www.aif.dehttps://www.aif.de/deAiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.Mon, 08 Mar 2021 11:16:57 +0100Mon, 08 Mar 2021 11:16:57 +0100TYPO3 EXT:newsnews-9871Mon, 08 Mar 2021 14:09:00 +0100CORNET bietet wichtigen Mehrwert durch internationale Zusammenarbeithttps://www.aif.de/en/news/details/cornet-bietet-wichtigen-mehrwert-durch-internationale-zusammenarbeit.htmlAnlässlich des Weltfrauentags am 8. März 2021 stellt die AiF eine Wissenschaftlerin aus ihrem Netzwerk vor, stellvertretend für alle Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen, die jeden Tag einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Innovationskraft des industriegetragenen AiF-Netzwerks und damit kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) maßgeblich zu steigern.

Dr. rer. nat. Anna Große ist seit 2014 am Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) in der Abteilung „Internationale Zusammenarbeit/Transfer“ tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Akquise und Bearbeitung von internationalen und nationalen Forschungsprojekten im Bereich technischer Textilien. Mit CORNET, der internationalen Variante der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), kennt sie sich sehr gut aus.

Frau Dr. Große, Sie haben bereits zahlreiche CORNET-Projekte mit auf den Weg gebracht und sind mit viel Engagement bei der Sache. Was lieben Sie besonders an Ihrer Arbeit?

„Die Initiierung und Bearbeitung von CORNET-Projekten ist eine sehr abwechslungsreiche Aufgabe für mich als Wissenschaftlerin am STFI. Ich beschäftige mich seit 2014 mit dieser Projektform, und es ist nach wie vor spannend und nicht bloß Routine. Jedes Projekt ist anders und eine neue Herausforderung mit individuellem Forschungsthema und neuen Projektpartnern. Man lernt stetig dazu, sowohl in der praktischen Durchführung als auch im wissenschaftlichen Arbeiten. Das finde ich großartig und gibt mir die Möglichkeit, mich ständig weiterzuentwickeln.“

Was schätzen Sie an CORNET und der Möglichkeit, auf Basis der IGF auch internationale Projekte umzusetzen?

„Die IGF ist ein themenoffenes Förderprogramm und gibt Antragstellern den Freiraum, ihre Projektidee weiterzuentwickeln und umzusetzen. Man muss den wissenschaftlichen Anspruch der grundlagenorientierten Projekte erfüllen, hat aber gleichzeitig einen engen Austausch mit Unternehmen des Projektbegleitenden Ausschusses. Das gibt uns die Chance, die Entwicklungsergebnisse der Projekte mit Vertretern der Industrie (insbesondere KMU) zu diskutieren und an ihre Bedürfnisse anzupassen. So hat die Forschung einen direkten praktischen Bezug, und es entstehen auch neue Ideen und fortführende Forschungsansätze.

Die durch CORNET mögliche Zusammenarbeit mit internationalen Forschungspartnern, Unternehmen und Verbänden ist dabei ein wichtiger Mehrwert für uns. Interdisziplinäre Zusammenarbeit länderübergreifend zu realisieren, ist ein besonderes Anliegen unseres Institutes. Durch CORNET konnten wir bereits langjährige Partnerschaften aufbauen, aber auch unser internationales Netzwerk stetig erweitern.“

Welches CORNET-Projekt hat Sie besonders begeistert?

„Jedes Projekt hat seinen eigenen Charme. Ich denke aber, dass Projekte wie ProGeo und ProGeo2 eine breite Interessensgruppe auch außerhalb der Forschungslandschaft ansprechen. Wir haben darin gemeinsam mit unserem polnischen Partner, der Technischen und Humanistischen Akademie (ATH) in Bielsko-Biała, seilartige und gitterförmige Geotextilien aus regional anfallenden Rohstoffen wie Schafwolle, Heu, Stroh und Textilabfällen entwickelt. Die Geotextilien können an steilen Böschungen installiert werden, um dort einen wirksamen Schutz gegen witterungsbedingte Bodenerosion zu gewährleisten.

Aktuell beschäftigen wir uns im laufenden CORNET-Vorhaben NanoHyb mit der Entwicklung von hybriden Textilstrukturen auf Basis von Nanofasern mit Barrierewirkung gegen Bakterien und Viren. Im Hinblick auf die aktuelle COVID-19-Pandemie hat dieses Thema natürlich eine ganz besondere Bedeutung gewonnen. Die sich aktuell stetig weiterentwickelnden Anforderungen an Barrierematerialien, die im Pandemieschutz zum Einsatz kommen, fließen in unsere laufenden Forschungsarbeiten mit ein.“

Das STFI ist ein aktiver Partner im AiF-Netzwerk und stärkt mit seinem Forschungs-Know-how Unternehmen der regionalen Textilindustrie. Neben klassischen Textiltechnologien zielen die FuE-Aktivitäten des Instituts auf innovative und unkonventionelle Lösungen für verschiedenste Anwendungsgebiete ab.

Eine Übersicht über die aktuellen CORNET-Vorhaben des STFI finden Interessenten auf der Website des STFI: https://www.stfi.de/forschung/internationale-zusammenarbeit/transfer/cornet.

Detaillierte Informationen zu CORNET sind unter www.cornet.online abrufbar. (be)

 

Foto: © Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI)

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news-9880Thu, 04 Mar 2021 10:11:00 +010021. Kolloquium: Gemeinsame Forschung in der Klebtechnikhttps://www.aif.de/en/news/details/21-kolloquium-gemeinsame-forschung-in-der-klebtechnik-1.htmlAm 2. und 3. März 2021 fand das 21. Kolloquium „Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik“ statt – coronabedingt erstmals als Online-Event. Die Veranstaltung ist seit zwei Jahrzehnten das Forum für Klebstoffentwickler, -hersteller und -anwender, um die fachlichen Kenntnisse und Kompetenzen nicht nur im eigenen Bereich zu vertiefen, sondern auch den Blick über den Tellerrand in angrenzende Gebiete der Klebtechnik zu werfen.

Übersichtsvorträge, Präsentationen von Klebstoffherstellern und Ergebnisse aus der gesamten Bandbreite der klebtechnischen Gemeinschaftsforschung vermitteln ein umfassendes Bild vom aktuellen Stand in Forschung und Anwendung. Die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Veranstalter des Kolloquiums, das als AiF-Anwenderforum durchgeführt wird, sind die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., die Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS,

die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) und der Internationale Verein für Technische Holzfragen e.V. (iVTH). Alle Veranstalter sind Mitglieder der AiF und bilden seit 2005 den Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik (GAK), dessen Industriemitglieder branchenübergreifend über Forschungsanträge insbesondere im Rahmen der IGF beraten.

Das Vortragsprogramm bot ein breit aufgestelltes Themenspektrum aus den Bereichen der Fertigung, dem Stahl- und Holzbau, der Simulation und der Qualitätssicherung. Der Eröffnungsteil umfasste Praxisvorträge zu ausgewählten aktuellen Fragestellungen der klebtechnischen Kreislaufwirtschaft, der Evolution der Klebtechnik durch Anwendungen in der Windkraftindustrie und in technischen Groß­strukturen sowie der Qualitätsnormung. AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer trug eine Grußnote bei. (di)

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news-9865Tue, 02 Mar 2021 10:03:00 +0100Bundestagsabgeordnete in den AiF-Senat berufenhttps://www.aif.de/en/news/details/bundestagsabgeordnete-in-den-aif-senat-berufen.htmlDie AiF beruft zum Mai 2021 die Mitglieder des Deutschen Bundestages (MdB) Dr. Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen) und René Röspel (SPD) in den Senat der AiF.

Christmann, Sprecherin für Innovations- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Obfrau der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“, Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda und im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages, ist erstmals in den Senat berufen worden und folgt auf MdB Antje Hajduk. Röspel, ebenfalls Obmann der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, engagiert sich hier seit Dezember 2017.

Für die Fraktion der CDU/CDU ist MdB Stefan Rouenhoff im AiF-Senat, MdB Petra Sitte für Die Linke und für die FDP die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Nicola Beer.

Der Senat berät das Präsidium der AiF in strategischen und forschungspolitischen Fragen und bringt sich in die Diskussion zu langfristigen Zielen und Leitsätzen für die Arbeit der AiF ein. Insbesondere setzt er sich mit dem Stellenwert der Industriellen Gemeinschaftsforschung auseinander und erarbeitet Vorschläge für deren Stärkung. Dem satzungsgemäßen Gremium gehören ehrenamtlich aktuell 30 Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaftsverbänden, Staat und Politik an. (frd)

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news-9873Thu, 25 Feb 2021 14:19:00 +0100Neues Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovationhttps://www.aif.de/en/news/details/efi-gutachten.htmlAm 24. Februar hat die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) ihr Gutachten 2021 zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.

In ihrem aktuellen Gutachten geht die EFI-Kommission im Kapitel A mit Blick auf die Corona-Pandemie auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen ein. In diesem Rahmen werden die Auswirkungen der Corona-Krise auf Forschung und Innovation (F&I) beleuchtet, die aktuelle F&I-Politik kommentiert und Empfehlungen für die Prioritäten der F&I-Politik der kommenden Legislaturperiode gegeben.

