Partnering-Event in Aachen – Brasilien ist neues CORNET-Partnerland

06.12.2018 |

Das internationale Forschungsförderungsnetzwerk CORNET hat Brasilien – vertreten durch die Förderorganisation EMBRAPII  – als neuen Netzwerkpartner gewonnen. EMBRAPII ist im Wesentlichen industriegetragen und vergibt in Brasilien öffentliche Fördermittel auch für vorwettbewerbliche, KMU-relevante Forschungsprojekte. Ab dem 12. Dezember 2018 können AiF-Forschungsvereinigungen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Forschungseinrichtungen aus Deutschland Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) gemeinsam mit brasilianischen Partnern als CORNET-Projekte einreichen.

Diese erfreuliche Nachricht konnte beim  CORNET-und IraSME-Partnering-Event, das am 26. November 2018 in Aachen stattfand, verkündet werden. Das Matchmaking-Event bot interessierten Teilnehmenden eine ideale Plattform, um Kontakte zu potenziellen Partnern zu knüpfen und gemeinsam starke Projektideen zu entwickeln. Mehr als 100 Teilnehmer aus der ganzen Welt kamen im Rahmen der Veranstaltung zusammen, um ihre Forschungs- und Entwicklungsideen, die in den Denkfabriken verschiedenster Forschungsbereiche entstanden sind, auszutauschen. Das Prolog-Gebäude auf dem Campus der RWTH Aachen mit seiner offenen Gestaltung war dabei der perfekte Ort, um die Ideen fließen zu lassen.

Wie in den Jahren zuvor waren ZENIT und das EEN Kooperationspartner der Veranstaltung. Die Forschungsförderungsnetzwerke CORNET und IraSME, die beide aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert werden, präsentierten ein abwechslungsreiches Programm, das die Teilnehmer über ihre verschiedenen Fördermöglichkeiten informierte und ihnen half, sich mit potenziellen Partnern zu vernetzen, um internationale FuE-Projekte zugunsten von KMU zu starten.

Die passende Fördermöglichkeit finden

Nach einer Einführung durch Dr. Benjamin Döbbeler, Oberingenieur der Abteilung Zerspanungstechnik des Labors für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (WZL) der RWTH Aachen, begann das Programm mit einer Präsentation der Forschungsförderungsnetzwerke CORNET und IraSME, gefolgt von Informationen von ZENIT, dem EEN und der NRW Bank.

Besonders interessant für potenzielle Antragssteller: Marco Günther, Chefingenieur des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen der RWTH Aachen, teilte seine Erfahrungen als Kooperationspartner eines CORNET-Projekts. Er sieht die Vorteile eines CORNET-Projekts vor allem in der gemeinsamen Wissenserweiterung, dem Zugang zu modernsten Technologien sowie neuen Problemlösungsperspektiven und dem Aufbau von internationalen Kooperationen für zukünftige Forschungsvorhaben. Eingebettet in eine Kurzvorstellung des GCCIR – German-Canadian Centre for Innovation and Research  – nutzten Vertreter aus 14 kanadischen Unternehmen die Gelegenheit, sich dem Publikum in jeweils 30 Sekunden als mögliche Projektpartner zu präsentieren.

Im Anschluss folgten die „Elevator Pitch-Sessions“, das Herzstück der Veranstaltung. Forscher und Entwickler sowie Unternehmer aus verschiedenen Fachgebieten stellten in fünfminütigen „Pitches“ entweder eine aktuelle Projektidee oder ihr Organisationsprofil vor. Wienke Reynolds, Gründerin und CTO von LignoPure, erläuterte, wie ihr Unternehmen nachhaltige und innovative Produkte auf Ligninbasis – Lignin ist einer der Hauptinhaltsstoffe von Holz – mit speziellen Eigenschaften entwickelt. Unter anderem haben die Gründer ihr hochwertiges Lignin bereits erfolgreich in Klebebändern und im 3D-Druck eingesetzt.

Face-to-Face-Meetings erleichtern Partnersuche

Parallel zu den Pitch-Sessions nahmen viele Teilnehmer die Möglichkeit wahr, sich in persönlichen Meetings auszutauschen, um  die richtigen Partner und das notwendige internationale Know-how zu finden, um zukünftige CORNET- oder IraSME-Projekte umzusetzen.

Die Matchmaking-Veranstaltung in Aachen bot sowohl für diejenigen, die bereits Erfahrung mit internationalen Kooperationsprojekten haben, als auch für Neueinsteiger einen großen Mehrwert. Alexia Fenollar Solvay, Forschungsgruppenleiterin im Bereich Mobilität und Logistik am IMA & IfU (RWTH Aachen), war noch nie Partner eines CORNET- oder IraSME-Projekts und beschrieb ihre Eindrücke folgendermaßen: „Ich finde den Rahmen der Veranstaltung sehr gelungen, da es mir darum ging, mich persönlich über die verschiedenen Netzwerke und Fördermöglichkeiten zu informieren. Das Event hat mir auch dabei geholfen, die richtigen Ansprechpartner für mein Anliegen zu finden.“

Eine Bildergalerie zur Veranstaltung finden Interessenten hier.

Der nächste CORNET-Call ist seit dem 12. Dezember 2018 geöffnet. Anträge können bis zum 27.März 2019 über das CORNET Submissions Tool eingereicht werden.

Foto: © Prolog-Gebäude RWTH Aachen / Bester

zurück