FVA organisiert im Jubiläumsjahr über 260 Projekte

18.12.2017 |

Rund 560 Teilnehmer kamen am 29. und 30. November 2017 nach Würzburg zur jährlichen Informationsveranstaltung der AiF-Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA), um sich über den aktuellen Stand der Forschung zu informieren und das 50-jährige Jubiläum der FVA zu feiern. Seit ihrer Gründung 1967 hat die FVA einen wichtigen Beitrag zur Innovationsfähigkeit der deutschen Antriebstechnik in Industrie und Wissenschaft geleistet. Tausende junger Nachwuchswissenschaftler wurden im Rahmen von Gemeinschaftsforschungsprojekten ausgebildet und rund 1.700 Forschungsprojekte mit einem finanziellen Volumen von mehr als 230 Millionen Euro realisiert.

Gemeinschaftsforschung bringt Antriebstechnik an die Weltspitze

Die gemeinschaftliche Forschung von Industrie und Wissenschaft macht Deutschland zum führenden Innovationsstandort der Antriebstechnik und bildet die Basis für die Technologieführerschaft und den weltweiten Markterfolg. Die Ergebnisse der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung bilden eine zuverlässige Arbeitsgrundlage für die Entwickler in Unternehmen, wodurch die Entstehung von Innovation befördert wird.

2017 war ein außerordentlich erfolgreiches Jahr für die FVA: In ihrem Jubiläumsjahr hat sie insgesamt 262 laufende Projekte mit einem Volumen von 14,3 Millionen Euro betreut – so viele wie noch nie. 46 Projekte der vorwettbewerblichen IGF wurden über die AiF aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert und 23 FVA-Eigenmittel-Projekte gestartet.

Gut aufgestellt für die Zukunft

Im Rahmen der Veranstaltung informierte die FVA ihre Mitglieder auch über ihre zukünftige Ausrichtung und Strategie. Im Kern geht es darum, wichtige Themen und Trends rechtzeitig zu erkennen und die richtigen Forschungsprojekte in eine effiziente Umsetzung zu bringen. Dazu müssen Projekte schneller ausgewählt, die Bewertungsparameter neu justiert und die Mittel anders verteilt werden. Ein erster Schritt in diese Richtung sind neu konstituierte Fachbeiräte. In kleineren Gruppen sollen mehr Intensität im Diskussionsprozess und eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden. Ein neues Bewertungsschema soll die Projektauswahl nach strategischen Parametern erleichtern und objektivieren.

Netzwerktreffen der Antriebstechnik

Auf dem Jahrestreffen der FVA präsentierten Forscher ihre aktuellen Forschungsprojekte. In 49 Fachvorträgen gaben sie einen Überblick über den derzeitigen Stand der Forschung und Entwicklung in der Antriebstechnik und zeigten zukünftige Herausforderungen auf. Digitalisierung, Industrie 4.0 und der elektrifizierte Antriebsstrang waren dabei die Trendthemen.

Hans-Winter-Preis für Spitzenforschung

Ein Highlight der Veranstaltung war außerdem die 17. Vergabe des mit 3.000 Euro dotierten  Hans-Winter-Preises für Spitzenforschung im Bereich der Antriebstechnik. Der renommierte Preis für Nachwuchswissenschaftler ging in diesem Jahr an Dipl.-Ing. Mehmet-Ozan Özel vom Institut für Werkstoffanwendungen im Maschinenbau (IWM) an der RWTH Aachen. Er überzeugte die Jury mit seiner Arbeit zum besseren Verständnis von so genannten White Etching Areas (WEA) und White Etching Cracks (WEC). Dabei geht es um Risse im Mikrogefüge von Lagerstahl.

Foto: pexels

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