Nach Meinung der Expertenkommission „kann die Krise auch als Katalysator für den Übergang zu neuen Technologien wirken und auf diese Weise die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verbessern. Hierzu sollten weitere Konjunkturprogramme und wachstumspolitische Maßnahmen so F&I-orientiert wie möglich ausgestaltet werden.“ Die Expertenkommission begrüße vor diesem Hintergrund ausdrücklich die Absicht der Bundesregierung, 60 Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket investiv und innovationsorientiert einzusetzen.

Fünf Prioritäten für die kommende Legislatur

Die EFI-Kommission hebt hervor, dass die neue Bundesregierung weiterhin einen kohärenten Politikansatz benötige, der den gesamten Innovationsprozess – von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung – in den Blick nehme, und nennt fünf Prioritäten, an denen sich die F&I-Politik in der nächsten Legislaturperiode ausrichten sollte.

Eine hohe Priorität müssten die großen gesellschaftlichen Herausforderungen und dabei insbesondere die Nachhaltigkeitsziele haben. Energiewende und Mobilitätswende seien weiterzuführen, neue Missionen aufzusetzen.

Ebenso wichtig für die Wohlstandsentwicklung sei es, dass Deutschland bestehende technologische Rückstände aufhole und sie bei potenziellen Schlüsseltechnologien von Beginn an vermeide, etwa bei den jüngsten Entwicklungen wie Wasserstoff- und Quantentechnologien, aber auch bei den CRISPR/Cas-Technologien.

Damit diese Ziele erreicht werden könnten, müsse ein rohstoffarmes Land wie Deutschland über eine starke Fachkräftebasis verfügen. Daher seien Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen auf hohem Niveau vorzusehen.

Im Hinblick auf F&I-Investitionen bei privaten Unternehmen sei es darüber hinaus notwendig, die Innovationsbeteiligung zu erhöhen. Gründungsförderung und die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen, neue Transferformate, aber auch das Potenzial der öffentlichen Beschaffung sollten hier angeschoben und noch intensiver betrieben werden.

Schließlich sei die Agilität der F&I-Politik eine wichtige Voraussetzung, um den gesellschaftlich erwünschten transformativen Wandel erfolgreich umzusetzen. Mit der Diskussion der neuen Missionsorientierung habe die Expertenkommission hier Vorschläge erarbeitet.

Drei weitere Kernthemen

Das Kapitel B vertieft die drei Kernthemen: eine neue Missionsorientierung und Agilität in der Forschungs- und Innovationspolitik mit Blick auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die Anpassungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung an die agile Transformation und den Einsatz der Gen-Schere CRISPR/Cas.

Hier geht´s zum EFI-Jahresgutachten 2021.

Zur EFI

Die EFI leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt seit 2008 einmal im Jahr Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Ein zentraler Bestandteil der Gutachten sind Handlungsempfehlungen für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik. (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-9869Wed, 24 Feb 2021 11:39:00 +0100Zahlen / Daten / Fakten aktualisierthttps://www.aif.de/en/news/details/zahlen-daten-fakten-aktualisiert.htmlIm Jahr 2020 flossen über die AiF insgesamt 548 Millionen Euro öffentliche Fördermittel des Bundeswirtschaftsministeriums in rund 10.000 Forschungs- und Entwicklungsprojekte zugunsten mittelständischer Unternehmen. Diese und viele weitere Kennzahlen zu den von der AiF und ihren Töchtern betreuten Förderprogrammen Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) sowie Wissenswertes rund um die Aktivitäten der AiF finden Sie in kompakter Form in den Zahlen – Daten – Fakten. Ein aktuelle Ausgabe ist nun in neuem Design verfügbar. (di)

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news-9870Tue, 23 Feb 2021 11:40:00 +0100Roadshow der Bescheinigungsstelle Forschungszulage wird fortgesetzthttps://www.aif.de/en/news/details/roadshow-der-bescheinigungsstelle-forschungszulage-wird-fortgesetzt-2.htmlMit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung wird die steuerliche Begünstigung von Forschungsausgaben ermöglicht. Das Gesetz soll Anreize setzen, in Forschung und Entwicklung (FuE) zu investieren, und die Forschungsaktivitäten insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen anregen.

Eine virtuelle Roadshow der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) wird in den kommenden Wochen fortgesetzt, um über die Forschungszulage zu informieren. Los geht´s am 4. März 2021. Gemeinsam mit dem Bundesministerium der Finanzen werden dabei in mehreren Online-Seminaren Informationen und hilfreiche Tipps zur Anspruchsberechtigung, zum Antragsverfahren und zu den inhaltlichen Antragsdetails vermittelt.

Unternehmen sind dazu eingeladen, an einem von vier „Regionalterminen“ im März und April teilzunehmen. Für Start-ups sowie Steuer-, Unternehmens- und Fördermittelberater wird je eine spezielle Veranstaltung angeboten, in der einige der Informationen zielgruppenspezifisch aufbereitet sind. Interessierte können sich für einen für sie passenden Termin registrieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier gibt´s alle Termine und Informationen.  

Die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) wird von der AiF Projekt GmbH und zwei weiteren Konsortialpartnern im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) betrieben. Sie prüft, ob es sich bei privatwirtschaftlichen FuE-Projekten um förderfähige Vorhaben im Sinne des Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (Forschungszulagengesetz) handelt. (di)

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news-9868Mon, 22 Feb 2021 15:30:30 +0100Neue Ausschreibung: Leittechnologien für die Energiewendehttps://www.aif.de/en/news/details/neue-ausschreibung-leittechnologien-fuer-die-energiewende.htmlDie Energiewende ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte und erfordert die Umsetzung technologischer Innovationen in allen Bereichen des Energiesystems. Mit dem Voranschreiten der Energiewende werden die auftretenden Forschungsaspekte komplexer und eine themenübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger. Denn nur durch systemische Lösungsansätze und branchenübergreifende Synergien sind die Herausforderungen eines tiefgreifenden Umbaus des Energiesystems effizient zu bewältigen.

Vor diesem Hintergrund wurde 2016 eine Programmkooperation zwischen dem Energieforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit der AiF realisiert, die mit ihrem branchen- und technologiefeldübergreifenden Netzwerk von Forschungsvereinigungen und mittelständischen Unternehmen wichtige Forschungsbeiträge zur Realisierung der Energiewende für die Praxis leisten kann. Als Dialogplattform zur Umsetzung der Programmkooperation hat sich in diesem Zuge auch die AiF-Forschungsallianz Energiewende gegründet, deren Forschungsbeirat die Aufgabe hat, Empfehlungen zur finanziellen Förderung von IGF-Forschungsvorhaben mit Energiewende-Bezug auszusprechen.

Einreichungsfrist bis 15. Mai 2021

Seit 2020 fördert das BMWi IGF-Vorhaben im Bereich der Energiewende über die in der IGF-Richtlinie vorgesehene Variante „Leittechnologien für KMU" im Rahmen regelmäßiger Ausschreibungen. Die zweite Ausschreibungsrunde wurde nun vom BMWi veröffentlicht und ermöglicht die Einreichung von Anträgen bei der AiF bis zum 15. Mai 2021. Über die Fördermodalitäten der aktuellen Ausschreibung informiert die Bekanntmachung „Leittechnologien für die Energiewende“. (di)

 

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news-9854Fri, 19 Feb 2021 11:49:00 +0100Otto von Guericke-Preis der AiF hat Geburtstaghttps://www.aif.de/en/news/details/otto-von-guericke-preis-der-aif-hat-geburtstag.html1997: Die Briten geben Hongkong an China zurück, Überschwemmungen der Oder verursachen schwere Schäden in Tschechien, Polen und Deutschland, die Königin der Herzen, Prinzessin Diana, verunglückt tödlich und Klonschaf Dolly erblickt das Licht der Welt. Was sonst noch geschah? Der Otto von Guericke-Preis der AiF wird erstmals verliehen!

IGF-Forschungsvorhaben mit erkennbarem Erfolg

Die Initiative für die Auslobung eines AiF-Wissenschaftspreises ging vom Wissenschaftlichen Rat (WR) der AiF und seinem damaligen Vorsitzenden, Professor Karl Heinz Mommertz, aus. Er schlug vor, einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zu verleihen, die sowohl die Forschung als auch die Umsetzung der Ergebnisse bis zur praktischen Anwendung umfassen.

Die vorwettbewerbliche IGF ist das Herzstück der AiF-Aktivitäten seit ihrer Gründung 1954 und wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert. Vor diesem Hintergrund war auch das AiF-Präsidium der Überzeugung, dass „die Vergabe eines eigenen Forschungspreises der AiF einen wertvollen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit für die Industrielle Gemeinschaftsforschung leisten wird“.

Der mit 10.000 DM dotierte Preis wurde daraufhin am 17. Dezember 1996 erstmalig ausgeschrieben. 18 Preisvorschläge gingen in dieser ersten Runde bei der AiF ein.

