Parlamentarischer Abend der AiF: Beiträge des Mittelstands zur Energiewende

Die Präsidentin der AiF und ihr Hauptgeschäftsführer mit Dr. Auma Obama (v.l.)

28.04.2016 |

Die Energiewende ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Das Energiekonzept der Bundesregierung setzt dabei ehrgeizige Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien, mehr Energieeffizienz und weniger Treibhausgase. Um diese Ziele zu erreichen, sind technologische Innovationen in allen Bereichen des Energiesystems notwendig. Wie der Mittelstand dazu Beiträge leisten kann, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Parlamentarischen Abends der AiF. Yvonne Karmann-Proppert, Präsidentin der AiF und Geschäftsführende Gesellschafterin der Pharma-Labor Yvonne Proppert GmbH, begrüßte dazu am 27. April rund 90 Gäste im Kaisersaal-Ensemble in Berlin-Mitte, darunter  14 Mitglieder des Deutschen Bundestages (MdB).

Die Keynote des Abends unter der Überschrift „Herausforderungen meistern“ lieferte Dr. Auma Obama, Germanistin, Soziologin und Publizistin. Sie setzt sich für ein verantwortungsvolles,

nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. AiF-Präsidentin Karmann-Proppert: „Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Dr. Obama für die Keynote gewinnen konnten. Denn nachhaltiges Handeln und Wirtschaften ist für den Mittelstand im Hinblick auf die Generationenfolge schon immer ein wichtiger Erfolgsfaktor gewesen.“ Im Rahmen von Forschung und Entwicklung nimmt das Thema Nachhaltigkeit eine wachsende Bedeutung ein. Ein besonders gutes Beispiel dafür ist die Energiewende. „Hier leistet die kürzlich gegründete AiF-Forschungsallianz Energiewende – kurz FAE – tatkräftige Unterstützung, denn die AiF mit ihrem branchen- und technologiefeldübergreifenden Netzwerk von Forschungsvereinigungen und kleinen und mittleren Unternehmen ist geradezu prädestiniert, praxisrelevante Beiträge zur Realisierung der Energiewende zu leisten. Ideelle und finanzielle Unterstützung erhalten wir dafür durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).“, so Karmann-Proppert.

Herausforderungen meistern

Dr. Auma Obama ist Gründerin und Vorsitzende der Sauti Kuu Foundation („starke Stimmen“) in Kenia, mit der sie das Potenzial der zukünftigen Erwachsenen wecken und stärken möchte. Mit dem Thema „Energiewende“ ist die Schwester von US-Präsident Barack Obama eng verbunden, da sie sich 

vielfach zu den ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit geäußert hat. „Und das Thema der Keynote knüpft direkt an die Energiewende an. Denn diese erfolgreich zu bewältigen heißt in diesem Zusammenhang nicht nur, technologische Lösungen zu den einzelnen Herausforderungen zu entwickeln, sondern dabei auch Wertschöpfung und Beschäftigung zu sichern und zugleich sozial innovativ zu sein.“, ist AiF-Präsidentin Karmann-Proppert überzeugt.

Auma Obama betonte vor dem Hintergrund ihrer eigenen Vita und ihres aktuellen Engagements, dass Menschen Plattformen brauchen, um ihre Potenziale kennenzulernen und nutzen zu können und dass die Ausbildung des Nachwuchses ein zentraler Faktor für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ist.

Die AiF-Forschungsallianz Energiewende

AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer und Dr. Stefan Haep, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds Institut für Energie- und Umwelttechnik sowie Stellvertretender Vorsitzender des Forschungsbeirats der FAE, stellten im Anschluss die AiF-Forschungsallianz Energiewende in einem kurzen Tandem-Vortrag vor. Zu den Gründungsmitgliedern der FAE gehören neben der AiF die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA), der Verein für das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem), das Forschungskuratorium Maschinenbau (FKM) und das Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA). Das BMWi wird in den nächsten drei Jahren insgesamt 18 Millionen Euro aus dem Budget der Energieforschung zusätzlich für die Förderung von IGF-Vorhaben zur Energiewende zur Verfügung stellen.

 „Das Netzwerk der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) ist bei der weiteren Realisierung der Energiewende ein leistungsfähiger Partner des BMWi, da alle Vorhaben von vornherein auf den Transfer der Ergebnisse aus der Forschung in die Praxis gerichtet sind.“, erläuterte AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer den Hintergrund. „Die Themen der Forschungsvorhaben müssen sich den Schwerpunkten des 6. Energiefor­schungsprogrammms zuordnen lassen. Dabei besteht besonderes Interesse an Projektvorschlägen zur Digitalisierung der Energiewende, zur intelligenten Sektorkopplung und zu systemübergreifenden Technologieansätzen.“, erklärte Stefan Haep. Am 30. April 2016 endet die erste Frist zur Einreichung von Ideenskizzen. „Wir sind sehr gespannt auf die Beiträge! Denn die angestoßenen Projekte werden in Zukunft nicht nur zur Lösung einzelner Probleme beitragen, sondern auch eine Qualifizierungswelle in diesem Bereich anstoßen. Junge Menschen haben die Chance, sich im Rahmen der FAE-Vorhaben durch die Bearbeitung von für die Energiewende relevanten Themen zu qualifizieren und zu profilieren. Dieser doppelte Nutzen zeigt die große Bedeutung der IGF.“, so der AiF-Hauptgeschäftsführer.

In einer Bildergalerie finden Sie Impressionen der Veranstaltung.

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