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Hamburger Bundestagsabgeordnete Hajduk besucht Unternehmen

Winfried Wittke erläutert MdB Anja Hajduk die Herstellung von Getriebewellen. Im Hintergrund: Dr. Hans-Joachim Wieland, Andreas Rade und Norbert Haefke (v.l.)

Drei innovative Unternehmen besuchte das Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) Anja Hajduk am 27. Mai 2015 in Hamburg. MdB Hajduk konnte sich bei den Mittelständlern davon überzeugen, wie erfolgreich die Zusammenarbeit in Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Innovationsnetzwerk der AiF und in Projekten des marktnäheren Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verläuft.

Dr. Burkhard Schmidt, Geschäftsführer Industrielle Gemeinschaftsforschung der AiF, und Raphaela Smarzcz, Leiterin Forschungspolitik der AiF, begleiteten MdB Hajduk bei ihren Besuchen bei der Harms & Wende GmbH & Co. KG, der ZAE-AntriebsSysteme GmbH & Co. KG und der KROENERT GmbH & Co. KG. „Als Dachverband von 100 branchenorientierten Forschungsvereinigungen ist es uns wichtig, die Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenzubringen.“, erläuterte Dr. Schmidt den Hintergrund der Unternehmensbesuche. Solche Treffen erlauben Einblicke in die tägliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Mittelstand. Sie zeigen am praktischen Beispiel, dass die Mittelstandförderung durch IGF und ZIM hervorragend funktioniert. „Hier sieht man auf einen Blick, wie gut die  Fördermittel des BMWi im Mittelstand angelegt sind und wie effizient sie verwendet werden.“, fügte er hinzu. Damit dies weiterhin gelingen kann, sei es wichtig, die aktuelle Fördermittelknappheit aufgrund boomender Antragszahlen zu überwinden.

Forschung hat Tradition

Der Besuch der Harms & Wende GmbH & Co. KG stand am Vormittag als Erstes auf dem Programm von MdB Hajduk. Von den 100 Mitarbeitern des Unternehmens sind über 25 Prozent in Forschung und Entwicklung tätig. Das Unternehmen entwickelt und realisiert Verfahren der Widerstands- und Reibschweißtechnik für Kunden in aller Welt und engagiert sich sowohl in der IGF als auch im Förderprogramm ZIM, das von der AiF Projekt GmbH, einer einhundert-prozentigen Tochter des Vereins, betreut wird. „Forschung und Innovation sind wichtige Bestandteile der Firmentradition der Harms & Wende GmbH & Co. KG.“, betonte Geschäftsführer Ralf Bothfeld. „Um immer am Puls der Zeit zu sein, besteht seit vielen Jahren unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe. Außerdem nehmen wir regelmäßig auch an internationalen mehrjährigen Forschungsprojekten teil.“, führte Bothfeld weiter aus. Dr. Hans-Joachim Wieland, Geschäftsführer der AiF-Forschungsvereinigung Stahlanwendung und im Stahlinstitut VDEh, lobte die Vorteile des Forschungsnetzwerks Mittelstand unter dem Dach der AiF und den Nutzen der IGF-Projekte, in die das Unternehmen eingebunden ist und war. „Die IGF ist ein hervorragendes Förderinstrument, das Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammenführt und zu fruchtbaren Synergieeffekten führt. Häufig sind deren Ergebnisse auch die Grundlage für erfolgreiche ZIM-Projekte.“

Erfolgsmodell IGF

Vom Hamburger Süden ging es danach in den Norden zu der ZAE-AntriebsSysteme GmbH & Co. KG und der KROENERT GmbH & Co. KG. Das mittelständische Familienunternehmen ZAE-AntriebsSysteme mit über 160 Mitarbeitern verfügt über eine fast hundertjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Antriebstechnik, erklärte Geschäftsführer Winfried Wittke bei der Begrüßung der Gäste. „ZAE-Getriebe werden in allen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus eingesetzt, beispielsweise in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, in der Bühnentechnik, aber auch im medizinischen Bereich.“, fügte Kaj Sellschopp, Leiter Entwicklung und Konstruktion, hinzu. Norbert Haefke, Geschäftsführer der FVA GmbH, ergänzte als Vertreter der AiF-Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA), dass das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren an knapp 40 IGF-Vorhaben, die die FVA koordiniert hat, beteiligt war: „Die vorwettbewerbliche IGF ermöglicht Unternehmen die direkte Teilnahme an Forschungsprojekten und den Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen. Somit haben die IGF-Vorhaben eine enorme Breitenwirkung in den Branchen und bilden die gemeinsame technologische Absprungbasis, um weitere Innovationen in den Unternehmen entstehen zu lassen. Dass das für alle Beteiligten gut funktioniert und viele Vorteile bietet, sieht man daran, dass sich immer mehr Unternehmen in IGF-Vorhaben wiederholt  engagieren – allein im vergangenen Jahr über 16.000 Firmen.“

Erfolgreiche Innovationen seit über 100 Jahren

Auch die KROENERT GmbH & Co. KG mit rund 230 Mitarbeitern beteiligt sich aktiv an Vorhaben der IGF. Das Unternehmen verfügt über ein eigenes Technology Center für Forschung und Entwicklung und entwickelt seit über 100 Jahren schlüsselfertige Anlagenlösungen im Bereich der Beschichtungstechnologie bahnförmiger Materialien wie Papier, Folie und Film. „In diesem Bereich sind wir seit 110 Jahren der weltweit führende Anbieter.“, betonte Geschäftsführer Dr. Tarik Vardag. „In allen IGF-Vorhaben, an denen wir beteiligt waren, konnten wir wichtige Kontakte knüpfen und Problemstellungen mit anderen Unternehmern und Wissenschaftlern diskutieren. Dabei werden wir bleiben, denn davon haben alle profitiert.“

MdB Hajduk bedankte sich zum Abschluss bei allen Akteuren für den interessanten Tag. „Der heutige Tag hat uns sehr spannende Einblicke in die konkreten Projekte und Herausforderungen von mittelständischen Unternehmen in Hamburg ermöglicht. Alle drei Unternehmen haben eindrucksvoll gezeigt, dass der deutsche Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft für Deutschland bezeichnet werden kann. Die Rolle gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist für die Innovations- und damit zukünftige Wettbewerbsfähigkeit gerade der kleinen und mittleren Unternehmen eine wichtige Voraussetzung.“