Von Anfang an: Zukunftsthemen im Blick

Am 10. Juni 1997 war es dann soweit. Im Ersatzplenarsaal des Deutschen Bundestages, dem „Bonner Wasserwerk“, erhielten Dr. Andreas Michanickl und Christian Boehme vom damaligen Wilhelm-Klauditz-Institut für Holzforschung den ersten Otto von Guericke-Preis. Die beiden Wissenschaftler entwickelten im Sinne einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft ein Verfahren zur Wiedergewinnung von Spänen und Fasern aus Altmöbeln und Produktionsresten, das nicht zu einer Degradierung des Rohstoffes Holz führte, sondern eine sortenreine Wiedergewinnung ermöglichte. Die aufbereiteten Späne aus Altholz konnten bis zu 50 Prozent preiswerter am Markt angeboten werden als Späne aus Frischholz. Ein Jahr nach Abschluss des Projektes waren bereits zwei Produktionsanlagen in der Spanplattenindustrie in Betrieb, eine dritte befand sich im Bau und zwei weitere in Planung.

Alles anders, aber nicht neu

Im Corona-Jahr 2020 wurde der 24. Otto von Guericke-Preis verliehen. Das Preisgeld liegt mittlerweile bei 10.000 Euro. Und coronabedingt fand die Verleihung des Preises im vergangenen Jahr erstmals als Online-Event statt – live und in Farbe aus dem Kölner Schokoladenmuseum.

Aber auch nach einem Vierteljahrhundert stehen anwendungsorientierte Forschungsarbeiten mit erkennbarem Erfolg noch immer im Mittelpunkt des AiF-Forschungspreises. So hatte das IGF-Projekt 2020 die Jury sowohl mit einem besonders hohen Erkenntnisgewinn als auch mit der großen wirtschaftlichen Bedeutung der Ergebnisse für mittelständische Unternehmen überzeugt.

Die Preisträger, Dr. Karl Stock und Steffen Nothelfer vom Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik (ILM) an der Universität Ulm, haben ein neuartiges Verfahren zur Hautkrebsfrüherkennung entwickelt. Es macht die Diagnostik nicht nur präziser, sondern auch kostengünstiger und einfacher durchzuführen. Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V.  (F.O.M.), welche das Projekt koordiniert hat, zeigte sich beeindruckt, weil das Messsystem bereits zum Projektende den Weg in die Klinik geschafft hat und die Einsatzmöglichkeiten mit nur minimalem Investitionsaufwand extrem vielfältig sind. Davon ist auch Jean-Michel Asfour, Geschäftsführer der DIOPTIC GmbH, die als Industriepartner am Projektbegleitenden Ausschuss beteiligt war, überzeugt. Er sieht in dem ausgezeichneten Projekt einen Initiator für die Entwicklung neuer und innovativer Messsysteme in weiteren Bereichen, beispielsweise in der Lebensmittelkontrolle oder der Papier- und Textilindustrie. „Gerade auch in Kombination mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen eröffnet es Unternehmen wie uns große Marktpozentiale“, so Asfour.

Beiträge zur Gestaltung unserer Zukunft

Die Preisträger von 1997 und 2020 zeigen, dass die anwendungsorientierte IGF damals wie heute ebenso von wissenschaftlicher wie von volkswirtschaftlicher Relevanz ist und nicht selten auch Einfluss auf das persönliche Leben hat. Oder, wie Professorin Antje Boetius, Wissenschaftliche Direktorin des Alfred Wegener Instituts – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in einer Grußnote zur Otto von Gueircke-Preisverleihung 2020 hervorhob, dass „die industrienahe Forschung und technische Innovationen wichtige Beiträge zur Gestaltung unserer Zukunft leisten“. Der Otto von Guericke-Preis der AiF macht dies schlaglichtartig einmal im Jahr sichtbar.

Die AiF wird im Jubiläumsjahr in loser Folge einige Otto von Guericke-Preisträger aus 25 Jahren vorstellen und sehen, wie es ihnen heute geht.

Alle Informationen zum Otto von Guericke-Preis finden Interessenten auf der AiF-Website unter https://www.aif.de/ueber-uns/auszeichnungen/otto-von-guericke-preis.html. (di)

 

Foto Aufmacher: © Fayethequeen / istock.de; Foto 1997: © Michael Bender, Atelier Henke, Köln

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news-9836Mon, 15 Feb 2021 09:32:37 +0100AiF Blog onlinehttps://www.aif.de/en/news/details/aif-blog-online.htmlEinmal im Monat gibt es im neuen Blog der AiF in loser Folge Interessantes, Amüsantes und Wissenswertes rund um die Themen Forschung und Entwicklung. An der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft trägt die AiF dazu bei, dass Neues und Innovatives aus der Forschung in die Anwendung gelangt. Davon handelt der Blog. Neben den wissenschaftlichen Inhalten, die die Grundlage der Forschungsprojekte bilden, sollen auch die Menschen dahinter sichtbar werden.

Der aktuelle Blog-Beitrag steht unter der Überschrift „Innovation muss sein“. Er beschäftigt sich damit, wie und warum innovative Unternehmen besser durch Krisen kommen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns über die Kommentarfunktion wissen lassen, wie Ihnen die Beiträge gefallen! (di)

Hier geht´s zum neuen Blog: https://blog.aif.de/

 

Foto: pexels

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news-9828Wed, 10 Feb 2021 13:16:49 +0100Empfehlungen für ein starkes Forschungs- und Innovationssystem in Deutschlandhttps://www.aif.de/en/news/details/empfehlungen-fuer-ein-starkes-forschungs-und-innovationssystem-in-deutschland.htmlAuf dem „Forschungsgipfel Roundtable 2020“ haben rund 30 hochrangige Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker am 17. November 2020 darüber diskutiert, wie die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie genutzt werden können, um Stärken des deutschen Forschungs- und Innovationssystems auszubauen. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes, Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Uwe Cantner, Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), und Georg Schütte, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, haben in einem Ergebnispapier die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst.

Europa stärken, um einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden

Globale Lieferketten von Unternehmen werden in weltweiten Krisensituationen zur „Achillesverse der Wirtschaft“. Zugleich hat sich gerade während der Pandemie die Kreativität gleichberechtigt kooperierender, internationaler Partner in Forschung, Zulieferung und Vertrieb als großer Gewinn für Resilienz und Agilität erwiesen. Deutschland und Europa müssen daher einerseits ihre technologische Souveränität stärken, andererseits braucht es offene Grenzen, weltweite Arbeitsteilung und Kooperation sowie die strategische Abstimmung von Forschungs- und Innovationsprogrammen zwischen Deutschland und der Europäischen Union. Nachhaltigkeit und Digitalisierung sollten hierbei ganz oben auf der Agenda stehen. Die innereuropäische Zusammenarbeit in anwendungsorientierter Forschung für Schlüsseltechnologien soll beschleunigt und gestärkt werden. Dafür muss der Staat die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.

Internationale Kooperation in der Wissenschaft stärken

Eine offene Innovationskultur und internationale Zusammenarbeit haben die schnelle Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen ermöglicht. Offene Grenzen, Mobilität von Wissenschaftlern und international geteilte Forschungs- und Produktionsplattformen gelten als wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Krisenbewältigung. Deshalb sollen diese auch künftig gefördert werden.

Gesellschaftlicher Bedeutung herausragender Wissenschaft Rechnung tragen

Standards für Transparenz und Qualität von Forschungsarbeiten müssen überprüft und international verankert werden. So wird das Vertrauen der Menschen in Forschungsergebnisse gestärkt. Die Wissenschaft soll sich gerade im transformativen Wandel weiter „mit Ad-hoc-Stellungnahmen in der evidenzbasierten, interdisziplinären und unabhängigen Beratung von Politik und Öffentlichkeit engagieren“. Hierfür ist der Rückgriff auf einen immerwährend aktualisierten Wissensspeicher die zentrale Voraussetzung.

Begeisterung schaffen für mehr Mut kreativ Denkender

Für exzellente Forschung und Entwicklung „made in Germany“ oder „made in Europe“ sollen Schulen und Hochschulen mehr Experimentierräume schaffen. Junge Menschen hätten hier die Chance, Ideen von der Theorie in die Praxis umzusetzen. Wichtig ist der intensive Ausbau der Förderung von Sprunginnovationen durch gezielte Vergabe von Fördergeldern für risikoreiche Forschungsvorhaben und durch einen radikal vereinfachten Wissenstransfer. Deutschland braucht eine neue Innovationskultur, „die Mut zum Risiko honoriert und auf Fokussierung statt auf Breitenförderung setzt“. 

Chancen der Digitalisierung nutzen

Deutschland braucht einen offeneren und schnelleren Zugang zu öffentlichen Daten. Voraussetzungen dafür sind eine sichere wie leistungsstarke technische Infrastruktur und exzellent ausgebildetes Personal. Die Europäische Union soll Standards setzen, „die die gemeinwohlorientierte Nutzung von Daten zu Zwecken der Forschung, des Gesundheitsschutzes und der Krisenbewältigung besser ermöglichen als bisher.“ Diese sind auch in eine übergeordnete Data-Governance-Architektur einzubinden.

