produktneuentwicklungen eingesetzt werden.“, freut sich EMPAC-Entwicklungsleiter Siegfried Hartmann.

Praxisnahe Forschungsaktivitäten

FH-Präsidentin Professor Ute von Lojewski gab außerdem einen Einblick in die Leistungsbereiche der FH Münster und hob praxisnahe Forschungsaktivitäten hervor. „Dabei ist die mittelstandsorientierte Förderung über die AiF für uns ein wichtiger Baustein unseres Forschungs- und  Transferportfolios.“, betonte sie.

AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer bekräftigte, dass die Kooperation zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen das Erfolgsrezept für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands sei. „Und die von der AiF betreuten Programme ZIM und Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) sind die perfekten Instrumente, diese Zusammenarbeit zu unterstützen und zu befördern.“ Daran anknüpfend erläuterte er die Potenziale der AiF zur weiteren Steigerung der  Leistungsfähigkeit des Transfer- und Innovationssystems.

Foto: © FH Münster/Pressestelle