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Transatlantisches Innovationsforum mit Bundesminister Peter Altmaier

Unter dem Motto „Brücken bauen“ richteten Israel und Deutschland vom 24. bis 29. Juni 2018 gemeinsam den 9. Americas Competitiveness Exchange (ACE) aus. Der ACE ist eine Veranstaltung der Organisation der amerikanischen Staaten (OAS), die unter anderem vom US Department of Commerce (DoC) mitorganisiert wird. Das Format bringt innovationspolitische Akteure verschiedener Länder in einer Region zusammen und fördert den internationalen Austausch von innovationspolitischen Themen. Aufgrund der engen panamerikanischen Beziehungen fand das erfolgreiche Format erstmals außerhalb des amerikanischen Kontinents statt. Über 30 Unternehmen und über 20 Forschungseinrichtungen öffneten ihre Pforten, zeigten ihre Stärken und boten ihre transatlantische Zusammenarbeit an.

Altmaier: Innovationen als Basis des Wohlstands

Nach Abschluss des israelischen Programmteils, der vom 24. bis 26. Juni in Jerusalem und Tel Aviv  stattfand, eröffnete Staatssekretärin Claudia Dörr-Voß am 27. Juni den deutschen Teil der Sonderausgabe des ACE im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin. Das dreitägige, auf Berlin und Dresden konzentrierte Programm präsentierte die Vielfalt der deutschen Wirtschaft und die Stärken seines Innovationssystems. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier empfing im Rahmen des 9. ACE Vertreterinnen und Vertreter von 23 amerikanischen Staaten zum innovationspolitischen Austausch. Altmaier betonte, Innovationen seien die Basis unseres Wohlstands und oft auch die Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen. Es sei daher ein Gebot der Vernunft, Innovationen gemeinsam voranzubringen und bei der Innovationspolitik voneinander zu lernen. „Wir alle profitieren von Offenheit. Das wissen Innovationsexperten besonders gut, denn sie sind es gewohnt, über Grenzen hinweg zu denken und zu arbeiten.“, so der Minister. Er freue sich deshalb sehr, so viele kluge Köpfe aus so vielen Staaten in Deutschland begrüßen zu dürfen.

Internationales Programm CORNET

Während der einwöchigen Zusammenkunft bekamen die über 50 hochrangigen Innovationsakteure aus Regierung, Wissenschaft und Wirtschaft Einblicke in verschiedene Fördermaßnahmen wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF). BMWi-Referatsleiterin Angelika Müller betonte die Vorteile des internationalen Programms CORNET. In Deutschland basiert CORNET auf der IGF. Das internationale Förderprogramm bietet Projektkonsortien bestehend aus Unternehmensverbänden und Forschungseinrichtungen aus mindestens zwei beteiligten Ländern/Regionen die Möglichkeit, Anträge für gemeinsame Projekte der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung einzureichen. CORNET ist eine themenoffene Initiative – Projekte aus allen Branchen und Technologiefeldern sind willkommen und förderfähig. Detaillierte Informationen zur Antragstellung, zu den Richtlinien und zu den Budgets der beteiligten Länder finden Interessenten auf der CORNET-Website in der Rubrik Calls for Proposals. Anträge werden über das Submission Tool auf der CORNET-Website eingereicht. Ansprechpartner zu CORNET finden Interessierte hier.

Das erste Ergebnis des ACE in Deutschland ist eine Innovationspartnerschaft mit Argentinien. Noch im Sommer soll in ihrem Rahmen die erste Ausschreibung für deutsch-argentinische Forschungs- und Entwicklungsprojekte stattfinden.

Foto: © EuroNorm