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INNO INDIGO: Ausschreibung zum Thema „Bioökonomie“

Um die Zusammenarbeit mit ausländischen Kooperationspartnern zu erleichtern, beteiligt sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) an verschiedenen Initiativen zur gemeinsamen Förderung von innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten (FuE). Die Verfahren der Begutachtung und Bewilligung der FuE-Projekte sind unter den beteiligten Ländern abgestimmt. Die Projektpartner werden nach den Förderrichtlinien der jeweiligen Initiative unterstützt – die deutschen Unternehmen nach der aktuellen Richtlinie des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Erstmals können Zuwendungen im Rahmen des ZIM für die Beteiligung an der aktuellen Ausschreibung des ERA-NET INNO INDIGO beantragt werden. Nachdem in den vorangegangenen Jahren der Fokus dieser europäisch-indischen Förderinitiative eher auf der Beteiligung von Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen lag, sind mit der aktuellen Ausschreibung zum Thema „Bioökonomie“ ausdrücklich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Deutschland aufgerufen, mit Partnern aus Indien und den in Europa teilnehmenden Ländern Frankreich, Norwegen und Spanien gemeinsame FuE-Projekte zu realisieren. Die Frist für die Antragseinreichung endet am 31. August 2016.

Vielfältige Möglichkeiten

Das Feld der Bioökonomie ist weit gefasst und bietet enorm viele Möglichkeiten für die Entwicklung zukunftweisender Technologien und Dienstleistungen. Nicht nur in der Pflanzenzüchtung, Nahrungsmittelproduktion, Holz-, Papier- oder Chemieindustrie werden biologische Ressourcen entwickelt und eingesetzt, sondern zunehmend auch im Maschinen- und Anlagenbau oder der IT-Branche. In Indien ist die Biopharmazie der dominierende Bereich. Den stärksten Exportzuwachs verzeichnete im vergangenen Jahr der Bioinformatiksektor.

In Asien ist Indien nach China der zweitgrößte Markt für die sogenannten Life Sciences – ein Wirtschaftszweig mit zweistelligen Wachstumsraten. Die indische Regierung unterstützt diese Entwicklung durch das Department of Biotechnology (DBT), welches dem Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MoST) angehört. In Deutschland unterstreicht die Bundesregierung mit der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ die wachsende Bedeutung dieser Wirtschaftsform.

Deutschland steht für Indien an zweiter Stelle der wichtigsten Forschungspartner (hinter den USA). Mit der multilateralen Ausschreibung im Rahmen des INNO INDIGO-Netzwerks und den Fördermitteln für Kooperationsprojekte aus dem ZIM festigt die Bundesregierung diese starke Partnerschaft und unterstützt KMU bei der Entwicklung marktreifer Innovationen.

Ausführliche Informationen in englischer Sprache zu INNO INDIGO und Hilfestellung bei der Suche nach passenden Kooperationspartnern erhalten Interessierte unter https://indigoprojects.eu/funding/indigo-calls/innovation_call_2016.

Foto: © fotolia.de