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Bundestagsabgeordneter Gienger besucht Unternehmen in Bietigheim-Bissingen

Bernhard Hagemann, MdB Eberhard Gienger, Klaus Jäger und Marcus Timmermann (v.l.)

Eberhard Gienger, Mitglied des deutschen Bundestages (MdB), besuchte am 16. November 2016 die ATLANTA Antriebssysteme E. Seidenspinner GmbH & Co. KG in Bietigheim-Bissingen. Vor Ort konnte er sich davon überzeugen, wie erfolgreich die Forschungsförderung in Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Innovationsnetzwerk der AiF in seinem Wahlkreis Neckar-Zaber verläuft.

Antriebstechnik aus Baden-Württemberg

Seit über 80 Jahren ist das mittelständische Unternehmen ATLANTA auf die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung hochqualitativer Antriebssysteme spezialisiert. Über das AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) beteiligte sich das Familienunternehmen bislang an vielen Projekten der IGF. Marcus Timmermann, Leiter Konstruktion und Entwicklung, erläuterte an zwei Beispielen die Vorteile dieses Förderinstruments: Ein Projekt dient der Erweiterung der derzeit gültigen DIN-Norm zur Berechnung von Schneckengetrieben, wie sie die mittelständische Firma ATLANTA herstellt. „Mit diesem Projekt erweitern wir die Gültigkeit der Normberechnung für kleine Baureihen: Die Ergebnisse versetzen uns in die Lage, unsere Leistungsfähigkeit anerkannt nachzuweisen.“, erläuterte Timmermann. In einem anderen Projekt geht es um eine Berechnungssoftware für Getriebe. „Mit diesem Werkzeug können die Forschungsergebnisse direkt produktiv in der Entwicklung angewandt werden.“, freute sich Timmermann. Dies kommt kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in besonderem Maße entgegen, da diese häufig nicht über Ressourcen verfügen, um neue Forschungsergebnisse in die betrieblichen Abläufe zu implementieren.

Forschen in einer starken Gemeinschaft

ATLANTA-Geschäftsführer Klaus Jäger lobte die Arbeit im AiF-Netzwerk und die damit verbundenen Kontakte zu anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern. „Wir sind bereits seit 2001 in den Projektbegleitenden Ausschüssen von IGF-Vorhaben, die vom AiF-Mitglied FVA organisiert werden, aktiv.“, erklärte Jäger. Die IGF sei ein sehr effektives Instrument der Forschungsförderung und berge viele Vorteile. „Ein Mittelständler wie wir kann es sich nicht leisten, in aufwändigen Verbundforschungsprojekten mitzuarbeiten. Über die IGF partizipieren wir an zahlreichen Forschungsergebnissen einer starken Gemeinschaft. Hier finden wir auch unseren industrienah ausgebildeten Nachwuchs – ein großer Vorteil für beide Seiten.“, so Jäger weiter. Bernhard Hagemann, stellvertretender  Geschäftsführer der FVA ergänzte: „Den großen Nutzwert der IGF sehen wir am hohen Engagement der Unternehmen. Sie bringen sich über die Arbeit in den Projektbegleitenden Ausschüssen intensiv in die Forschung ein und unterstützen die Wissenschaftler mit ihrem Know-how und mit Sachleistungen. Dabei ist von Vorteil, dass in der IGF die Forschungsarbeit zu 100 Prozent gefördert wird.“ Der Diplom-Ingenieur ist davon überzeugt, dass die Weiterentwicklung von Standards, die veröffentlicht werden, anders nicht zu finanzieren wäre.

MdB Gienger zeigte sich beeindruckt vom positiven Feedback der Wirtschaft zur IGF: „Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind insbesondere für KMU eine wichtige Voraussetzung, um innovations- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dass die Fördergelder in der IGF gut angelegt sind und ihren Zweck hervorragend erfüllen, das habe ich heute sehen können.“, resümierte er.

Foto: © ATLANTA Antriebssysteme E. Seidenspinner GmbH & Co. KG