Hier geht´s zum ausführlichen Ergebnispapier des Forschungsgipfel Roundtables 2020. (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-9820Fri, 05 Feb 2021 08:46:56 +0100Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2021 ausgeschriebenhttps://www.aif.de/en/news/details/friedrich-meuser-forschungspreis-2021-ausgeschrieben.htmlDer Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) hat den Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2021 ausgeschrieben. Seit 2019 zeichnet das AiF-Mitglied damit einmal im Jahr die beste Dissertation aus, die im Kontext eines über den FEI koordinierten Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) entstanden ist. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Deadline 30. April 2021

Die Forschungsarbeiten sind thematisch nicht eingegrenzt. Eigennominierungen von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind ebenso möglich wie Vorschläge von Instituts- und Projektleitern und -leiterinnen.

Neben der Dissertationsschrift werden eine einseitige Zusammenfassung sowie ein Lebenslauf erwartet. Zulässig ist die Einreichung von Dissertationsschriften, die im Rahmen eines abgeschlossenen Promotionsverfahren entstanden sind und deren Veröffentlichung maximal zwei Jahre zurückliegt. Einreichungen sind bis zum 30. April 2021 willkommen. Die Beurteilung eingereichter Vorschläge erfolgt seitens einer vom FEI eingesetzten Fachjury.

Mit der Auszeichnung würdigt der FEI die Verdienste des früheren langjährigen Leiters seines Wissenschaftlichen Beirats, Professor Friedrich Meuser. Er hatte sich während seiner gesamten wissenschaftlichen Tätigkeit als Inhaber des Lehrstuhls für Getreidetechnologie der TU Berlin gleichermaßen für die IGF als auch für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eingesetzt.

Weitere Informationen finden Interessenten auf der FEI-Website. (di)

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news-9819Tue, 02 Feb 2021 11:36:07 +0100AiF Projekt GmbH bewilligt über 5 Milliarden Euro für ZIM-Kooperationsprojektehttps://www.aif.de/en/news/details/aif-projekt-gmbh-bewilligt-ueber-5-milliarden-euro-fuer-zim-kooperationsprojekte.htmlDas Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist ein themenoffenes Programm zur Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und mit ihnen kooperierende Forschungseinrichtungen. Mit dem seit 2008 bestehenden Programm will die Bundesregierung einen Beitrag zum Wachstum mittelständischer Unternehmen leisten, das Voraussetzung für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen ist. Es werden sowohl FuE-Einzelprojekte als auch FuE-Kooperationsprojekte und Innovationsnetzwerke gefördert. Mit jährlich über 3.000 neuen Technologieentwicklungs-Projekten ist es das größte Programm der Bundesregierung zur Förderung des innovativen Mittelstands. 2021 stehen hierfür Haushaltsmittel in Höhe von rund 635 Millionen Euro zur Verfügung.

Beliehener Projektträger des BMWi

Die AiF Projekt GmbH, eine hundertprozentige Tochter des AiF e.V., betreut die am stärksten nachgefragte Fördersäule des ZIM – FuE-Kooperationsprojekteals beliehener Projektträger des BMWi. Bislang hat die AiF-Tochter mit einem zugesagten Fördervolumen von insgesamt über 5 Milliarden Euro rund 34.600 Forschungs- und Entwicklungsprojekte von mittelständischen Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitenden Forschungseinrichtungen auf den Weg gebracht sowie nahezu 3.500 Anträge auf ergänzende Leistungen zur Markteinführung bewilligt.

Die AiF Projekt GmbH berät mittelständische Unternehmen und ihre Forschungspartner über die Fördermöglichkeiten im ZIM, nimmt deren Förderanträge entgegen, begutachtet die Förderwürdigkeit der Projekte, trifft die Förderentscheidung, zahlt die Fördermittel aus und prüft Zwischen- sowie abschließende Verwendungsnachweise.

Optimiertes Programm

Seit  20. Januar 2020 gilt eine neue ZIM-Richtlinie (PDF, 335 KB), die das bewährte Programm an zahlreichen Stellen weiter optimiert: Junge und Kleinstunternehmen sowie Erstinnovatoren erhalten beispielsweise bessere Unterstützungsmöglichkeiten, um ihnen den Weg zu anspruchsvollen FuE-Projekten zu ebnen. Kleine Unternehmen aus allen strukturschwachen Regionen profitieren zudem von erhöhten Fördersätzen. Auch der nationale und internationale Wissenstransfer sowie der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis werden intensiviert. (di)

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news-9814Fri, 29 Jan 2021 11:29:00 +0100Neues Impulspapier aus dem Hightech-Forumhttps://www.aif.de/en/news/details/neues-impulspapier-aus-dem-hightech-forum.htmlOffene Wissenschaft und Innovation“ ist ein neues Impulspapier aus dem Hightech-Forum der Bundesregierung. In dem elfseitigen Papier betont das Hightech-Forum die Chancen einer strategischen Öffnung für das deutsche Innovationssystem. Datenpools aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sollten laut dem Gremium stärker als bisher für die Gesellschaft nutzbar gemacht werden; umgekehrt könnten Daten aus Wirtschaft und Gesellschaft für die Forschung zugänglich gemacht werden. Öffnung sei dabei kein Selbstzweck. Sie diene dazu, Wertschöpfungspotenziale zu heben, gesellschaftlichen Mehrwert zu ermöglichen und Vertrauen in Wissenschaft und Innovation zu stärken.

Das Hightech-Forum ist das zentrale Beratungsgremium der Bundesregierung zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2025. Seine Aufgabe ist es, die Forschungspolitik der Bundesregierung mit konkreten Umsetzungs- und Handlungsempfehlungen zu begleiten.

Dem Forum gehören 21 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft an, die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek für die Mitarbeit in das Gremium berufen hat. AiF-Vizepräsident Professor Holger Hanselka ist einer von ihnen.

Alle Impulspapiere des Hightech-Forums unter anderem zu Themen wie „Nachhaltigkeit im Innovationssystem“ und „Zukunft der Wertschöpfung“ finden Interessenten unter https://www.hightech-forum.de/publikationen/. (di)

 

Foto: © ESB Professional / shutterstock.com

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news-9803Tue, 26 Jan 2021 09:09:57 +0100Mission Kunststoff: Das SKZ feiert 60. Geburtstaghttps://www.aif.de/en/news/details/mission-kunststoff-das-skz-feiert-60-geburtstag.htmlDas Kunststoff-Zentrum SKZ, dessen Fördergemeinschaft Mitglied der AiF ist, feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Gegründet 1961 in Würzburg, denkt das SKZ jedoch noch lange nicht daran, in Rente zu gehen.

Ein Blick zurück in die Anfangstage zeigt eine andere Welt. Das ZDF startete den Sendebetrieb in schwarz-weiß, Juri Gagarin und Alan Shepard flogen als erste Menschen ins All und die Berliner Mauer wurde gebaut. Corona war unbekannt, ebenso wie Computer, Digitalisierung und Smartphones. Gab es 1961 hauptsächlich Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyvinylchlorid (PVC) im industriellen Einsatz, sind es heute hunderte verschiedener Kunststofftypen – alle mit ihren Eigen- und Besonderheiten.

Wandel und Kontinuität

Werkstoffe, Medien, Infrastruktur und technische Möglichkeiten haben sich massiv gewandelt. Doch die Ziele des SKZ, die damals in die Vereinssatzung geschrieben wurden, haben weiterhin Bestand: „Ausbildung und Fortbildung des Ingenieurnachwuchses für die Kunststoffindustrie sowie von Fachkräften aus Industrie, Handwerk und Handel durch die Einrichtung von Ausbildungs- und Fortbildungslehrgängen auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und die dazu notwendige Durchführung von Entwicklungsarbeiten an Verfahren, Maschinen und Werkzeugen zur Kunststoffbearbeitung, Prüfung von Kunststofferzeugnissen sowie die Bearbeitung von anwendungstechnischen Problemstellungen.“

Kooperationen und Expertenwissen

Heute wie damals unterstützt das SKZ Unternehmen dabei, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern, mit Gütezeichen oder Zertifikaten neue Märkte zu erschließen, die Wirtschaftlichkeit in Betrieben durch Zertifizierung oder gezielte, inzwischen auch digitale Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu steigern. Über 400 Mitgliedsunternehmen, rund doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren, zählt das SKZ-Netzwerk aktuell.

Der Erfolg des SKZ wird seit der Gründung getragen von Kooperationen, Expertenwissen und Investitionen in zukunftsträchtige Technologien. Waren es 1961 noch neuartige Kunststoffrohre für die Wasserver- und -entsorgung, die z. B. Guss- oder Bleirohre ersetzen konnten, so ist es heute beispielsweise der 3D-Druck komplexer Kunststoffbauteile u.a. für die Medizintechnik, der vom SKZ in Forschung, Prüfung, Zertifizierung und Weiterbildung vorangetrieben wird. Mit über sieben Millionen Euro an Fördermitteln des Bundeswirtschaftsministeriums für Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Jahr 2020 und dem Engagement in den AiF-Forschungsallianzen Medizintechnik (FAM) und Leichtbau (FAL) gehört die Fördergemeinschaft des SKZ zu den sehr aktiven Playern auch im Netzwerk der AiF.

