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Industrie 4.0 – Von der Vision in die Praxis

Landesministerin Ilse Aigner und SKZ-Chef Martin Bastian

Im Süddeutschen Kunststoffzentrum (SKZ) in Würzburg, dessen Fördergemeinschaft Mitglied der AiF ist, präsentierten Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, und Professor Martin Bastian, Leiter des SKZ, rund 300 Gästen aus Politik und Wirtschaft am 9. Mai 2016 die Zukunft der Kunststoffverarbeitung. Innerhalb der nächsten drei Jahre wird mit der SKZ Modellfabrik eine zukunftweisende Fabrikationsanlage entstehen, die mit modernsten Konstruktions-, Design- und Visualisierungsmitteln eine Entwicklungsumgebung mit Modellcharakter schaffen wird – ein echtes Leuchtturmprojekt rund um die Thematik Industrie 4.0.

Wesentlich für zukünftige Produktionen werden sehr flexible und hochvernetzte Produktionslinien und -umgebungen zur effizienten Herstellung von Massenprodukten sein, aber auch stark individualisierte Produkte. Vielversprechende Anwendungen liegen hier zum Beispiel in der Medizintechnik (Orthesen, Prothesen usw.), in der Automobiltechnik oder auch bei Sportartikeln. Starke Veränderungen in den zugrunde liegenden Geschäftsmodellen werden hinzukommen, was gerade kleine und mittelständische Unternehmen mit begrenzten Forschungs- und Entwicklungskapazitäten vor große Herausforderungen stellt.

Modellfabrik 2020

Die Modellfabrik 2020, in der interdisziplinär geforscht wird, soll den Unternehmen bei der Bewältigung dieser vielfältigen Herausforderungen zur Seite stehen und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern. Dafür wird das Zentrum in Würzburg aus unterschiedlichen Bereichen bestehen: Dazu gehören eine Smart Factory, in der sogenannte ‚Smart Products‘ erforscht und erprobt werden können, ein Technikum für ‚Additive Fertigung‘ und ein Bereich mit moderner Qualitätssicherung. Außerdem soll ein einzigartiges Transfer-Zentrum aufgebaut werden, um wissenschaftliche Ergebnisse und Erkenntnisse zu Themenstellungen rund um das Thema „Industrie 4.0“ an kleine und mittelständische Firmen weiterzugeben sowie die Ausbildung von Studenten und die Fortbildung von Facharbeitern, Meistern, Technikern, Akademikern und Managern zu sichern. Insgesamt sollen bis zu 80 neue Arbeitsplätze entstehen: Innovationskraft für Bayern.

Fotos: © SKZ