IGF-Leitfaden (Stand: April 2018)


10.1.1 Erste Erfolgskontrolle

Mit dem Schlussbericht über das geförderte IGF-Projekt sind folgende Unterlagen durch die Forschungsvereinigung unter Berücksichtigung des Votums des Projektbegleitenden Ausschusses der AiF vorzulegen:

  • Einschätzung der erzielten Forschungsergebnisse und des Ergebnistransfers in die Wirtschaft durch den Zuwendungsempfänger,
     
  • Dokumentation der Forschungsergebnisse.

Die zu verwendenden Vordrucke werden von der AiF bereitgestellt. 
 
Wenn mehrere Forschungseinrichtungen an der Durchführung des Forschungsvorhabens beteiligt waren, muss die Einschätzung der erzielten Forschungsergebnisse und des Ergebnistransfers in die Wirtschaft eine abgestimmte Einschätzung aller beteiligten Forschungseinrichtungen zum Ausdruck bringen. Es sind zu bewerten:

  • die Erreichung bzw. Nichterreichung des Projektzieles
     
  • der Schlussbericht, insbesondere hinsichtlich der Transfermaßnahmen.

    [Beispiele ein-/ausblenden]


    Beispiele für Transfermaßnahmen:

    • Vorträge/Berichterstattung vor Fachgremien, auf Konferenzen, Symposien, Messen, Ausstellungen

    • Weiterbildungsmaßnahmen, wie Seminare, Schulungen, Lehrgänge

    • Workshops, Praktika, Hochschulkurse

    • Einbeziehung von Multiplikatoren

    • Personaltransfer von einer am Projekt beteiligten Forschungseinrichtungen in ein Unternehmen der Projektzielgruppe

    • Vorbereitung der Einführung der Ergebnisse in nationale und internationale Normen, Regelwerke, Richtlinien u.a.
       
    • Veröffentlichungen in branchenspezifischen und branchenübergreifenden Fachzeitschriften (anwendungsspezifisch)

    • Internetpräsentation

    • Informationsschriften, Praxis-/Anwendungsreports, Richtlinien, Leitfäden, Tabellen, Empfehlungen

    • Beratungen mit interessierten Unternehmen und Verbänden

    • Übernahme der Ergebnisse in die akademische Lehre

    • Demonstrationen/Pilotanwendungen

    • Dokumentation der Ergebnisse in fachspezifischen Faktendatenbanken mit allgemeinen Zugriffsmöglichkeiten

Ergebnisse, die bis zur ersten Erfolgskontrolle bereits den Nutzungskriterien der erweiterten Erfolgskontrolle entsprechen, sind mit zu bewerten.

Die AiF führt eine formelle Prüfung der vorgenannten Unterlagen durch und leitet diese zusammen mit

  • dem Fragebogen zur Schlussbegutachtung

  • der Beschreibung zum Forschungsantrag

  • dem Ergebnis des Antrags auf Begutachtung (Phase 1)

  • einem Exemplar des Schlussberichts (einschließlich dem fortgeschriebenen Plan zum Ergebnistransfer in die Wirtschaft)

einem ihrer Gutachter zur Schlussbegutachtung zu. Hierbei soll einer der Gutachter ausgewählt werden, die bereits den Antrag beurteilt haben.

In der Fördervariante CORNET bestehen Besonderheiten.

Der Schlussgutachter richtet seine Anmerkungen zu diesem abgeschlossenen Vorhaben auf der Basis des Fragebogens zur Schlussbegutachtung an die AiF. Im Falle einer abweichenden Bewertung führt die AiF im Zusammenwirken mit der AiF-Forschungsvereinigung eine abschließende Klärung herbei. Das Ergebnis der Schlussbegutachtung ist durch die AiF in der jeweiligen Projektakte zu dokumentieren. Sofern sich aus der Schlussbegutachtung Anhaltspunkte für eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung der ausgezahlten Fördermittel ergeben, hat die IGF-Revision der AiF einen (ggf. teilweisen) Widerruf des Zuwendungsbescheides zu prüfen.

Über das Bewertungsergebnis der Schlussbegutachtung bei der ersten Erfolgskontrolle wird dem Vorstand des Wissenschaftlichen Rates der AiF sowie dem BMWi jährlich zusammenfassend durch die AiF berichtet.


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