Bundestagsabgeordnete Poschmann besucht Dortmunder Unternehmen

MdB Poschmann, GIF-Geschäftsführer Bieker (r.) und AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer

30.10.2015 |

Sabine Poschmann, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), stellvertretende wirtschaftspolitische Sprecherin und Mittelstandsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, besuchte am 29. Oktober 2015 in Dortmund zwei innovative mittelständische Unternehmen in ihrem Wahlkreis. MdB Poschmann wollte sich vor Ort darüber informieren, wie erfolgreich die Zusammenarbeit in Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Innovationsnetzwerk der AiF und in Projekten des marktnäheren Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verläuft.

Dr. Thomas Kathöfer, Hauptgeschäftsführer der AiF, Dr. Burkhard Schmidt, Geschäftsführer IGF der AiF, und Raphaela Smarzcz, Leiterin Forschungspolitik der AiF, begleiteten MdB Poschmann zur GIF GmbH & Co. KG Gesellschaft für innovative Fertigungstechnik und der iX-factory GmbH. Die Geschäftsführer von drei Forschungsvereinigungen aus dem Netzwerk der AiF, Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und Vertreter des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) in Duisburg vervollständigten die Besuchergruppe.

Einzigartige Transfermechanismen

„Als Forschungsnetzwerk Mittelstand und Dachverband von 100 branchenorientierten Forschungsvereinigungen ist es uns wichtig, Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenzubringen.“, erläuterte Schmidt den Hintergrund der Unternehmensbesuche. Solche Treffen erlauben nicht nur Einblicke in die tägliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) im Mittelstand. Sie zeigen auch am praktischen Beispiel, wie die themenoffene Mittelstandförderung des BMWi funktioniert.

„In der besonders breitenwirksamen IGF bestimmen mittelständische Unternehmen mit, welche Themen ausgewählt werden. Im Rahmen sogenannter Projektbegleitender Ausschüsse begleiten und steuern sie außerdem die Durchführung der Forschungsprojekte.“, erklärte AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer. „Aufgrund der einzigartigen Transfermechanismen haben Unternehmen zeitnahen und freien Zugang zu aktuellsten Forschungsergebnissen und können direkt davon profitieren. Außerdem entstehen aus dieser Kooperation von Industrieexperten mit Wissenschaftlern der Forschungsinstitute nachhaltige Innovationsnetzwerke, so dass Hürden und Barrieren zwischen den `Welten´ abgebaut werden.“, fügte er an. Daher sei es wichtig, die aktuelle Fördermittelknappheit angesichts boomender Antragszahlen zu überwinden.

Innovationsfähigkeit entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit

Für Poschmann ist die Stärkung der Innovationskraft des deutschen Mittelstandes ein zentrales Anliegen. „Die Innovationsfähigkeit ist entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit. Daher ist die Arbeit der AiF so wichtig, denn sie sorgt für eine enge Kooperation zwischen Mittelständlern und Forschungseinrichtungen.“, so Poschmann bei ihrem Vor-Ort-Besuch. Sie sagte zu, sich auch zukünftig für eine auskömmliche und planbare Ausgestaltung der ZIM- und IGF-Fördermittel einzusetzen.

Motto: Für jedes Problem die richtige Lösung

Der Besuch der 1990 gegründeten GIF GmbH & Co. KG in Dortmund Wickede stand als Erstes auf dem Programm. Das Unternehmen ist ein Dienstleister für den Formen- und Werkzeugbau bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau. Die GIF GmbH & Co. KG versteht sich als Problemlöser. So lautet das Motto der Firma „Das Unmögliche möglich machen – jedes Problem unserer Kunden hat eine Lösung.“ Werkzeuge für die Schmiedetechnik bilden die Kernkompetenz des Unternehmens. In Dortmund arbeiten 50 Mitarbeiter an innovativen Lösungen für namhafte Kunden der verschiedensten Branchen. Das Unternehmen engagiert sich sowohl in der IGF als auch im Förderprogramm ZIM, dessen Fördersäule FuE-Kooperationsprojekte von der AiF Projekt GmbH, einer einhundertprozentigen Tochter des Vereins, betreut wird.

„Wir tragen die Innovation nicht nur im Namen, sondern sie ist unser zentraler Antriebsmotor. Das zeigt sich auch darin, dass wir in nationalen und internationalen Forschungsprojekten arbeiten und aktives Mitglied im Industrieverband Massivumformung sind, einem Mitgliedsverband der Forschungsgesellschaft Stahlverformung. Hier sind wir in vielen Gremien, die sich mit Forschung und Entwicklung beschäftigen, aktiv. Dadurch ist unsere Fertigungstechnik immer auf dem aktuellsten Stand.“, betonte Geschäftsführer Dr. Rafael Bieker.

Mikro- und Nanotechnologie im Alltag

Nach dem Firmenbesuch in Dortmund Wickede ging es am Mittag weiter zur iX-factory GmbH im TechnologieParkDortmund. Als führender, unabhängiger Dienstleister im Bereich der Mikro- und Nanotechnologie ist das Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Produkte aus qualitativ hochwertigem Silizium und Glas, wie (Bio-)Sensoren und Lab-on-a-Chip-Anwendungen. Mithilfe vielfältiger Technologien, die interdisziplinär eingesetzt werden, fertigt das Unternehmen Chips als Prototypen oder in Serie exakt nach Kundenwunsch an.

„Die Mikro- und Nanotechnik ist faszinierend, weil sie so facettenreich ist. Sie ist überall im Alltag integriert, sei es im Auto bei der Einparkhilfe oder im Airbag. Oder denken Sie an die Sensoren, die in Handys verwendet werden.“, erklärte Dominique Bouwes, Geschäftsführerin der iX-factory. Sie setzt seit 2007 mit ihrem neunköpfigen Team zahlreiche Projekte in der Mikro- und Nanotechnologie um und realisiert technologische Innovationen für Industrie und Wissenschaft.

Zurzeit arbeiten Frau Bouwes und ihr Team an einem über die AiF geförderten Forschungsprojekt mit Wissenschaftlern der Hochschule Hamm-Lippstadt, in dem es um die Entwicklung von Mikrochips geht, die akute Leukämie entdecken können. Damit kann Patienten sehr schnell geholfen werden: Statt nach mehreren Tagen kann schon nach wenigen Stunden mit einer Therapie begonnen werden.

Eindrücke der Veranstaltung finden Sie in einer Bildergalerie.

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