IGF-Leitfaden (Stand: September 2017)


12.3 CORNET

zu 1.2 Definition der IGF

Um die Internationalisierung zu fördern, werden mit der Fördervariante CORNET (Collektive Research Networking) transnationale Forschungsprojekte durchgeführt (nachfolgend CORNET-Gesamtprojekte genannt), die mindestens mit einer ausländischen Forschungseinrichtung gemeinsam bearbeitet werden, von einem transnational zusammengesetzten projektbegleitenden Ausschuss (User Committee) begleitet werden und bei denen die gesamten Ergebnisse allen Unternehmen zu jeweils gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen. Die Förderung basiert dabei auf den nationalen bzw. regionalen Regeln. Die IGF-Förderung kann dabei die Finanzierung von Teilprojekten (nachfolgend CORNET-Vorhaben) umfassen, die in Deutschland entsprechend den IGF-Regelungen durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden sich auf www.cornet.online.

 

zu 1.4 Antragsberechtigte

Über die Antragsberechtigung in den beteiligten Staaten/Regionen außerhalb Deutschlands sollten sich die Projektpartner eines CORNET-Gesamtprojekts (Konsortium) frühzeitig bei den am jeweiligen Call beteiligten nationalen Förderagenturen informieren.

zu 2. Antrag auf Begutachtung (Phase 1)

Einzelheiten finden sich in den Guidelines zu den jeweiligen Calls. In der Regel werden zwei Calls pro Jahr durchgeführt (Einzelheiten auf den CORNET-Programm-Seiten)

Neben dem gemeinsamen CORNET-Antrag in englischer Sprache ist für die Beantragung des deutschen Fördermittelanteils die Eingabe der notwendigen Antragsdaten in deutscher Sprache über das Portal zur elektronischen Antragstellung ELANO erforderlich.

zu 3.2 Gesamtfinanzierungsplan

Sofern das CORNET-Gesamtvorhaben durch eine deutsche Forschungsvereinigung koordiniert wird, kann eine Pauschale für die Koordinierung eines transnationalen FuE-Projekts beantragt werden. Die Höhe der Pauschale beträgt maximal 5 % der für das IGF-Vorhaben bewilligten Zuwendung bzw. maximal 20.000 €. Sie dient dazu, die erhöhten Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Koordinierung eines transnationalen Projekts entstehen, zu kompensieren. Die zusätzlichen Ausgaben für die Koordinierung des CORNET-Gesamtprojekts müssen in einer dem Förderantrag beigefügten Anlage plausibel dargelegt werden.

zu 4. Antrag auf Förderung (Phase 2)

Bei einem als förderfähig eingestuften CORNET-Antrag erfolgt die verbindliche Erklärung zum gewünschten tatsächlichen Arbeitsbeginn formlos schriftlich. Als frühester Arbeitsbeginn ist der übernächste Monatserste möglich.

Besondere Unterlagen für einen Antrag auf Förderung (Phase 2):

  • Kopie des englischsprachigen Gesamtantrags ggf. zzgl. Ergänzungen, damit alle nötigen Informationen für die Beschreibung enthalten und die Arbeitspakete des Einzel-Forschungsvorhabens eindeutig sind.

  • Die Einzelbewertungen der Gutachter. (Hinweis: Diese Einzelbewertungen werden dem BMWi durch die AiF gesondert mit dem Antrag auf Förderung vorgelegt.)

  • Gesamtfinanzierungsplan für das Vorhaben ggf. mit zusätzlicher Angabe zur Pauschale für die Koordinierung eines transnationalen CORNET-Gesamtprojektes und einer kurzen plausiblen Darstellung der geplanten Ausgaben für diese Koordinierung.

  • Kooperationsvertrag zum CORNET-Gesamtprojekt (Consortium Agreement, kann nachgereicht werden, muss aber zum Zeitpunkt der Bewilligung vorliegen).

    [Details ein-/ausblenden]

    Die Projektpartner eines CORNET-Gesamtprojekts (Forschungseinrichtungen und Forschungsvereinigungen) schließen vor Durchführung des Projekts einen Kooperationsvertrag (Consortium Agreement). Ein Muster für dieses Consortium Agreement steht auf den CORNET-Programmseiten bereit.


Hinweis: Die Förderzusagen der nicht-deutschen Förderorganisationen des CORNET-Gesamtprojekts werden durch die AiF vorab an das BMWi weitergeleitet. Die Gesamtfinanzierung ist diesbezüglich sichergestellt.

zu 6.3 Bestandskraft

Die Bestandskraft des Zuwendungsbescheides kann vor Ablauf der Rechtsbehelfsfrist herbeigeführt werden, wenn die AiF-Forschungsvereinigung zusätzlich den von allen beteiligten Einrichtungen unterschriebenen Kooperationsvertrag (Consortium Agreement) vorlegt.

zu 7.1 Auszahlung von Fördermitteln

Zusätzliche Voraussetzung für die Auszahlung von angeforderten Fördermitteln ist, dass der von allen beteiligten Einrichtungen unterschriebene Kooperationsvertrag (Consortium Agreement) für das CORNET-Gesamtprojekt vorliegt.

zu 9.4 Unterlagen für den Nachweis

Es sind zusätzlich vorzulegen:

zu 10.1.1 Erste Erfolgskontrolle

Bei einem CORNET-Vorhaben erhält der Schlussgutachter einen für CORNET-Projekte entworfenen Fragebogen zur Schlussbegutachtung, die Antragsunterlagen und die Schlussberichte des CORNET-Vorhabens sowie des CORNET-Gesamtprojekts.


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