„Mit Stolz und großer Dankbarkeit blicken wir auf die vergangenen Jahrzehnte zurück“, sagt Institutsdirektor Professor Martin Bastian. Den Blick nach vorn zeigen eine im Bau befindliche Erweiterung in Würzburg, eine Modellfabrik 2020 und ein Trainingszentrum Qualitätswesen sowie ein in diesem Jahr geplanter Start der Erweiterung des Standorts Selb mit dem Europäischen Zentrum für Dispersionstechnologien. (di)

 

Foto: © SKZ

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news-9799Thu, 21 Jan 2021 14:57:41 +0100Zwei Vizepräsidenten und Schatzmeister der AiF neu gewählthttps://www.aif.de/en/news/details/zwei-vizepraesidenten-und-schatzmeister-der-aif-neu-gewaehlt-1.htmlIn der ersten Sitzung des Präsidiums des AiF e.V in diesem Jahr am 20. Januar 2021 waren zwei Vizepräsidenten sowie der Schatzmeister der AiF zu wählen.

Als Vertreterin der ordentlichen Mitglieder wurde Professorin Claudia Langowsky, Geschäftsführerin der Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT) beim Verband der Automobilindustrie, Berlin, zur Vizepräsidentin wiedergewählt und zudem zur Vertreterin des Vereins nach § 26 BGB gewählt.

Dr.-Ing. Klaus Nassenstein, Geschäftsführer und Teilhaber der GTV Verschleißschutz GmbH und der GTV Automotive GmbH, Luckenbach, wurde als Vertreter der Wirtschaft zum Vizepräsidenten gewählt.

Martin Seeliger, Mitglied der Geschäftsleitung des Instituts für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH  Aachen (IKV), Aachen, wurde zum Schatzmeister gewählt. (di)

 

Foto: © oatawa / shutterstock.com

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news-9708Wed, 20 Jan 2021 09:18:00 +0100Henrich-Funke-Pschorr-Preis 2021 ausgeschriebenhttps://www.aif.de/en/news/details/henrich-funke-pschorr-preis-2021-ausgeschrieben.htmlZum 9. Mal hat das AiF-Mitglied Wissenschaftsförderung der Deutschen Brauwirtschaft (Wifö) im Dezember 2020 den Henrich-Funke-Pschorr-Preis ausgeschrieben, mit dem hervorragende Arbeiten aus dem Bereich der Brauwirtschaft prämiert werden sollen. Ausgezeichnet werden Forschungsarbeiten, die erkennen lassen, dass sie in besonderem Maße Eingang in die Praxis gefunden haben und zu qualitativen oder wirtschaftlichen Verbesserungen geführt haben oder führen werden.

Zur Einreichung berechtigt sind junge Wissenschaftler/innen aus dem deutschsprachigen Raum, die ein für die Brauwirtschaft relevantes Forschungsvorhaben bearbeiten oder bearbeitet haben, wobei der Abschluss des Vorhabens nicht länger als zwei Jahre zurückliegen sollte. Die Bewerbungsfrist für den Stiftungspreis 2021 endet am Freitag, dem 26. Februar 2021. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Deutschen Brauertages im Juni 2021 statt.

Weitere Informationen finden Interessenten auf der Website der Wifö unter http://www.wifoe.org/hfp-stiftung.html. (di)

 

Foto: pexels

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news-9768Thu, 14 Jan 2021 09:23:08 +0100CORNET öffnet 31. internationale Ausschreibungsrundehttps://www.aif.de/en/news/details/cornet-oeffnet-31-internationale-ausschreibungsrunde.htmlNach überdurchschnittlich hohen Antragszahlen in 2020 hat das internationale Fördernetzwerk CORNET (Collective Research Networking) zum Jahresbeginn die nächste Ausschreibungsrunde geöffnet. Bis zum 31. März 2021 können internationale Projektkonsortien Anträge bei der AiF einreichen. An dem aktuellen, mittlerweile 31. Call sind bis auf Japan und die Tschechische Republik alle CORNET-Partner mit an Bord.

Internationale Gemeinschaftsforschung mit CORNET

CORNET verknüpft Förderprogramme verschiedener Länder und Regionen miteinander, um internationale Projekte der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. Auf deutscher Seite greift das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanzierte Programm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

CORNET ist eine themenoffene Initiative – Projekte aus allen Branchen und Technologiefeldern sind willkommen und förderfähig. Detaillierte Informationen zur Antragstellung, zu den Richtlinien und Budgets der beteiligten Länder finden Interessenten auf der CORNET-Website www.cornet.online in der Rubrik Calls for Proposals. Anträge werden online über das Submission Tool eingereicht.

Bei weiteren Fragen oder der Suche nach Projektpartnern hilft das CORNET-Koordinierungsbüro gerne weiter. Allgemeine Fragen zu CORNET werden zudem in den FAQs beantwortet.

Partnernetzwerk IraSME: Antragsfrist ebenfalls am 31. März 2021

Im Rahmen der 27. Ausschreibungsrunde können bis zum 31. März auch beim internationalen Netzwerk IraSME (International Research Activities by SMEs) Anträge  eingereicht werden.

IraSME ist ein Netzwerk von Ministerien und Förderagenturen zur gemeinsamen Unterstützung transnationaler Projekte von Unternehmen in nationalen/regionalen Förderprogrammen. Es verknüpft Programme zur Förderung von Forschung und Entwicklung zugunsten mittelständischer Unternehmen verschiedener Länder und Regionen miteinander. Auf deutscher Seite erfolgt die Förderung aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums und nach den Bedingungen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Die Koordination erfolgt durch die AiF Projekt GmbH.

Detaillierte Informationen zur Antragstellung und den Förderbedingungen finden Interessenten auf der IraSME-Website www.ira-sme.net in der Rubrik Current Call. (be/di)

 

Foto: © istock / Corinna71

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CORNET DEHomeNews
news-9757Mon, 11 Jan 2021 12:59:04 +0100AiF-Präsident: Politik hält Wort – Budget der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Bundeshaushaltsgesetz 2021 auf bislang höchstem Niveauhttps://www.aif.de/en/news/details/aif-praesident-politik-haelt-wort-budget-der-industriellen-gemeinschaftsforschung-im-bundeshaushaltsgesetz-2021-auf-bislang-hoechstem-niveau.htmlErstmals in ihrer Geschichte, seit 1954, ist das Budget für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) zur Förderung von Innovationsaktivitäten des forschungsaffinen deutschen Mittelstands auf das Jahresniveau von 200 Millionen Euro gehoben worden. Diese Summe wurde mit dem Bundeshaushaltsgesetz 2021 Ende 2020 beschlossen.

„Die Politik hat Wort gehalten: Wir begrüßen es sehr, dass der in dieser Höhe lange angestrebte Mittelaufwuchs für die IGF nun im Haushaltsgesetz für das Jahr 2021 vom Bundeshaushaltsgeber bewilligt wurde“, erklärte der Präsident der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. Prof. Dr. Sebastian Bauer. „Gerade in Krisenzeiten stärken Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen deren aktuelle und künftige Wettbewerbsfähigkeit, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Insofern ist es eine gute Entwicklung, dass in den vergangenen Monaten trotz der Corona-Pandemie weit mehr Anträge auf Forschungsförderung bei uns eingingen als in den Jahren zuvor“, so Bauer weiter. „Wir haben uns deswegen auch sehr gefreut, dass das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des zweiten Nachtragshaushalts 2020 zusätzliche 36 Millionen Euro für die IGF zur Verfügung stellte. Und die nun für 2021 bereitgestellten 200 Millionen Euro für die IGF sind angesichts der Folgewirkungen der Corona-Pandemie ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ 

Denn trotz der guten Nachricht: Längst nicht alle Vorhaben, die von den über 200 unabhängigen Gutachtern als „sehr gut“ bewertet worden seien, könnten aufgrund des begrenzten Budgets realisiert werden. Dazu bedürfe es einer mittel- bis langfristigen Lösung, betonte Bauer. „Wünschenswert wäre eine stabile und damit kontinuierlich wachsende finanzielle Stärkung der IGF. Sie würde für alle Beteiligten – für die mittelständischen Unternehmen, die Forschungseinrichtungen und -vereinigungen und letztendlich auch für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – Planungssicherheit mit noch stärkeren Effekten auf Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und auch Steueraufkommen bewirken“, sagte der AiF-Präsident. Dazu schlug er eine „Initiative zur Förderung von Innovationen im Mittelstand“ vor, die unter anderem einen definitiven jährlichen Mittelaufwuchs zugunsten der IGF und damit der anwendungs- und transferorientierten sowie technologieoffenen Forschung zugunsten mittelständischer Unternehmen vorsehen sollte. Analog zum „Pakt für Forschung und Innovation“ sollten im Rahmen der betreffenden Initiative auch die staatlich bereitgestellten Fördermittel für die Industrielle Gemeinschaftsforschung dauerhaft dynamisiert werden.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V. Forschungspolitik, Frauke Frodl, frauke.frodl(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

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Das beigefügte Foto vom AiF-Präsidenten Prof. Dr. Sebastian Bauer in druckfähiger Auflösung können Sie auf unserer Website downloaden.

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PolitikHomePresseinformationenNewsMedienraum
news-9707Wed, 06 Jan 2021 09:15:00 +0100Wechsel an der Spitze von Wissenschaft im Dialoghttps://www.aif.de/en/news/details/wechsel-an-der-spitze-von-wissenschaft-im-dialog.htmlDer Mathematiker und Präsident der Freien Universität Berlin, Professor Günter Ziegler, ist seit 1. Januar 2021 neuer Vorsitzender des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog (WiD). Er folgt auf Professorin Antje Boetius, die WiD turnusgemäß verlässt und das Amt an der Spitze der Organisation für Wissenschaftskommunikation in Deutschland seit 2015 innehatte.

