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Ergebnisse des Forschungsverbundes „Massiver Leichtbau“ liegen vor

Das Gewicht von Fahrzeugen weiter zu reduzieren, ist eine der entscheidenden Herausforderungen für die Automobilindustrie im 21. Jahrhundert. Denn weniger Gewicht bedeutet geringere CO2-Emissionen sowie bessere Material- und Ressourceneffizienz. Stahl behält dabei eine zentrale Rolle dank seiner Leichtbauqualitäten. Im Rahmen der Fördervariante „Leittechnologien für KMU“ der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) haben Forscherinnen und Forscher von zehn Instituten in sechs Teilprojekten daher neue Stahl- und Stahlhybridlösungen für den Fahrwerks- und Antriebsstrang erarbeitet. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte IGF-Variante „Leittechnologien für KMU“ ermöglicht breit angelegte, systemrelevante Vorhaben, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen der jeweiligen Branche nachhaltig stärken.

Organisiert und getragen wird der Forschungsverbund „Massiver Leichtbau“ durch die AiF-Forschungsvereinigungen Wärmebehandlung und Werkstofftechnik (AWT), Antriebstechnik (FVA), Stahlverformung (FSV) und Stahlanwendung (FOSTA), die die Federführung innehat.

Breites Themenspektrum am 11. Oktober 2018

Nach mehr als drei Jahren intensiver Forschungsarbeit werden am 11. Oktober 2018 in Düsseldorf die Ergebnisse des Forschungsverbundes „Massiver Leichtbau“ in einer Abschlussveranstaltung präsentiert. Materialkonzepte und Fertigungstechniken für Hochleistungszahnräder, gebaute Zahnräder aus Schmiedeteilen mit unterschiedlichen Werkstoffen sowie aus Blechpaketen, neuartig konzipierte Kolbenbolzen und geschmiedete Achsschenkel in Hybridbauweise waren Themen der Projekte. Wichtige Bestandteile der Arbeiten waren zudem die Betrachtung des Lebenszyklus und die Ermittlung von Innovationshemmnissen bei der Umsetzung neuer Technologien in die industrielle Praxis.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit Grußworten durch Ministerialdirigent Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik des BMWi, in der die IGF angesiedelt ist, und AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer.

Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland

„Mit der Veranstaltung und den Anfang 2019 zur Verfügung stehenden Berichten zu den Teilprojekten wird die Umsetzung der Ergebnisse in die Industrie gefördert, um den Standort Deutschland zu stärken. Bedeutend ist auch, dass das Image des Werkstoffs Stahl durch die Ergebnisse in Sachen Leichtbau für Bauteile der Massivumformung weiter verbessert wird.“, sagt Professor Hans-Werner Zoch, Geschäftsführender Direktor des am Projekt beteiligten Leibniz-Instituts für Werkstofforientierte Technologien (IWT) und Professor für Werkstofftechnik an der Universität Bremen als Sprecher des Forschungsverbundes.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessenten auf der Website www.massiverleichtbau.de unter diesem Link.

Foto: © Th. Reinhardt / pixelio.de