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„Die Debatte“ – Live-Diskussion zum autonomen Fahren

Wissenschaftliche Fakten und Perspektiven in gesellschaftliche Debatten einzubringen - diese Idee steht hinter dem Format „Die Debatte“, einem gemeinsamen Projekt von Wissenschaft im Dialog (WID), dem Science Media Center Germany (SMC) und der Technischen Universität Braunschweig. Bürger und Wissenschaft sollen in einen direkten Dialog gebracht werden, so die Absicht.

Zum Start des neuen Diskussionsforums ging es am 19. Mai 2017 in Braunschweig ums autonome Fahren. Dort diskutierten die Mobilitätsexpertin Marion Jungbluth vom Verbraucherzentrale Bundesverband, der Ingenieur Professor Markus Maurer von der Technischen Universität Braunschweig sowie der Verkehrswissenschaftler Professor Oliver Schwedes von der Technischen Universität Berlin im Haus der Wissenschaft gemeinsam mit dem Publikum über Chancen und Risiken des autonomen Fahrens. Dabei sprachen die Diskussionsteilnehmer beispielsweise darüber, wem die Daten gehören, die autonome Fahrzeuge sammeln oder wer schuld ist, wenn’s knallt und wer für den Schaden haftet. Moderiert wurde die Live-Debatte, die hier auch im Nachhinein noch anzuschauen ist, von Christoph Koch von der Zeitschrift „Stern“ und Mai Thi Nguyen-Kim von ZDF/funk.

Wissenschaftliche Perspektiven in gesellschaftlichen Diskussionen

 

Im Rahmen des Projektes werden Live-Diskussionen immer dann stattfinden, wenn das Team den Eindruck hat, dass wissenschaftliche Fakten in einer laufenden gesellschaftlichen Diskussion zu kurz kommen. Laut den Machern von „Die Debatte“ passiert dies relativ häufig. „Wir wollen erreichen, dass wissenschaftliche Perspektiven und Erkenntnisse in gesellschaftlichen Debatten eine stärkere Rolle spielen.“, erklärt Markus Weißkopf, Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog. Alle Live-Diskussionen finden in Berlin, Köln, Braunschweig oder Hannover statt und werden auf www.die-debatte.org per Livestream übertragen. Die Online-Plattform bietet zudem vertiefende Hintergrundinformationen zu verschiedenen kontroversen Themen der Forschung und Raum für direkte Meinungsäußerungen und Fragen. Die nächste Live-Diskussion ist für den 31. August 2017 in Berlin geplant; als Thema sind derzeit „Social Bots“ im Gespräch. Interessenten sind herzlich eingeladen – vor Ort oder im Livestream.

„Die Debatte“ wird gefördert von der VolkswagenStiftung, dem Stifterverband, der Klaus Tschira Stiftung und der Schering Stiftung. Die Technische Universität Braunschweig verantwortet die wissenschaftliche Begleitforschung des Debattenforums. 

Die Initiative Wissenschaft im Dialog engagiert sich für die Diskussion und den Austausch über Forschung in Deutschland. Dazu organisiert WiD Ausstellungen, Dialogveranstaltungen oder Wettbewerbe und entwickelt neue Formate der Wissenschaftskommunikation. Gründer und Mitglieder von WiD sind führende deutsche Wissenschaftsorganisationen, Verbände und Wissenschaftsförderer – darunter auch die AiF.

Hier geht’s zur Pressemitteilung zum Start des Diskussionsforums.

Foto: © WiD