Günter Ziegler forscht und lehrt seit 2011 an der Freien Universität als Mathematikprofessor. Er ist Präsidiumsmitglied der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalakademie Leopoldina sowie Fellow der American Mathematical Society. Für seine Forschung wurde er u.a. mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet, für seine vielfältige Kommunikationsarbeit mit dem hochrenommierten Communicator-Preis von Stifterverband und DFG. Seit Jahren engagiert er sich für ein lebendiges Bild der Mathematik in der Öffentlichkeit, insbesondere in Kooperation mit Schulen. Ziegler war bereits in der Gestaltung und Koordination des Jahres der Mathematik 2008 eng mit WiD verbunden.

„Wissenschaft steht heute mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit: Wir alle erwarten von der Wissenschaft, gerade zu den großen, aktuellen Themen, wie der Pandemie und dem Klimawandel, Erkenntnisse und Antworten. Es ist wichtig sichtbar zu machen, dass hierbei die Vielfalt der Wissenschaften gebraucht wird, und dass es um Einblicke in Methoden und Prozesse geht, um den Weg zu Erkenntnissen und Antworten verständlich und transparent zu machen. Wissenschaft praktiziert nicht im Elfenbeinturm, vielmehr steht sie im Dialog – sowohl untereinander als auch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wissenschaft im Dialog ist als Organisation für Wissenschaftskommunikation hierfür eine wichtige Akteurin und Wegbereiterin – und dafür werde ich gemeinsam mit den Mitgliedern des Lenkungsausschusses einstehen“, kündigt Günter Ziegler an.
 
WiD wurde im Jahr 2000 von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen – darunter auch die AiF – gegründet und setzt sich als gemeinnützige Organisation für den Austausch über Forschung in Deutschland ein. Der WiD-Lenkungsausschuss, dem Günter Ziegler künftig vorsitzen wird, berät über die Aktivitäten der Initiative und unterstützt die Geschäftsstelle bei deren Umsetzung. Dem Ausschuss gehören Vertreterinnen und Vertreter aus den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen, dem Bundesforschungsministerium und von Stiftungen an.
 
Die Tiefseeforscherin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Professorin Antje Boetius wirkte seit 2015 an der Spitze von WiD. Sie setzte sich insbesondere für Qualität in der Wissenschaftskommunikation ein. Boetius war an der Entwicklung der Leitlinien zur guten Wissenschafts-PR beteiligt, trieb die Weiterentwicklung von WiD in den Bereichen Evaluation und Wirkungsmessung voran und initiierte vielfach Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst. (di)
 

Foto: © Kay Herschelmann

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news-9706Tue, 29 Dec 2020 09:13:00 +0100BMBF-Programm RUBINhttps://www.aif.de/en/news/details/bmbf-programm-rubin.htmlDas Programm „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) soll die strategische Zusammenarbeit von Unternehmen verbessern und ihre Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärken. Es hat die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in marktrelevante Produkte und Dienstleistungen zum Ziel. Die Bündnisse sollen auf einem klar definierten Themenfeld Innovationen mit einem hohen Anwendungspotenzial entwickeln und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung einer nachhaltigen Profilbildung in der Region leisten.

Zum 1. Februar der Jahre 2021 und 2022 können sich regionale Bündnisse um eine RUBIN-Förderung bewerben. Weitere Informationen und Dokumente finden Interessenten auf der Website des BMBF. (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-9705Wed, 23 Dec 2020 09:09:00 +0100Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!https://www.aif.de/en/news/details/frohe-weihnachten-und-einen-guten-rutsch.htmlDie AiF wünscht Ihnen schöne Festtage und alles Gute für das kommende Jahr. Bleiben Sie gesund, damit wir uns auch 2021 gemeinsam für den forschungsaktiven Mittelstand einsetzen können.]]>Homenews-9704Fri, 18 Dec 2020 09:07:00 +0100Wissenschaftsbarometer 2020https://www.aif.de/en/news/details/wissenschaftsbarometer-2020.htmlDas generelle Vertrauen in Wissenschaft und Forschung ist in Deutschland weiterhin hoch: 60 Prozent der Menschen geben an, dass sie eher oder voll und ganz in Wissenschaft und Forschung vertrauen. Das sind etwas weniger als im Frühjahr 2020 (April 2020: 73 Prozent, Mai 2020: 66 Prozent), aber mehr als in den Vorjahren (2019: 46 Prozent). Dies sind bevölkerungsrepräsentative Daten aus dem Wissenschaftsbarometer 2020, mit dem die gemeinnützige Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD) die öffentliche Meinung zu Wissenschaft und Forschung in Deutschland erhebt.

Rund 40 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass Wissenschaftler uns nicht alles sagen, was sie über das Corona-Virus wissen. 15 Prozent sind der Auffassung, dass es keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Virus gibt. 55 Prozent der Deutschen erklären im November 2020, dass sie sich wahrscheinlich impfen lassen, wenn es im nächsten Jahr einen in Deutschland zugelassenen Impfstoff gibt. Knapp 30 Prozent sagen, es sei unwahrscheinlich, dass sie sich impfen lassen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen von der Politik beachtet werden

77 Prozent der Deutschen wollen, dass politische Entscheidungen im Umgang mit Corona auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Aber: 42 Prozent der Befragten sehen es nicht als Aufgabe von Wissenschaftlern an, sich in die Politik einzumischen. Im April 2020 erklärten dies lediglich 32 Prozent. Tatsächlich sind 2020 sowohl im Frühjahr wie im Herbst zwei Drittel der Deutschen der Auffassung, dass Kontroversen zwischen Wissenschaftlern zu Corona hilfreich sind, damit sich die richtigen Forschungsergebnisse durchsetzen.

Generelles Interesse an Forschung stabil

Das grundsätzliche Interesse der Menschen an Wissenschaft hat sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht verändert. Mit 60 Prozent bekunden mehr Menschen Interesse an Wissenschaft als an Politik (49 Prozent), aber weniger als an Lokalem (68 Prozent).

80 Prozent der Menschen in Deutschland informieren sich im Netz über Wissenschaft und Forschung. 57 Prozent der Online-Nutzer greifen dafür aktuell häufig oder sehr häufig auf Webseiten von klassischen Nachrichtenmedien wie Zeitungen, Magazinen oder Fernsehsendern (2018: 41 Prozent) zurück, 15 Prozent davon nutzen soziale Medien.

Repräsentative Bevölkerungsumfrage

Das Wissenschaftsbarometer ist eine bevölkerungsrepräsentative Meinungsumfrage. Es betrachtet seit 2014 die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gegenüber Wissenschaft und Forschung. Das Wissenschaftsbarometer 2020 ist ein Projekt der Initiative Wissenschaft im Dialog, zu deren Gründungsmitgliedern die AiF gehört. Förderer und Unterstützer der Meinungsumfrage sind die Robert Bosch Stiftung und die Fraunhofer-Gesellschaft. (di)

 

Foto: © Wissenschaftsbarometer

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news-9689Tue, 15 Dec 2020 08:53:00 +010027. internationale Ausschreibungsrunde für IraSMEhttps://www.aif.de/en/news/details/27-internationale-ausschreibungsrunde-fuer-irasme.htmlAuch in diesem Jahr führt das internationale Fördernetzwerk IraSME zwei Ausschreibungsrunden für transnationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Im Rahmen der Initiative werden nationale Förderprogramme mehrerer Länder und Regionen miteinander verknüpft, um transnationale FuE-Kooperationen für kleine und mittelständische Unternehmen zu ermöglichen. Finanziell unterstützt wird das Netzwerk durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das die AiF Projekt GmbH mit der Koordination beauftragt hat.

Partnerländer der aktuellen Ausschreibung sind Belgien (Regionen Flandern und Wallonien), Brasilien, Deutschland, Kanada (Provinz Alberta), Luxemburg, Österreich, Russland und die Türkei. In Deutschland erfolgt die Förderung von Projekten aus den Mitteln und nach den Bedingungen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des BMWi. Anträge können bis zum 31. März 2021 eingereicht werden.

Die letzte, 26. Ausschreibung endete am 30. September 2020 mit einem Eingang von 31 transnationalen Projektanträgen – einer deutlichen Steigerung gegenüber den vergangenen Jahren.

Detaillierte Informationen zur Antragstellung und den Förderbedingungen finden Interessenten auf der IraSME-Webseite und auf der ZIM-Webseite. Fragen beantwortet das Koordinierungsbüro „Internationale FuE-Kooperationen“ bei der AiF-Projekt GmbH unter
030 48163-589 oder per E-Mail unter zim-international(at)aif-projekt-gmbh.de . (di)

 

Foto: © fotolia.de

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ZIMHomeNews
news-9686Wed, 09 Dec 2020 09:46:00 +0100Wahl zum Präsidium der AiFhttps://www.aif.de/en/news/details/wahl-zum-praesidium-der-aif.htmlIn der 67. Ordentlichen Mitgliederversammlung des AiF e.V. waren drei Sitze im Präsidium für eine Amtszeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023 neu zu besetzen. Die Wahl erfolgte im Umlaufverfahren im Anschluss an die am 29. Oktober 2020 online durchgeführte Versammlung.

