Hightech-Strategie 2025: AiF begrüßt Stärkung des Transfers

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek

13.09.2018 |

Das Bundeskabinett hat am 5. September 2018 die Hightech-Strategie 2025 (HTS 2025) beschlossen. Als Leitfaden für die Zukunft bündelt sie Forschung und Innovationen mit dem Ziel, Wohlstand, eine nachhaltige Entwicklung und Lebensqualität in Deutschland zu mehren. Dazu investiert die Bundesregierung allein 2018 über 15 Milliarden Euro.

„Mit der neuen Hightech-Strategie 2025 wollen wir den Menschen Orientierung geben, neue Perspektiven aufzeigen und Mut und Lust auf Zukunft machen. Ich bin überzeugt, dass wir mit kluger Forschungsförderung und wirkungsvollen Innovationen die Herausforderungen bewältigen und unser Leben verbessern können.", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek anlässlich der Präsentation der neuen HTS.

Die Bundesregierung zeigt mit der neuen HTS 2025 auf, wie die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden können. Sie will spürbare Fortschritte in der Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger erreichen: im Kampf gegen den Krebs, bei gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land und weniger Plastikmüll in der Umwelt. Das sind nur drei von zwölf Missionen der neuen Strategie.

Förderung von Zukunftstechnologien

Die Förderung von Zukunftstechnologien – von der Mikroelektronik über die Materialforschung und Biotechnologie bis zur Künstlichen Intelligenz – verknüpft die HTS 2025 eng mit Fragen der Aus- und Weiterbildung. „Neue Technologien sind wissensintensiv.“, sagte Karliczek. „Der Schlüssel zum Erfolg sind Spitzenfachkräfte und eine aufgeschlossene, innovationsfreudige Gesellschaft.“

Stärkung des Transfers

Mit der HTS 2025 will die Bundesregierung den Aufbruch in eine offene Innovations- und Wagniskultur unterstützen, die Raum für kreative Ideen bietet und neue Akteure aktiv in das Innovationsgeschehen in unserem Land einbezieht. Damit noch mehr Forschungsergebnisse in die Anwendung kommen, stärkt die Bundesregierung den Transfer, befördert Unternehmergeist und Innovationskraft im Mittelstand und intensiviert die Einbindung in europäische und internationale Netzwerke und Innovationspartnerschaften. Hierfür sollen neue Instrumente geschaffen werden. Zentrale Neuerungen in der Förderung umfassen die Gründung einer Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen und die steuerliche Forschungsförderung insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

IGF und ZIM für die Innovationskraft des Mittelstands

Sowohl die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) (S. 53) als auch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) (S. 53/57) finden in der HTS 2025 Erwähnung. Beide Programme bieten mittelständischen Unternehmen niederschwelligen Zugang zu Forschung und Entwicklung. AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer: „Die AiF begrüßt es sehr, dass die Bundesregierung den Transfer insbesondere zugunsten des Mittelstands weiter stärken will. Die vorwettbewerbliche IGF im Innovationsnetzwerk der AiF mit 100 Forschungsvereinigungen, rund 1.200 kooperierenden Forschungseinrichtungen und mehr als 50.000 Unternehmen ist ein perfektes Instrument dazu, denn Transfer wird in allen IGF-Vorhaben stets von Anfang an mitgedacht. Daher bauen wir darauf, dass sich diese Tatsache – trotz gegenläufiger aktueller Haushaltsplanung – auch in der Entwicklung der Fördermittel für die von der AiF betreuten Programme niederschlagen wird, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen nachhaltig zu steigern.“

Ziel: 3,5 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung

Mit der Hightech-Strategie legt die Bundesregierung das strategische Dach ihrer Forschungs- und Innovationsförderung fest. Die HTS 2025 formuliert ressortübergreifend Ziele, Schwerpunkte und Meilensteine der Forschungs- und Innovationspolitik der kommenden Jahre. Die Hightech-Strategie hat dazu beigetragen, dass Deutschland als eines der wenigen EU-Länder das 3-Prozent-Ziel der Strategie Europa 2020 vorzeitig nahezu erreichen konnte. Um den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland noch stärker voranzubringen, hat sich die Bundesregierung vorgenommen, bis 2025 gemeinsam mit der Wirtschaft und den Ländern 3,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Die Strategie und weitere Informationen finden Interessenten unter: www.hightech-strategie.de.

Foto: © Bundesregierung / Guido Bergmann

zurück