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Innovation als Erfolgsfaktor der deutschen Produktion

Die Bedeutung von Innovationen für die Beschäftigungsentwicklung und die Exporttätigkeit der deutschen Industrie seit Anfang der 2000er Jahre untersucht ein Beitrag in den Vierteljahrsheften zur Wirtschaftsforschung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin. Auf Basis der Ergebnisse der Innovationserhebungen der Europäischen Kommission (Community Innovation Surveys) wird gezeigt, dass die deutsche Industrie eine überdurchschnittlich starke Innovationsorientierung aufweist, insbesondere was die Einführung von Weltmarktneuheiten betrifft. Allerdings nahm der Vorsprung im vergangenen Jahrzehnt merklich ab.

Von Produktinnovationen geht in der deutschen Industrie ein höherer direkter Beschäftigungseffekt aus als in anderen europäischen Ländern, der allerdings zum größten Teil auf dem Ersatz von alten Produkten durch neue und nur zu einem kleinen Teil auf der Generierung zusätzlicher Nachfrage beziehungsweise Marktanteilsgewinnen beruht. Die absoluten Nettobeschäftigungseffekte sind niedriger als in der Industrie anderer europäischer Länder, in Relation zur Gesamtbeschäftigungsveränderung jedoch von höherer Bedeutung. Der Beitrag von Produktinnovationen zum Exporterfolg der deutschen Industrie hat seit Anfang der 2000er Jahre sukzessive zugenommen und ist in den letzten Jahren (2010 bis 2012) am höchsten. Lohnkostenvorteile scheinen für die Exportleistung dagegen keine Rolle zu spielen.

Der Artikel kann unter folgendem Link kostenpflichtig heruntergeladen werden: http://ejournals.duncker-humblot.de/doi/abs/10.3790/vjh.84.1.13?journalCode=vjh.

Foto: ©  Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de