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Industrielle Gemeinschaftsforschung an Technischen Universitäten im TU9 e.V.

Am 27. Januar 2015 trafen die Präsidentin der AiF, Yvonne Karmann-Proppert, und der Vizepräsident der AiF, Professor Matthias Rehahn, in Berlin zu einem Gedankenaustausch mit dem Präsidenten des „TU9 German Institutes of Technology e.V.“ (TU9 e.V.), Professor Hans Jürgen Prömel, und dem Geschäftsführer dieses Vereins, Venio Piero Quinque, zusammen.

Im TU9 e.V. haben sich seit 2006 neun führende Technische Universitäten in Deutschland zusammengeschlossen, die an den Standorten Aachen, Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Hannover, Karlsruhe, München und Stuttgart angesiedelt sind. Institute der im TU9 e.V. vereinten Technischen Universitäten sind kontinuierlich mit der Durchführung von Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) befasst. Dafür wurden an diesen Instituten zwischen 2009 und 2013 über das Innovationsnetzwerk der AiF insgesamt rund 268 Millionen Euro Fördermittel aus dem Haushalt des Bundeswirtschaftsministeriums eingesetzt.

Die Vertreter der AiF informierten in dem Gespräch über die aktuelle Situation der IGF, bei der im Bundeshaushalt 2015 trotz hoher Nachfrage in Gestalt eines einzigartigen Antragsbooms kein Anstieg der öffentlichen Fördermittel vorgesehen ist. Gegenwärtig fließen die 3 Milliarden Euro, die die Bundesregierung in der laufenden Legislaturperiode zusätzlich für Bildung und Forschung einsetzen will, daher völlig an der IGF vorbei, obwohl es sich bei ihr um die breitenwirksamste Innovationsförderung für den Mittelstand handelt.

Enorme Reichweite der Industriellen Gemeinschaftsforschung

Die Vertreter des TU9 e.V. zeigten sich beeindruckt von der enormen Reichweite der IGF, an der neben den 100 Forschungsvereinigungen der AiF allein im Jahr 2013 rund 13.500 Unternehmen aktiv beteiligt waren und rund 700 Forschungsstellen. Gemessen daran erscheinen ihnen die rund 140 Millionen Euro, die gegenwärtig aus öffentlichen Mitteln für die Förderung der IGF eingesetzt werden, als eine Unterfinanzierung, die nicht zuletzt bei den Antragstellern berechtigten Frust auslöst. Gerade exzellente Anträge erfordern rentable Förderquoten, um den damit verbundenen Aufwand zu rechtfertigen. Wenn man Exzellenz im Mittelstand fördern wolle, müsse man auch für eine adäquate Fördermittelausstattung der IGF sorgen, waren sich die Vertreter des TU9 e.V. und der AiF einig.