Vorkommen von Fusariumarten und deren Toxinen im deutschen Haferanbau sowie Entwicklung von Strategien zu deren Reduktion durch Sortenresistenz
 
Laufzeit: 01.10.2015 - 30.11.2018
Vorhaben-Nr. 18864 N
 
Forschungsvereinigung:
Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. - GFPi
Kaufmannstraße 71-73 Tel.: +49 228 98581-40
D-53115 Bonn E-Mail: gfpi@bdp-online.de
  www.gfpi.net
 
Forschungseinrichtungen
Georg-August-Universität Göttingen, Department für Nutzpflanzenwissenschaften Abteilung für Allgemeine Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz 
Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen 
 
Vorhabenbeschreibung:
In den vergangenen Jahren häufen sich auf europäischer Ebene Befunde zu Hafererntepartien mit stärkerer Kontamination mit Mykotoxinen diverser Fusariumarten. Mehrjährige Studien aus Großbritannien, Finnland, Norwegen und Schweden zeigten, dass Hafer in Nordeuropa häufig mit den im Verhältnis zu Deoxynivalenol (DON) weitaus toxischeren Typ-A Trichothecenen T-2 und HT-2 Toxin belastet ist. Für die haferverarbeitende Industrie (Schälmühlen, Ernährungsindustrie) sind Fusariumbefall und Mykotoxinfunde in den nordeuropäischen Ländern von großer Bedeutung, da neben der inländischen Erzeugung Hafer aus den nordischen Ländern importiert wird. Einer der Hauptverursacher ist die wenig erforschte Fusariumart F. langsethiae. Das geplante Forschungsprojekt soll in einem Monitoring die regionale Verbreitung von Fusariumarten an Hafer in Deutschland sowie die komplexen Wechselwirkungen zwischen Erreger, Wirtspflanzenresistenz und Umweltbedingungen, die zu kritischen Kontaminationen des Erntegutes durch Mykotoxine führen, analysieren. Die gesammelten Fusariumisolate werden auf Aggressivität geprüft und in Resistenztests eingesetzt. Ziel ist es, ein effektives Bewertungsverfahren für die Resistenzzüchtung von Hafer zu etablieren. Durch verschiedene Inokulumvarianten wird untersucht, ob eine Mischinokulation zu den gleichen Ergebnissen führt wie eine Inokulation mit den alleinigen Mischungskomponenten. Differenzierende Mykotoxinnachweise in verschiedenen Ährchen- und Kornkompartimenten zeigen die Bereiche der Rispe mit der höchsten Belastung mit Mykotoxinen nach einer Fusariuminfektion auf. Durch Interaktionsstudien zu F. langsethiae in der Haferrispe soll der Infektionsweg dieses Pathogens und mögliche Abwehrmechanismen in Hafer aufgeklärt werden. Die KMU-Haferzüchtungsunternehmen können die Ergebnissen direkt in ihren Zuchtprogrammen zur Entwicklung gesunder Sorten anwenden. Das Projekt leistet eine wichtigen Beitrag zum gesundheitlichen Verbraucherschutz.
 
 
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der AiF-Forschungsvereinigung: Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. - GFPi
 
AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V.
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