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Bundesministerin Nahles besucht Unternehmen aus AiF-Netzwerk

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales und regionale SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles besuchte gestern die FilaTech Filament Technology und Spinnanlagen GmbH in Remagen, ein Unternehmen, das in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) aktiv ist. Mit dabei war der AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer.

Aus dem Rheinland in die Welt

Die FilaTech Filament GmbH baut seit 1990 Anlagen zur Membranherstellung und Filterreinigung. Auf den Spinnanlagen, die in Remagen von über 80 Mitarbeitern entwickelt und gebaut werden, können Membranhohlfäden für verschiedene Filter produziert werden. Diese kommen bei der Dialyse, der Gastrennung oder der Wasseraufbereitung zum Einsatz. Von der Entwicklung der einzelnen Maschine in der hauseigenen Entwicklungsabteilung, über die Fertigung vor Ort in Remagen, bis hin zum Aufbau der Anlage am Zielort bietet die Firma einen Service „aus einem Guss“.

Die FilaTech GmbH liefert an Kunden in der ganzen Welt. Insbesondere der chinesische Markt gewinnt zunehmend an Bedeutung. So wies Dr. Thomas Müller, neben Heinz Landsberg und Ulrike Müller einer der vertretungsberechtigten Geschäftsführer, darauf hin, dass der Bedarf an Dialysefiltern derzeit bei etwa 400 Millionen Filtern jährlich liegt. Tendenz steigend. Seit 2016 ist das Unternehmen an einem IGF-Vorhaben beteiligt. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des DWI-Leibniz-Instituts für Interaktive Materialien in Aachen sucht die FilaTech GmbH nach Möglichkeiten, das Filtergrundmaterial mithilfe eines amphiphilen Additives dahingehend zu verändern, dass die Filter zukünftig weniger schnell verstopfen und eine längere Lebensdauer haben.

Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung in der IGF

Andrea Nahles: „Die FilaTech GmbH ist ein beeindruckendes Beispiel für ein innovatives mittelständisches Unternehmen in unserer Region! Die Sachkenntnis, die man sich hier über Jahrzehnte erarbeitet hat, ist Grundlage für den Erfolg, erst recht im Ausland. Deshalb benötigen Unternehmen wie die FilaTech auch gut ausgebildetes Personal. Da müssen wir als Politikerinnen und Politiker ansetzen. Sei es, jungen Menschen beim Einstieg in die Ausbildung und das Berufsleben zu helfen oder bei dem Bemühen, fachlich hoch qualifizierten Menschen eine Perspektive in der Region zu geben.“

„Die AiF hatte Frau Nahles auf die FilaTech GmbH und viele weitere forschende Unternehmen in ihrem Wahlkreis, die in der IGF aktiv sind, hingewiesen. Wir freuen uns sehr, dass unser Hinweis das Interesse der Ministerin geweckt hat und im Besuch dieses forschungsaktiven mittelständischen Unternehmens mündet.“, so Kathöfer. In einem kurzen Statement skizzierte der AiF-Hauptgeschäftsführer die Arbeit der AiF und die Bedeutung der IGF für die Nachwuchsförderung und die Fachkräftesicherung im Mittelstand. Auch ging er auf das konkrete Beispiel der FilaTech GmbH ein. Hierbei bezeichnete er das Unternehmen als „echten Hidden Champion“ – also eine Firma, die hoch spezialisiert und deshalb im Allgemeinen wenig bekannt ist, aber andererseits in ihrem Fachgebiet in der Weltspitze mitspielt. „Die AiF engagiert sich seit über 60 Jahren erfolgreich für den forschungsaktiven Mittelstand in Deutschland. Unser Netzwerk wird von Jahr zu Jahr größer: Die IGF ist kein `Closed Shop´. Kontinuierlich stoßen neue Unternehmen wie die FilaTech GmbH hinzu und beteiligen sich an der vorwettbewerblichen IGF, die im Innovationsnetzwerk der AiF organisiert wird. Und wer einmal dabei war, wird zum Wiederholungstäter.“, versicherte Kathöfer.

„Der Gedanke, dass Unternehmen aus unserer Heimat ans andere Ende der Welt hochspezialisierte Technik liefern, fasziniert mich. Das zeigt, dass wir hier Voraussetzungen haben, die man nicht beliebig nachstellen kann. Gut ausgebildete Menschen, faire Arbeitsbedingungen und Innovationsgeist sind die Grundlagen, auf denen Unternehmen wie die FilaTech GmbH entstehen und wachsen können.“, so Andrea Nahles abschließend.

Foto: © Andrea Nahles, MdB