Gute Noten für ZIM

19.06.2017 |

Deutschlands Mittelstand erheblich belebt. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesregierung in einer aktuellen Evaluation des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), dessen stärkste Fördersäule, ZIM-Kooperationsprojekte, die AiF Projekt GmbH in Berlin im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) betreut. So habe die jüngste Analyse ergeben, dass fast die Hälfte der geförderten Unternehmen vor dem ZIM höchstens unregelmäßig in Forschung und Entwicklung (FuE) tätig waren. Sieben Jahre nach dem Start sei noch mehr als jedes zweite im ZIM geförderte Unternehmen Erstbewilligungsempfänger; Adressaten seien vor allem kleine Unternehmen: 75 Prozent der im vergangenen Jahr geförderten Firmen hatten weniger als 50 Mitarbeiter.

Schulterschluss mit Forschungseinrichtungen

Dabei suchen die Unternehmen immer häufiger den Schulterschluss mit Forschungseinrichtungen. 2016 fielen mehr als 70 Prozent aller geförderten Projekte in solche Kooperationen – fast ein Viertel mehr als noch vor fünf Jahren. Auch untereinander wächst der Wille zur Zusammenarbeit. „Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen organisieren sich in ZIM-Kooperationsnetzwerken, um gemeinsam größere Innovationsprojekte umzusetzen.“, heißt es in dem Dokument.  

Gemäß der jüngsten Analysen entstanden durch die 2014 beendeten Unternehmensprojekte bis 2016 im Durchschnitt 1,1 Arbeitsplätze, etwa die Hälfte davon im FuE-Bereich. Die Befragten seien für 2016 von mehr als 250.000 Euro Umsatz ausgegangen, der durch die Projekte ausgelöst wird. 2018 solle er sich verdoppelt haben.

Steigende Fördermittel für den Mittelstand

Wie es in dem „Bericht über die Programme zur Innovations- und Technologieförderung im Mittelstand in der laufenden Legislaturperiode, insbesondere über die Entwicklung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) für das Jahr 2016“ weiter heißt, stiegen die Fördermittel des BMWi für den innovativen Mittelstand in dieser Legislaturperiode von 870 Millionen Euro auf 980 Millionen Euro. Um grenzüberschreitende Forschungskooperationen zu fördern, schloss die Bundesregierung 2016 und 2017 entsprechende Vereinbarungen mit Singapur, Kanada und Japan ab.

Künftig sollen auch nicht-technische Innovationen verstärkt in den Blick genommen werden, etwa die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie „digitale Innovatoren“. In einer Agenda zur Förderung des innovativen Mittelstands schlägt das zuständige Ministerium unter anderem die Entwicklung eines Aktionsprogramms für nicht-technische Innovationen vor.

Hier geht´s zum gesamten Bericht.

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