BMWi-Programm INNO-KOM stärkt strukturschwache Regionen

14.09.2017 |

Das seit 2009 bestehende technologieoffene Förderprogramm INNO-KOM steht seit 1. Januar 2017 gemeinnützigen Forschungseinrichtungen aller strukturschwachen Regionen, also auch in Westdeutschland, zur Verfügung. Damit ist es ist eines der ersten Programme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), das von einer reinen Ost-Förderung auf ganz Deutschland ausgeweitet wurde.

Gerade in strukturschwachen Regionen fehlen oft forschungsstarke Großunternehmen, daher findet Forschung dort vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) statt. INNO-KOM fördert mittelstandsorientierte Forschung und hilft so, die fehlende Industrieforschung zu kompensieren. Dafür stehen in diesem Jahr 71 Millionen Euro zur Verfügung.

Erste Zuwendungen für Forschungseinrichtungen in NRW und Bremen

Im Programm-Modul IZ – Investitionszuschuss werden nun 37 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 11,6 Millionen Euro gefördert, erstmals auch in sieben Forschungseinrichtungen in den neuen Fördergebieten Westdeutschlands, nämlich in Bremen und Nordrhein-Westfalen (2,1 Millionen Euro). So wird beispielsweise ein System für den 3D-Druck komplexer Werkzeuge mit neuen Funktionalitäten gefördert, das nun beim AiF-Mitglied Forschungsgemeinschaft für Werkzeuge und Werkstoffe in Remscheid entwickelt werden soll. Oder auch ein Roboter, mit dem das AiF-Mitglied Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) in Berlin Strategien für das Zusammenwirken von Mensch und Roboter bei Fertigungstechnik und Qualitätssicherung entwickeln kann.

Zuwendungsempfänger sind laut Richtlinie rechtlich selbständige gemeinnützige externe Industrieforschungseinrichtungen, die weder einer Hochschule noch einer (grundfinanzierten) Wissenschaftsgemeinschaft angehören oder eine sonstige institutionelle Förderung von mehr als 20 Prozent (Grundfinanzierung) erhalten und ihren Sitz i.d.R. in einer strukturschwachen Region Deutschlands haben. Die Grundlage für das INNO-KOM-Fördergebiet sind die Fördergebiete der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) 2014 – 2020. Weitere Informationen finden Interessenten im Programmflyer.  

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