Erforschung einflussnehmender Prozessparameter auf die Geometrie, Qualität und Produktionsgeschwindigkeit von Kunststoffgelegen des neuartigen additiven Verfahrensansatzes Melt Electrospinning Writing (MEW)
 
Laufzeit: 01.04.2016 - 30.09.2018
Vorhaben-Nr. 19054 N
 
Forschungsvereinigung:
Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ
Frankfurter Straße 15-17 Tel.: +49 931 4104-235
D-97082 Würzburg E-Mail: t.hochrein@skz.de
  www.skz.de
 
Forschungseinrichtungen
SKZ-KFE gGmbH,    
Universität Würzburg, Universitätsklinikum Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde 
 
Vorhabenbeschreibung:
Das Vorhaben zielt auf die Entwicklung eines neuartigen additiven Verfahrensansatzes zur Realisierung von Kunststoffgelegen durch Melt Electrospinning Writing (MEW). Das Verfahren zeichnet gegenüber dem bekannten und heute technisch umgesetzten FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling) erhebliche Vorteile, die aus Möglichkeit der Verkleinerung des Strangquerschnittes resultieren und damit zu hochregelmäßigen Strukturen führen. Dieser neuartige Prozess, genannt Melt Electrospinning Writing (MEW), stellt eine Kombination der Verfahren Electrospinning und 3D Druck dar und eint synergetisch deren Vorteile. So lassen sich dünnste thermoplastische Kunststofffilamente (1 bis 30 µm) additiv zu hochdefinierten Konstrukten bzw. Kunststoffgelegen verarbeiten. Deren Einsatz birgt im Bereich der regenerativen Medizin und des sogenannten Tissue Engineerings (TE) ein besonders hohes Anwendungspotential. Beispielsweise ermöglicht dieses Verfahren die Verarbeitung von medizinisch-relevanten Kunststoffen zu einer neuen Generation von hochporösen und gleichzeitig mechanisch hochwertigen Implantaten. Dadurch kann das Auf- und Einwachsen von menschlichem Gewebe in das Konstrukt kontrolliert ablaufen und den Genesungsprozess, ohne zusätzlichen Einsatz biochemische Wirkstoffe, optimal unterstützen. Dies erlaubt nicht nur bislang unerreichte Produkteigenschaften, sondern umgeht zeit- bzw. risikointensive Zulassungsverfahren und senkt deutlich die aufzuwendenden Materialkosten. Da darüber hinaus kleinste Mengen Polymerwerkstoff für diese Anwendung ausreichen, können die genannten Vorteile durch eine entscheidende Abschwächung der Immunreaktion des Patientenkörpers ergänzt werden. Somit verbindet das MEW innovative und kundenspezifische Produktgestaltung bei geringen Anlagen- sowie Betriebskosten auf einzigartige Weise. Daher bietet sich das MEW insbesondere für den Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen an. Um diesen additiven Fertigungsansatz jedoch zur industriellen Reife zu entwickeln, soll im Rahmen des vorliegenden Projektes die Erforschung einflussnehmender Prozessparameter auf die Geometrie, Qualität und Produktionsgeschwindigkeit produzierter Konstrukte vorgenommen werden.
 
 
Weitere Informationen und den Schlussbericht zum Projekt erhalten Sie bei der AiF-Forschungsvereinigung: Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ
 
AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V.
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