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Überdurchschnittlich wachsende Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Bereich Spitzentechnologie

Deutsche Unternehmen haben 2018 insgesamt 72 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Das sind knapp 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Unternehmen aus dem Bereich der Spitzentechnologie investierten mit 9,2 Prozent überdurchschnittlich stark. Der Wert der Forschungsaufträge, die Unternehmen an andere Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen im In- und Ausland vergeben, bleibt mit 19,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das sind die Ergebnisse der FuE-Datenerhebung der Wissenschaftsstatistik im Stifterverband im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Auch die Hochschulen und der Staat steigerten ihre FuE-Ausgaben nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes deutlich. Im Jahr 2018 investierte Deutschland damit insgesamt schätzungsweise 3,13 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung.

Die Unternehmen haben rund 14.500 zusätzliche Vollzeitstellen im Bereich Forschung und Entwicklung geschaffen und erhöhten damit die Zahl des FuE-Personals auf 451.057 Beschäftigte, gemessen in Vollzeitstellen.

Ein Blick in die einzelnen Branchen zeigt: Die Automobilhersteller dominieren nach wie vor mit 27,1 Milliarden Euro eigenen FuE-Aufwendungen die Forschungslandschaft in Deutschland. Allerdings weisen in 2018 die Branchen Pharma, Luft- und Raumfahrzeugbau, Elektronik sowie Information und Kommunikation überdurchschnittliche Wachstumsraten auf.  

Hinsichtlich der Forschungsintensitäten haben damit die Unternehmen aus dem Bereich der Spitzentechnologie mit einer Wachstumsrate von 9,2 Prozent überdurchschnittlich zugelegt. Als Spitzentechnologien werden Technologien bezeichnet, die gegenüber dem Stand der Technik einen wesentlichen Fortschritt darstellen, deren Entwicklung mit hohen Kosten und hohem Risiko verbunden ist und die ein großes Wachstumspotenzial versprechen. Unternehmen fallen in den Bereich der Spitzentechnologie, wenn der Anteil der Forschungsausgaben am Umsatz 9 Prozent übersteigt. (di)

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