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Zukunftspreis 2016 geht an Otto von Guericke-Preisträger

Zukunftspreisträger 2016: Die Professoren der TU Dresden Cherif, Curbach, Offermann mit Bundespräsident Joachim Gauck (v.l.)

Nach der Nominierung im September war erst einmal Geduld gefragt. Doch die hat nun ein Ende, denn aus Kandidaten wurden Preisträger: am 30. November 2016 nahmen Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach, Direktor des Institutes für Massivbau der TU Dresden, Prof. Dr.-Ing. Chokri Cherif, Direktor des Institutes für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden und Otto von Guericke-Preisträger 2015, sowie Prof. Dr.-Ing. Peter Offermann, Emeritus der TU Dresden und Vorgänger von Cherif, den Deutschen Zukunftspreis 2016 von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin entgegen.

Das Forscherteam der TU Dresden war eines von drei nominierten Teams für den mit 250.000 Euro dotieren Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation. Die Wissenschaftler wurden für ihre Arbeiten zum neuen Werkstoff Textilbeton im Rahmen des Projektes „C3-Carbon Concrete Composite“ ausgewählt. Das Projekt ist eines von zehn im Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)„Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ geförderten Projekten.

„Die ganze Story hat mit einem IGF-Projekt begonnen“

Schon seit 1993 beschäftigen sich Dresdner Wissenschaftler mit der Thematik des textilen Bauens und dem Werkstoff Textilbeton. „Die ganze Story hat mit einem IGF-Projekt begonnen.“, erklärt Cherif. „Vor über 20 Jahren wurden die Weichen für die Vision vom textilen Bauen in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) gestellt, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) gefördert wird. Ohne die Unterstützung der AiF ständen wir heute im Bereich Carbonbeton nicht da, wo wir sind.“, fährt der Wissenschaftler fort. „Dafür danke ich dem Forschungsnetzwerk herzlich.“

Die damals in den ersten IGF-Projekten erzielten Ergebnisse bildeten später auch die Grundlage für 13 weitere anwendungsnahe IGF-Projekte mit reger Beteiligung der Industrie. Gleichzeitig waren sie die Basis für zwei DFG-Sonderforschungsbereiche in denen grundlagenorientierte Fragestellungen in Dresden und Aachen erforscht wurden. Insgesamt wurden am ITM in den vergangenen 20 Jahren 14 IGF-Projekte im Themenbereich Textilbeton durchgeführt. Alle Erfahrungen und Ergebnisse dieser langjährigen Forschungsvorhaben fließen in das heute ausgezeichnete „C3-Carbon Concrete Composite“-Projekt ein.

„Schon die Nominierung von Professor Chokri Cherif im September hat uns stolz gemacht. Dass nun zum zweiten Mal nach 2014 ein seit vielen Jahren in der IGF erfolgreicher Forscher gewinnt, ist natürlich großartig. Wir sehen uns und unsere Arbeit im Netzwerk der AiF bestätigt und habe allen Grund zu feiern!“, freut sich AiF-Präsidentin Yvonne Karmann-Proppert.