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Industrie 4.0: Kooperation im Netzwerk der AiF

Nicht gemeinsame Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) standen im Mittelpunkt, sondern die gegenseitige Information als Professor Volker Stich vom Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH Aachen (FIR) den Festvortrag auf der diesjährigen Frühjahrstagung der Forschungsvereinigung Erdöl, Erdgas und Kohle (DGMK), am 21. April 2016 in Celle hielt. Unter dem Titel „Industrie 4.0 – Status quo und Perspektiven der Digitalisierung“ gab er den 620 Teilnehmern der Fachtagung über Erdöl- und Erdgasgewinnung einen Einblick in die Entwicklungen in verschiedenen Branchen und vermittelte ihnen einen Eindruck, wohin die Reise geht.

In der Industrie 4.0 verzahnt sich bekanntermaßen die Produktion von Gütern mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik, wobei die treibende Kraft dieser Entwicklung die rasant zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist. Stich zeigte auf, wie sich auch das Engineering wandelt. Er sieht eine große Chance darin, wenn Unternehmer gemeinsam mit Dienstleistern Entwicklungen durchführen, statt einen klassischen Auftrag zur Ingenieursleistung mit festgelegter Lieferung zu erteilen. Hierdurch kann gerade bei cyber-physischen Systemen das Ziel schneller erreicht und dadurch ein Wettbewerbsvorteil erzielt werden.

Vernetzung für die Zukunft

In der Erdöl- und Erdgasgewinnungsindustrie wie auch im Erdölverarbeitungsbereich schätzt Stich den Automatisierungsgrad relativ hoch ein. Hier liegt das Potenzial von „Industrie 4.0“ vor allem in einem vorausschauenden Instandhaltungsmanagement, das zu größerer Verfügbarkeit der Anlagen führen kann. In allen Branchen spielt die Datensicherheit eine immer größere Rolle. Der Vortrag stieß auf sehr großes Interesse und wurde – anders als für den Festvortrag eigentlich geplant – intensiv diskutiert. Beide AiF-Forschungsvereinigungen wollen künftig auch in der vorwettbewerblichen IGF stärker zusammenzuarbeiten.

Foto: ©  DGMK