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Heizhauben für defekte Windkrafträder – Finalist für den Otto von Guericke-Preis 2020

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien spielt die Windkraft eine tragende Rolle. Schon jetzt liefert sie mit über 30.000 Windkraftanlagen über 20 Prozent des Stroms in Deutschland. Dabei ist ihr Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft. Vor diesem Hintergrund sind Wartung und Instandhaltung der Anlagen wichtige Themen für die Betreiber von Windparks. Die Verfahren unterliegen spezifischen Außenbedingungen, was die Sache nicht einfach macht: Arbeiten am Rotorblatt waren bislang erst bei Temperaturen ab 16°C möglich und die Methoden beruhten auf den Erfahrungswerten der beteiligten Firmen und Gutachter. Standardisiert oder gar zertifiziert war keine davon. Das nominierte Forscherteam aus Halle unter Leitung von Dr.-Ing. Jana Fiedler vom dortigen Kunststoffzentrum SKZ ist die Sache wissenschaftlich angegangen und hat ein zertifiziertes Verfahren entwickelt, das Reparaturen bei deutlich niedrigeren Temperaturen als bisher und damit fast das ganze Jahr über möglich macht. Dank der von ihnen entwickelten Heiz-Vakuumhaube stehen die Windkraftanlagen weniger häufig still und die Reparaturzeiten werden kürzer. Letztendlich verlängert sie sogar die Lebensdauer der Anlagen, ermöglicht also eine höhere Ausbeute bei der grünen Energiegewinnung.

Kontakt: Dr.-Ing. Jana Fiedler, SKZ – Das Kunststoff-Zentrum, E-Mail: j.fiedler@skz.de, Telefon: +49 (0)345 53045 - 84  

Durchführende AiF-Forschungsvereinigung: Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V.   FSKZ (zum Mitglieder-Steckbrief)

Projektsteckbrief IGF-Vorhaben 17653 N

 

Bild: © Mimadeo / istockphoto.com

 

 

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