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Studie des RKW: Etablierte Unternehmen und Start-ups können voneinander lernen

Am 29. Mai 2018 stellte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin die aktuellen Studienergebnisse des RKW Kompetenzzentrums über Kooperationen zwischen dem Mittelstand und Start-ups  vor. Die Befragung belegt einerseits das bestehende Interesse im Mittelstand an der Zusammenarbeit mit Start-ups. Andererseits ist in vielen Chefetagen aber weiterhin noch ein Zögern für das Aufeinanderzugehen zu beobachten. Dies gilt auch umgekehrt für die Start-ups, für die die vielen innovativen Mittelständler oftmals nicht „sichtbar“ sind. Mehr als 70 Prozent der Mittelständler können sich eine Zusammenarbeit mit Start-ups vorstellen, während nur 38 Prozent bisher eine Kooperation eingegangen sind. Hauptmotive für Kooperationen sind die Erschließung neuer Technologien und Produktinnovationen. Dass sich die Zusammenarbeit lohnt, zeigt die Zustimmung von 96 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Kooperationserfahrung: Sie würden wieder auf Start-ups zugehen.

Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, sagte anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse: „Für den schnellen Innovationstransfer wird es zunehmend wichtiger, dass etablierte Unternehmen und Start-ups aufeinander zugehen und voneinander lernen. Bei den vielen mittelständischen Unternehmen bestehen noch großes Potenzial und Chancen für mögliche Partnerschaften mit Start-ups. Deshalb gilt es, Hürden und Hemmnisse abzubauen sowie die Chancen für die Zusammenarbeit von Mittelstand und Start-ups aufzuzeigen.“

Die AiF Forschung · Technik · Kommunikation GmbH (AiF F·T·K), eine einhundertprozentige Tochter des AiF e.V., führt im Auftrag des BMWi eine Maßnahme durch, die etablierte Unternehmen und Gründer zusammenführt. Unter der Überschrift „Start-up trifft Mittelstand“ läuft seit April 2017 ein Mentorenprogramm, bei dem Unternehmen Gründern auch längerfristig als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Dabei entsteht eine Win-win-Situation für beide Seiten: Während Existenzgründer von dem Erfahrungsschatz langjähriger Unternehmer profitieren, erhalten erfahrene Unternehmer neue Impulse von motivierten Jungunternehmern, die einen frischen Blick auf das Marktgeschehen haben. Interessenten für das Programm wenden sich gerne an den Geschäftsführer der AiF F·T·K GmbH, Michael Krause, E-Mail: michael.krause@aif-ftk-gmbh.de.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der RKW-Studie finden Interessenten unter www.mittelstand-startup.de

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