Stifterverband präsentiert wachsende FuE-Zahlen

20.12.2011 |

Die Forschungsinvestitionen der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2010 um 3,7 Prozent auf 46,93 Mrd. gewachsen. Damit blieb die Quote der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft als Anteil am Bruttoinlandsprodukt BIP praktisch auf dem Stand des Vorjahres bei 1,89 Prozent. Zusammen mit den staatlichen Aufwendungen beläuft sich die Quote auf geschätzt 2,82 Prozent. Nach den neuesten Plandaten haben die Unternehmen im Jahr 2011 rund 49,34 Mrd. Euro für FuE aufgewendet, 2012 werden es voraussichtlich sogar 49,9 Mrd. Euro sein. Dies hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Rahmen der neuesten FuE-Erhebung festgestellt. Die Zahlen wurden Anfang Dezember in Berlin vorgestellt.

Gute Position für Deutschland

In Europa lag die FuE-Quote geschätzt nur bei 1,9 Prozent. „Deutschland steht gut da, aber Europa hat das Lissabon-Ziel nicht erreicht“, sagte Stifterverbandspräsident Arend Oetker. Im Jahr 2000 hatten die Staats- und Regierungschefs der EU vereinbart, im Jahr 2010 europaweit mindestens drei Prozent des BIP für FuE aufzuwenden. Oetker bewertete die Entwicklung in Deutschland positiv. Das ambitionierte Ziel habe den Bund veranlasst, seine Forschungsausgaben deutlich zu steigern. Erstmals seit 15 Jahren war ab dem Jahr 2008 der Finanzierungsanteil des Staats im Vergleich zur Wirtschaft wieder spürbar gewachsen.

1,4 Prozent mehr FuE-Personal in Unternehmen

Die Zahl der Ingenieure, Laboranten und Naturwissenschaftler in den Forschungslaboren der Unternehmen wuchs 2010 um 1,4 Prozent auf 337.000 (in Vollzeitäquivalenten). Die Branchen entwickelten sich uneinheitlich. Besonders positiv zeigte sich der Kraftfahrzeugbau mit einem Plus von 7,2 Prozent. Ebenfalls zulegen konnten Maschinenbau und Elektrotechnik. Dagegen haben Chemie und Pharmazie ihre FuE-Anstrengungen gegenüber dem Vorjahr verringert.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft erhebt die Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dazu wurden im Jahr 2011 rund 2.300 Unternehmen befragt. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.stifterverband.de/fue-2011.          

Grafik: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

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