Als Vertreter der Wirtschaft wurden gewählt Dr.-Ing.  Klaus Nassenstein, Geschäftsführer und Teilhaber der GTV Verschleißschutz GmbH und der GTV Automotive GmbH, Luckenbach, sowie der GTV Thermal Spray Beijing, China, und Monika Witt, Geschäftsführende Gesellschafterin der TH. WITT Kältemaschinenfabrik GmbH, Aachen.

Als Vertreterin der Ordentlichen Mitglieder des AiF e.V. (ohne eigenes Forschungsinstitut) wurde Professorin Claudia Langowsky, Geschäftsführerin der AiF-Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT), Berlin, wiedergewählt. (di)

 

Foto: © picoStudio / AdobeStock

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news-9681Tue, 08 Dec 2020 13:43:00 +0100Maßgeschneiderte Implantate aus der Webmaschine https://www.aif.de/en/news/details/vom-3d-modell-zum-maschinenlesbaren-code-massgeschneiderte-implantate-aus-der-webmaschine.htmlErkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. So können beispielsweise Aneurysmen, also ballonartige Aussackungen von Blutgefäßen, reißen und Schlaganfälle verursachen. Man behandelt Aneurysmen mit künstlichen Blutgefäßen aus Kunststoff in Assoziation mit stabilisierenden Drahtringen. Diese so genannten Stentgrafts werden fast vollständig in Handarbeit gefertigt; ihre Herstellung ist zeitlich aufwändig und teuer. Auch biologische Herzklappen vom Schwein oder Rind werden von Hand mit rund 1.200 Stichen auf eine Trägerstruktur aufgenäht. Dabei muss ein einzelner Stich häufig minutenlang unter der Lupe oder sogar unter dem Mikroskop vorgeplant werden.

Ein Team der Technischen Universität (TU) Dresden hat jetzt im Rahmen eines Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) eine effektive Alternative zu den bisherigen Standardmethoden entwickelt: Die beiden Diplomingenieure Dr. Ronny Brünler und Philipp Schegner lassen passgenaue Implantate für Patienten von Webmaschinen herstellen. Die von ihnen umgesetzte Prozesskette ist volldigital, automatisiert und schnell und verursacht nur einen Bruchteil der bisherigen Herstellungskosten. Mit ihrem Projekt waren Brünler und Schegner unter den drei Finalisten für den Otto von Guericke-Preis der AiF. Der Preis wird einmal im Jahr für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der IGF vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer 101 Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Vom 3D-Modell zum maschinenlesbaren Code

Die Ergebnisse des nominierten IGF-Projekts, das vom AiF-Mitglied Forschungskuratorium Textil e.V. (FKT) koordiniert wurde, ermöglichen eine sehr kosteneffiziente Produktentwicklung und eine flexible, individuelle Fertigung. „Wir generieren aus Computertomographie-Daten ein 3D-Modell, das in mehreren Schritten so weiterentwickelt wird, dass wir es letztendlich als maschinenlesbaren Code in eine konventionelle Webmaschine übertragen können“, erklärt Brünler das neue Verfahren. „So können wir maßgeschneiderte, komplexe Geometrien rasch umsetzen“, ergänzt sein Kollege Schegner.

„Die Ergebnisse des Dresdner Teams sind in vielerlei Hinsicht ein großer Fortschritt“, betont Key Account Manager Daniel Gehendges von der Mageba International GmbH. Das Unternehmen war als Industriepartner am Projektbegleitenden Ausschuss des nominierten Projekts beteiligt. „Sie ermöglichen eine bessere Patientenversorgung unter Berücksichtigung wichtiger Aspekte wie Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz und bergen gleichzeitig ein enormes Potenzial für weitere Anwendungsfelder im Webmaschinensektor unseres Unternehmens“, so Gehendges.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Johannes Diebel, Leiter Forschung bei der Forschungsvereinigung FKT, hebt die Vielfalt der Anwendungsfelder hervor. „Der wichtigste Bereich ist ohne Zweifel die Medizin, wo wir durch bessere und kostengünstigere Implantate mit erheblichen Einsparungen im Gesundheitssystem rechnen können. Die Projektergebnisse können auch branchenübergreifend für die Entwicklung von Leichtbaustrukturen für eine bessere Ressourceneffizienz genutzt werden“, ist Diebel überzeugt.

Einen vierminütigen Film zum ausgezeichneten Projekt finden Sie im Medienraum der AiF; eine kurze Vorstellung aller nominierten IGF-Projekte gibt es ebenfalls auf der AiF-Website.

Ansprechpartner zum Projekt

Dr. Ronny Brünler, Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) an der TU Dresden,
E-Mail: ronny.bruenler(at)tu-dresden(.)de,Telefon: +49 351 463-44041

Johannes Diebel, Forschungskuratorium Textil e.V. (FKT),
E-Mail: jdiebel@textil-mode.de, Telefon: +49 30 726220-40

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Evelyn Bargs-Stahl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 221 37680 114

Hier geht es zum PDF der Presseinformation.

Das beigefügte Foto (© ITM/TUD) finden Sie in druckfähiger Auflösung zum Download auf unserer Website.

 

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FAMProjekt-KollektionAuszeichnungenHomePresseinformationen
news-9683Thu, 03 Dec 2020 09:32:48 +0100Ausgabenrekord für Forschung und Entwicklung in Deutschlandhttps://www.aif.de/en/news/details/ausgabenrekord-fuer-forschung-und-entwicklung-in-deutschland.htmlIm Jahr 2019 haben die Unternehmen in Deutschland so viel für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben wie noch nie. Dies zeigen erste Trendzahlen aus der FuE-Befragung, die der Stifterverband jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchführt. Danach sind auch für das laufende Jahr keine großen Veränderungen zu erkennen.

Insgesamt haben die Unternehmen in Deutschland für eigene, unternehmensinterne FuE  75,6 Milliarden Euro ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 4,8 Prozent. Auch die Ausgaben für Forschungsaufträge haben sich erhöht. Häufig angewiesen auf Wissen und Dienstleistungen anderer, vergeben Unternehmen FuE-Aufträge an weitere Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Im Jahr 2019 belief sich die Summe dieser externen FuE-Ausgaben auf 21,6 Milliarden Euro – eine Steigerung um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

3,17 Prozent des BIP fließen in FuE

Auch die Hochschulen und der Staat steigerten ihre FuE-Ausgaben nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes deutlich. Das bedeutet, im Jahr 2019 investierte Deutschland insgesamt 3,17 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Forschung und Entwicklung.

Der positive Trend schlägt sich auch im FuE-Personal nieder. Noch nie haben so viele Forscherinnen und Forscher in den Unternehmen gearbeitet wie im letzten Jahr. Berücksichtigt man alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten sowie jene Personen, die nur einen Teil ihrer Arbeitszeit für FuE aufwenden, kommt man im Jahr 2019 rechnerisch auf 470.400 Vollzeitstellen. Das ist ein Wachstum von 4,3 Prozent und damit von fast 20.000 Stellen im Vergleich zum Vorjahr. 

Mit Abstand am meisten wird im KfZ-Bau geforscht und entwickelt. Etwas mehr als jeder dritte für FuE aufgewendete Euro entfällt auf diesen Bereich. Überdurchschnittlich stark haben aber Unternehmen, die der Spitzentechnik zuzurechnen sind, in FuE investiert. Dazu zählen etwa die pharmazeutische Industrie, die Herstellung von elektronischen Bauelementen und Datenverarbeitungsgeräten oder auch die Navigations- und Messtechnik. In Branchen der Spitzentechnik fließen mehr als 9 Prozent des Umsatzes in FuE. Sie zählen damit zu den technologisch anspruchsvollsten und wirtschaftlich ertragreichsten Branchen überhaupt. In Deutschland stammen 22 Prozent der internen FuE-Aufwendungen aus Unternehmen der Spitzentechnik – ein im internationalen Vergleich geringer Wert.

Unternehmen versuchen, an geplanten FuE-Aufwendungen festzuhalten

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek kommentierte den insgesamt positiven Trend: „Staat, Wirtschaft und Hochschulen haben ihre Ausgaben in Forschung und Entwicklung noch einmal deutlich gesteigert. Das Innovationsland Deutschland stärkt damit seine Spitzenposition im weltweiten Wettbewerb und hält weiter Kurs auf das Ziel, bis zum Jahr 2025 einen Anteil von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung auszugeben.“

Die FuE-Datenerhebung, die in mehr als 27.000 Unternehmen von März bis August durchgeführt wurde, ergibt für das laufende Jahr 2020 keine signifikante Reduzierung oder Erhöhung der FuE-Aufwendungen. Die Auswirkungen der Corona-Krise waren somit bis zur Jahresmitte noch nicht in den FuE-Budgetplanungen der Unternehmen zu erkennen. Dies zeigt, dass Unternehmen trotz Krise zunächst versuchen, an den für das Jahr 2020 geplanten FuE-Aufwendungen festzuhalten, bereits begonnene FuE-Projekte nicht abzubrechen und damit auch ihre Fachkräfte für die Entwicklung von Innovationen zu halten. Allerdings ist die Betroffenheit der Branchen sehr unterschiedlich. (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-9643Mon, 30 Nov 2020 11:33:00 +0100DIN-Innovatorenpreis geht an Tobias Leitinghttps://www.aif.de/en/news/details/din-innovatorenpreis-geht-an-tobias-leiting.htmlMit den Innovatorenpreisen und einem Nachwuchspreis ehrt das DIN in diesem Jahr besondere Projekte und Engagements aus Normung und Standardisierung. Die drei Gewinner zeigen mit ihren Einreichungen den großen Wert, den Normung und Standardisierung für Wirtschaft und Gesellschaft haben, und liefern dazu konkrete Nachweise.

