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TROPHELIA 2017: Doppelte Glückwünsche nach Karlsruhe!

Gewinner bei TROPHELIA 2017: David Grijalva, Sarah Stoltz, Martin Maertens, Svenja Strauß, Lisa Kagerbauer und Nevena Nikolajevic (v.l.)

Mit ihrer Produktidee  „Mixcuit“ hat ein Team des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) den ersten Platz beim Ideenwettbewerb TROPHELIA Deutschland 2017 gewonnen. Darüber hinaus sicherte sich das Team auch den Sonderpreis für die innovativste Produktidee. Der Wettbewerb für Studierende der Lebensmittelwissenschaften fand in diesem Jahr zum achten Mal statt und wurde wieder durch das AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) ausgerichtet.

„Mixcuit“ ist Gold wert – und zugleich die innovativste Produktidee

„Mixcuit“, aus „mix“ (deutsch: rühren) und „biscuit“ (deutsch: Keks), ist ein „Rührkeks“, der es in sich hat: Der hohle, rollenförmige Keks ist mit einer Portion Zucker gefüllt. Zuerst beißt man den Schokoladendeckel ab, schüttet dann den Zucker in ein Heißgetränk und rührt schließlich mit dem Keks um. Danach wird der Keks zum Kaffee oder Tee genossen. Eine praktische Lösung, die nicht nur lecker ist, sondern auch gut für die Umwelt: Plastikrührstäbchen und Zuckerverpackungen werden überflüssig; Müll wird vermieden.

Bei der Entwicklung und Umsetzung der Idee wurden die Mixcuit-Erfinder unterstützt durch Professor Heike Schuchmann sowie ihre Mitarbeiterinnen Maria Quevedo und Dr. Ulrike van der Schaaf. Das Karlsruher Gewinnerteam wird Deutschland mit „Mixcuit“ beim europäischen ECOTROPHELIA-Wettbewerb vertreten, der am 21. und 22. November in London stattfinden wird. Darüber hinaus darf sich das Gewinnerteam über 2.000 Euro für den ersten Platz und zusätzliche 500 Euro für die innovativste Produktidee freuen.

Silber und Bronze für Leckeres aus Karlsruhe und Fulda

Auch der zweite Preis geht nach Karlsruhe: Ein weiteres Team des KIT präsentierte ein alkoholhaltiges Getränk namens „BROST!“. Dessen Slogan lautete: Das Getränk von heute ist das Brot von gestern. Denn „BROST!" wird aus Altbrot hergestellt. Laut „BROST!“-Team werden rund 500.000 Tonnen Brot jährlich in Deutschland entsorgt. „Viel zu schade!“,  dachten sich die Studierenden vom KIT und entwickelten die erfrischende Alternative „BROST!“. Diese gute Idee wurde mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 1.000 Euro belohnt.

Platz 3 und 500 Euro Preisgeld gingen an das Team der Hochschule Fulda, das den „Gemüsezipfel“ entwickelt hat: einen veganen und kalorienarmen Gemüsesnack, der kalt und warm verzehrt werden kann. Im kalten Zustand ist er schnittfest, nach dem Erwärmen wird er streichzart.

Weitere Teams kamen von der Hochschule Bremerhaven, der Universität Hohenheim und der Technischen Universität Berlin. Die Teams waren nach einer Vorentscheidung durch die Jury aus insgesamt 16 eingereichten Ideen ausgewählt und zum Finale am 26. April 2017 nach Bonn eingeladen worden.

Weitere Informationen, Bilder und einen Film über den diesjährigen Studierenden-Wettbewerb gibt es unter www.fei-bonn.de/trophelia-2017. Schauen Sie doch mal `rein!

Sichere Lebensmittel dank IGF

Wie auch in den Jahren zuvor war der TROPHELIA-Wettbewerb eingebunden in das jährlich stattfindende Kooperationsforum des FEI. Zum 16. Mal trafen sich Wissenschaftler und Unternehmer der Lebensmittelbranche, um sich diesmal mit dem Themenfeld  „Food Fraud, Food Safety und Food Profiling“ zu beschäftigen. Nach dem Einführungsvortrag eines Handelschemikers stellten zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Ergebnisse aus ihren Arbeiten vor, in denen sich alles um neue Verfahren für sichere und authentische Lebensmittel dreht, die heute schon in der Praxis angewandt werden oder kurz vor dem Durchbruch sind. Nie gab es umfassendere Möglichkeiten als heute, die Sicherheit von Lebensmitteln verlässlich zu prüfen. Auch die Authentizität von Lebensmitteln lässt sich heute besser denn je bestimmen. Doch der globale Handel und der damit verbundene Kostendruck erschweren es Lebensmittelherstellern, die Sicherheit und Authentizität ihrer Produkte kontinuierlich sicherzustellen. Um auch in Zukunft durch anwendungsorientierte Verfahren und Technologien die Sicherheit und Authentizität von Lebensmitteln sicherstellen zu können, haben die Teilnehmer des Kooperationsforums gemeinsam Ideen für neue praxisnahe Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die über die AiF aus Mitteln des Bundesministeriums Für Wirtschaft und Energie gefördert wird,gesammelt. Der Forschungskreis hat darin Übung: Allein seit dem Jahr 2000 wurden über 500 IGF-Projekte durch den FEI koordiniert.

Foto: © FEI, Bonn