EFI-Gutachten 2018: Verstärkt in Forschung und Innovation investieren

07.03.2018 |

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat am 28. Februar 2018 ihr elftes Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands an die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka übergeben. Die Expertenkommission bescheinigt der deutschen Forschungs- und Innovationspolitik eine positive Dynamik. Deutschland ist zu Beginn des Jahres 2018 wirtschaftlich gut aufgestellt. Der Bundeshaushalt verzeichnet einen deutlichen Überschuss und die deutsche Wirtschaft gilt als Stabilitätsanker der Eurozone. Für diesen Erfolg sind viele Faktoren verantwortlich. Eine wichtige Ursache liegt in den hohen Investitionen in Forschung und Innovation, die in den vergangenen Jahren von privater und staatlicher Seite getätigt wurden. Gleichzeitig betont die Kommission Herausforderungen wie den digitalen Wandel und ein verlangsamtes Produktivitätswachstum. Deshalb müsse die Hightech-Strategie (HTS) der Bundesregierung zügig weiterentwickelt werden.

Die EFI zeigt in ihrem Gutachten Handlungsfelder auf, um den Innovationsstandort Deutschland weiter voranzubringen. Sie empfiehlt der Bundesregierung, ihre Maßnahmen insbesondere in den Bereichen digitaler Wandel und digitale Schlüsselkompetenzen, Wissenschaftssystem, Grundlagenforschung und Transfer, europäische Forschungs- und Innovationspolitik, radikale Innovationen, autonome Systeme und künstliche Intelligenz weiterhin zu verstärken. Außerdem, so die Kommission, sollen stärkere Innovationsanreize für Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen gesetzt werden, unter anderem durch die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung und eine noch intensivere Förderung von Start-ups. Für die Stärkung des Wissenschaftssystems ist es zudem notwendig, ein auf mehrere Legislaturperioden angelegtes Nachfolgeprogramm für den Hochschulpakt zu initiieren. Der Pakt für Forschung und Innovation ist fortzuführen und künftig stärker auf den Erkenntnis- und Technologietransfer auszurichten. Als Ziel der Forschungs- und Innovationspolitik solle außerdem verankert werden, bis zum Jahr 2025, 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aufzuwenden.

Stellungnahme des AiF-Präsidenten Professor Sebastian Bauer zum EFI-Gutachten.

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