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Forschungsgipfel 2018

Hochrangige Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft trafen sich am 17. April 2018 in Berlin, um gemeinsam über Chancen und Grenzen für die Gestaltung von Innovationen in Deutschland und Europa zu diskutieren. Zu Beginn stellte die neue Bundesforschungsministerin, Anja Karliczek, ihre Leitlinien für ein zukunftsfähiges Innovationssystem vor. Die künftige Forschungspolitik müsse einen Aufbruch in eine Wagnis- und Gründerkultur für offene Innovationen sowie für inter- und transdisziplinäre Ansätze entfachen, erklärte sie. Es gelte, das Zusammenleben in einer Gesellschaft zu gestalten, die immer vielfältiger werde und eine Lebens- und Arbeitswelt neu zu ordnen, die eine rasante Technologieentwicklung erfährt.

Karliczek forderte Staat und Wirtschaft auf, gemeinsam die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den kommenden Jahren noch einmal deutlich zu erhöhen, um bis zum Jahr 2025 auf mindestens 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu kommen. Darüber hinaus kündigte die Bundesforschungsministerin die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie an. Sie werde sich konsequent auf die großen Herausforderungen ausrichten: Digitalisierung, Gesundheit und Pflege, Klima und Energie, Mobilität, Sicherheit, Zukunft der Arbeit.

Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen

Die Bundesforschungsministerin kündigte auf dem Forschungsgipfel die Gründung einer Innovationsagentur für Sprunginnovationen an, die mit außergewöhnlichen Freiheitsgraden ausgestattet sein soll. „Wir brauchen Innovationen, die das Potenzial haben, neue Märkte zu schaffen.“, erklärte sie. Das ginge nur mit Mut zum Risiko. Im Mittelpunkt aller Projekte müsse aber immer die konkrete Anwendungsfähigkeit für den Menschen stehen.

Der Forschungsgipfel will einmal im Jahr Zukunftsperspektiven für das deutsche Forschungs- und Innovationssystem aufzeigen und Orientierung für strategische Entscheidungen geben. Zu den Gästen gehörten in diesem Jahr Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, sowie Robert-Jan Smits, Sonderberater für Open Access und Innovation beim europäischen Zentrum für politische Strategie, und Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG.

Foto: © Forschungsgipfel