Innovatorenpreise

Der Innovatorenpreis für ein Forschungsprojekt geht an Tobias Leiting vom AiF-Mitglied FIR e.V. an der RWTH Aachen. Aus seiner Tätigkeit im Forschungsprojekt MeProLi heraus hat er die DIN SPEC 91404 „Leitfaden zur Standardisierung von Instandhaltungsprozessen“ initiiert. Das Vorhaben wurde im Rahmen der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) realisiert, die im Netzewrk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Bislang fehlte den Instandhaltungsorganisationen eine praxistaugliche Methode, die sie dabei unterstützt, ihre bestehenden Instandhaltungsprozesse schnell und effizient zu verbessern. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen verfügen lediglich über begrenzte Ressourcen und Zeit, um im Alltagsgeschäft Potenziale zur Verbesserung zu identifizieren und Maßnahmen zu ihrer Ausschöpfung zu ergreifen. Hier setzt die DIN SPEC an und überführt Forschungsergebnisse direkt in die Praxis. Die Jury lobte vor allem die Praxistauglichkeit der Arbeit. Der Ansatz verspreche nicht nur Anlagenbetreibern und Instandhaltungsorganisationen größere Erfolge, weil Zeit und Kosten reduziert werden können, er könne auch den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland mit seiner hohen Dichte an Prozess- und Produktionsanlagen stärken.

Den Innovatorenpreis für die Markteinführung eines Produkts oder einer Dienstleistung erhält in diesem Jahr Oliver Arnhold von der Reiner Lemoine Institut gGmbH. Die von ihm initiierte DIN SPEC 91433 „Leitfaden zur Suchraum- und Standortidentifizierung sowie Empfehlungen für Melde- und Genehmigungsverfahren in der Ladeinfrastrukturplanung“ soll den Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge beschleunigen.

Nachwuchspreis

Den DIN-Nachwuchspreis erhält Janine Korduan von der Technischen Universität Berlin für ihre Masterarbeit, in der sie die nationalen und unionsrechtlichen Bedingungen für das Inverkehrbringen von Recycling-Düngern analysiert und dargestellt hat, welche Rolle Standards hierbei spielen können. (di)

Videos der Preisträger

In drei Videclips werden alle Gewinner der DIN-Preise 2020 vorgestellt. Diese sind unter folgenden Links abrufbar:

DIN-Innovatorenpreis (Forschungsprojekt): https://youtu.be/7zUxCy5Q5X4

DIN-Innovatorenpreis (Markteinführung): https://youtu.be/DM_CnGnVu_Q

DIN-Nachwuchspreis: https://youtu.be/TJqAufMN6tg

 

Foto: © privat

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news-9642Fri, 27 Nov 2020 10:37:00 +0100IGF-Nachwuchswissenschaftler mit Innovation Award der Schaeffler FAG Stiftung ausgezeichnethttps://www.aif.de/en/news/details/igf-nachwuchswissenschaftler-mit-innovation-award-der-schaeffler-fag-stiftung-ausgezeichnet.htmlAcht Nachwuchswissenschaftler erhielten Ende Oktober 2020 für ihre zukunftsweisenden Arbeiten den Innovation Award 2019 der Schaeffler FAG Stiftung. Der Industriepreis zählt zu den bestdotierten Preisen in Deutschland und wird von der Schaeffler FAG Stiftung für Produkt- und Prozessinnovationen nach Begutachtung durch eine hochkarätige Jury verliehen. Der Preis wurde in den Kategorien „Promotion“ sowie „Bachelor- und Masterarbeiten“ verliehen. „Die Stiftung ist Motor für Wissen, Wissenstransfer und die Entwicklung von Potenzialen. Sie ist ein Ausdruck von unternehmerischer und gesellschaftlicher Verantwortung. Gefördert werden Wissenschaft, Forschung und Lehre an Hochschulen und Universitäten auf dem Gebiet der Lagerungstechnik“, erläutert Andreas Hamann, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, den Zweck der Stiftung. Seit ihrer Gründung im Jahr 1983 hat die Schaeffler FAG Stiftung mehr als eine Million Euro an Fördergeldern eingesetzt. Diesmal war der Innovation Award mit insgesamt 22.000 Euro dotiert.

Die Preisträger

Der 1. Preis für eine Promotion in Höhe von 6.000 Euro ging an Dr.-Ing. Marian Skalecki, der in seiner Arbeit ein Simulationsmodell zur Vorausberechnung des Carbonitrierens – einer besonderen Art des Einsatzhärtens von Werkstoffen – erarbeitete. Seine Dissertation baut auf zwei Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) auf, die im Netzwerk der AiF organisiert und vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Beide Projekte wurden vom AiF-Mitglied Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e.V. (AWT) betreut. Der systemische Nutzen aus beiden Vorhaben kommt insbesondere mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Ofenbau sowie Mess- und Regeltechnik zugute. Der Doktorand hat inzwischen eine aussichtsreiche Stelle in einem norddeutschen Ofenbauunternehmen angetreten und ist damit ein Paradebeispiel für einen erfolgreichen „Transfer über Köpfe“.

Weitere Preise für ihre Promotionsarbeiten erhielten Dr.-Ing. Sascha Pörsch, Dr.-Ing. Marcel Tiffe und Dr.-Ing. Katrin Heider.

In der Kategorie „Bachelor- und Masterarbeiten“ wurden M.Sc. Yong Wang, B.Sc. Benno Sommer, M.Sc. Guilherme Carvalho Gaspar de Barros Bello und M.Sc. Axel Brenzinger ausgezeichnet. (di)

 

Foto: © Schaeffler

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news-9668Tue, 24 Nov 2020 13:02:53 +01004. Innovationskongress 2020https://www.aif.de/en/news/details/4-innovationskongress-2020.htmlAm 3. Dezember 2020 findet von 10:00 bis 11:00 Uhr der 4. Innovationskongress statt, eine gemeinsame Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der Fraunhofer-Gesellschaft, des Verbandes der Chemischen Industrie sowie der AiF, pandemiebedingt erstmals digital und in verkürzter Form.

Die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen ist unerlässlich, um den Klimawandel aufzuhalten. Innovationen sind der Schlüssel dazu: Nur mit dem Einsatz neuer Technologien wird die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion gelingen. Dazu gehören der Einsatz von grünem Wasserstoff und die wirtschaftliche Weiterverwendung von CO2. Auch die Kreislaufwirtschaft wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Viele Wirtschaftszweige stehen jetzt vor der großen Herausforderung, ihre Beiträge zur Erreichung der vereinbarten Klimaschutzziele zu leisten. Hier setzt der 4. Innovationskongress mit folgenden Fragen an: Wie kann die Wirtschaft klimaneutral werden? Welche Innovationen tragen zu klimafreundlichen Prozessen bei? Was sind die Schlüsseltechnologien und welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit das 21. Jahrhundert in Deutschland ökonomisch und ökologisch erfolgreich wird? Dr. Thomas Kathöfer, Hauptgeschäftsführer de AiF, wird die Veranstaltung eröffnen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.freiheit.org/teilnahmebedingungen. Hier geht´s zu Programm und Anmeldung. Der Link zur Veranstaltung wird im Zuge der Anmeldebestätigung verschickt. (di)

 

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news-9641Fri, 20 Nov 2020 08:37:00 +0100Transnationale FuE-Kooperationenhttps://www.aif.de/en/news/details/transnationale-fue-kooperationen-1.htmlDas Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat mit verschiedenen Ländern Vereinbarungen zur gegenseitigen Öffnung der Förderprogramme getroffen, um die Kooperation deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mit ausländischen Partnern bei gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu erleichtern. Im Rahmen von Ausschreibungen können die Projektpartner nach den Bestimmungen der jeweiligen nationalen Programme gefördert werden. Die Verfahren der Begutachtung und Bewilligung der FuE-Projekte sind unter den beteiligten Ländern abgestimmt. Für die deutschen Antragsteller gelten die Bedingungen der Richtlinie des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Eine Übersicht der aktuell geöffneten sowie der geplanten Ausschreibungen finden Interessenten unter www.zim.de/internationale-ausschreibungen. Davon unabhängig können deutsche Unternehmen jederzeit eigeninitiativ mit Partnern in anderen Ländern kooperieren. Im Rahmen des ZIM werden dabei nur deutsche Projektpartner gemäß den Bestimmungen der ZIM-Richtlinie gefördert. (di)

Fragen beantwortet das Team International der AiF Projekt GmbH.

 

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