64. Mitgliederversammlung der AiF

AiF-Präsidentin Karmann-Proppert berichtete zu den Schwerpunkten der Arbeit im vergangenen Jahr.

AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer informierte über die Positionierung der AiF in der Förderlandschaft.

BMWi-Abteilungsleiter Schnorr stellte Entwicklungspotenziale der IGF aus Sicht des BMWi dar.

Die 64. Ordentliche Mitgliederversammlung der AiF

Wahl zum zukünftigen Präsidium der AiF

Edelgard Bulmahn (l.) und Heinz Riesenhuber erhielten die Otto von Guericke-Medaille von der AiF-Präsidentin.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.): AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer, Unternehmer Sebastian Bauer, Edelgard Bulmahn, Heinz Riesenhuber und AiF-Präsidentin Karmann-Proppert

02.10.2017 |

Am  28. September 2017 fand in Berlin die 64. Ordentliche Mitgliederversammlung der AiF statt. Yvonne Karmann-Proppert, Präsidentin der AiF und Geschäftsführende Gesellschafterin der Pharma-Labor Yvonne Proppert GmbH, berichtete über die Schwerpunkte der Arbeit im vergangenen Jahr und zog ein Resümée ihrer sechsjährigen Amtszeit, die Ende dieses Jahres auslaufen wird. „In den vergangenen Jahren ist es uns mit tatkräftiger Unterstützung aus unserem Netzwerk gelungen, die AiF als Akteur im Innovationsgeschehen sehr viel sichtbarer zu machen. Die Mitwirkung in forschungspolitischen Gremien wie dem Hightech-Forum der Bundesregierung, die Beteiligung an politischen Konsultationsprozessen und die Intensivierung der politischen und medialen Kontaktarbeit haben dazu beigetragen, die Notwendigkeit einer finanziellen Stärkung der von der AiF betreuten Förderprogramme aufgrund ihrer außergewöhnlichen Breiten- und Hebelwirkung deutlich zu machen. Diesen Weg gehen wir durch die Etablierung eines Hauptstadtbüros und die Gründung eines Beirats mit Unternehmern aus dem AiF-Netzwerk in diesem Jahr konsequent weiter, um den Anliegen der AiF zur Stärkung des forschungsaktiven Mittelstands Gehör zu verleihen.“, erläuterte Karmann-Proppert.

AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer informierte im Rahmen der Versammlung über die Positionierung der AiF in der Förderlandschaft und aktuelle Entwicklungen in ihrem Umfeld. Er rief dazu auf, mit vereinten Kräften für eine dauerhafte Erhöhung der jährlichen Budgets für die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) einzutreten. Die Nachfrage in beiden Programmen ist ungebrochen hoch, da sie Innovationsaktivitäten des Mittelstands passgenau und bedarfsgerecht unterstützen.

Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung „Digital und Innovationspolitik“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), in dem die von der AiF betreuten Programme angesiedelt sind, stellte im öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung Entwicklungspotenziale der IGF aus Sicht des BMWi dar. Er dankte der AiF für die gute Zusammenarbeit und bezeichnete sie als wichtigen Player bei der Stärkung der Innovationsfähigkeit des Mittelstands.

Satzungsnovellierung verabschiedet

Im Rahmen der Versammlung wurde auch über eine Satzungsnovellierung entschieden, die zum 1. Januar 2018 in Kraft tritt. Wesentliche Neuerung ist eine Veränderung der Gremienstruktur der AiF: An die Stelle der beiden Organe Gesamtvorstand und Aufsichtsrat tritt ein 15-köpfiges Präsidium, das aus seiner Mitte den Präsidenten und vier Vizepräsidenten wählt.

Wahl zum Präsidium

Mit Blick auf die Veränderung der Gremienstruktur waren in der Mitgliederversammlung drei offene Positionen für das neue Präsidium der AiF für eine Amtszeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2020 zu besetzen. Als Vertreter der Wirtschaft wurden gewählt Edwin Büchter, Geschäftsführender Gesellschafter der Clean-Lasersysteme GmbH, Herzogenrath, und Dietmar Marx, Alleiniger Gesellschafter der Büttel und Marx GmbH, Dettingen.

Als Vertreterin der Ordentlichen Mitglieder des AiF e.V. (ohne eigenes Forschungsinstitut) wurde Professor Claudia Langowsky, Geschäftsführerin der Forschungsvereinigung Automobiltechnik, Berlin, gewählt.

Otto von Guericke-Medaille für Bulmahn und Riesenhuber

Im Rahmen einer anschließenden Veranstaltung mit Gästen verlieh AiF-Präsidentin Karmann-Proppert die Otto von Guericke-Medaille an die ehemaligen Bundesforschungsminister Dr. h.c. Edelgard Bulmahn und Professor Heinz Riesenhuber. Mit dieser höchsten Auszeichnung würdigt die AiF besondere Verdienste um die Weiterentwicklung der Industriellen Gemeinschaftsforschung. Karman-Proppert betonte das Engagement, die Leidenschaft und die Unterstützungsbereitschaft der beiden Geehrten für die Anliegen der AiF: „Ihren Enthusiasmus für den innovativen Mittelstand wollen wir deshalb heute mit der Verleihung der Otto von Guericke-Medaille würdigen.“, so die AiF-Präsidentin.

Edelgard Bulmahn begleitet die AiF aktiv seit 1995, zunächst als Mitglied in ihrem Kuratorium und seit 2014 als Ehrensenatorin in ihrem neu gegründeten Senat. Heinz Riesenhuber unterstützt die AiF bereits seit 1982, dem Beginn seiner ersten Amtszeit als Bundesforschungsminister. Er begleitete die Anstrengungen der AiF zur Integration der neuen Länder in ihre Aktivitäten nach dem Fall der Mauer und ist ebenfalls seit 2014 Ehrensenator der AiF.

Die Geehrten bekräftigten nochmals ihre Verbundenheit zur AiF und ihren Anliegen und sagten, dass sie die AiF auch weiterhin als Ehrensenatoren tatkräftig begleiten und unterstützen werden.

Podiumsdiskussion mit Wahlnachlese

Unter der Überschrift „Nach der Wahl – Was erwartet den innovativen Mittelstand?“ diskutierten die AiF-Präsidentin und AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer mit den Geehrten sowie dem Unternehmer Professor Sebastian Bauer, Geschäftsführer der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, und Mitglied des Aufsichtsrats der AiF, über die noch frischen Ergebnisse der Bundestagswahl und ihre Bedeutung für den forschungsaktiven Mittelstand.

Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Maßnahmen der Politik den Mittelstand zu vermehrten Innovationsaktivitäten anregen können, wie eine steuerliche Forschungsförderung ausgestaltet werden müsste, damit auch kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene FuE-Abteilung davon profitieren, und wie die Projektförderung insbesondere im Rahmen der von der AiF betreuten Programme IGF und ZIM weiter gestärkt werden kann. „Vor dem Hintergrund rückläufiger FuE-Aktivitäten im Mittelstand gilt es, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft in der nächsten Legislaturperiode bestmöglich zu unterstützen, damit es seinen bedeutenden Beitrag zu Arbeitsplätzen, Steueraufkommen, Wohlstand und gesellschaftlicher Entwicklung auch in Zukunft leisten kann.“, sagte Karmann-Proppert.

Impressionen der Veranstaltungen finden Sie in einer Bildergalerie.

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