Elektromobilität: ein Fall für Industrielle Gemeinschaftsforschung

16.06.2011 |

Wie alle Felder der High-Tech-Strategie ist auch die Elektromobilität ein branchenübergreifendes Thema, das auch branchenübergreifende Strukturen braucht, und genau das bietet die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF). AiF-Forschungsvereinigungen aus den unterschiedlichen Technologiefeldern entwickeln gemeinsam Konzepte für die zukünftige Mobilität.

Flagschiff ist hier das Pilotprojekt „E-Antrieb.NET“, das im Rahmen der neuen IGF-Fördervariante „Leittechnologien für kleine und mittlere Unternehmen“ im Herbst 2010 unter Federführung der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) gestartet ist. Das Leitprojekt umfasst sieben Teilprojekte unter anderem zur Batterieforschung, Werkstoffentwicklung, innovativen Konzepten für Elektronik, Kühlsysteme oder Wärmemanagement. In projektbegleitenden Ausschüssen wirken 26 mittelständische Unternehmen mit. Hauptziel ist es, einen zuverlässigen und kostengünstig produzierbaren elektrischen oder hybriden Antriebsstrang zu entwickeln, mit einer möglichst geringen Abhängigkeit von knappen Ressourcen.

Insgesamt laufen im Rahmen der IGF gegenwärtig 18 Vorhaben zum Thema Elektromobilität. Zwei weitere Anträge sind gestellt. In den Jahren 2009 und 2010 hat das BMWi dafür 2,6 Millionen Euro Fördermittel eingesetzt und im Zeitraum 2011 bis 2013 sind dafür weitere 5,5 Millionen Euro vorgesehen. Beteiligt sind an den Projekten sieben Forschungsvereinigungen der AiF, wobei die FVA mit neun Projekten an der Spitze steht. Die deutsche Automobilindustrie ist über komplexe Zulieferbeziehungen eng mit der mittelständischen Industrie verknüpft. Das anwendungsorientierte Forschungsnetzwerk der AiF, in dem Unternehmen aktiv mitwirken, ist dafür prädestiniert.

Foto: Kurt F. Domnik / www.pixelio.de

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