Erforschung des Einflusses material- und prozessbedingter Eigenschaften von additiv gefertigten Kunststoffbauteilen auf Klebeprozesse zur Erhöhung der Verbindungsqualität
 
Laufzeit: 01.09.2017 - 28.02.2020
Vorhaben-Nr. 19629 N
 
Forschungsvereinigung:
Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ
Frankfurter Straße 15-17 Tel.: +49 931 4104-235
D-97082 Würzburg E-Mail: t.hochrein@skz.de
  www.skz.de
 
Forschungseinrichtung
SKZ-KFE gGmbH,    
 
Vorhabenbeschreibung:
Im Anschluss an additive Fertigungsverfahren müssen die generierten Bauteile oft mit anderen Komponenten verbunden werden. Häufig werden hierzu Klebeverfahren eingesetzt. Das Ziel dieses Vorhabens ist das Erarbeiten von Erkenntnissen und Wissen über die Oberflächenvorbehandlung und die Klebbarkeit additiv gefertigter thermoplastischer Bauteile. Hierbei werden das Strangablegeverfahren (SAV) und das Lasersinterverfahren (LSV) betrachtet. Zunächst werden Bauteile mit verschiedenen Baurichtungen mittels SAV und LSV hergestellt und anschließend thermisch und physikalisch-mechanisch analysiert. Die Probekörper werden dann unter Verwendung verschiedener Methoden der Oberflächenaktivierung klebtechnisch gefügt. Anschließend werden die Verbindungen mechanisch und optisch untersucht und abschließend bewertet. Aus den Ergebnissen werden dann Konstruktions- und Designempfehlungen erarbeitet und diese durch Praxisbauteile aus dem pbA evaluiert. Angestrebt sind Erkenntnisse zum Einfluss u. a. des anisotropen Materialverhaltens (Schichtaufbau im SAV) sowie der Bauteilporosität (LSV) auf mikroskopische Effekte wie Adhäsion und Benetzung und deren gezielte Steuerung zur Haftungsverbesserung. Die geplanten Konstruktions- und Designempfehlungen sollen insbesondere kmU ohne eigene FuE bei der Verbesserung ihrer Entwicklungsabläufe zugutekommen. So kann die Produktqualität erhöht und Kosten durch Prozessoptimierungen gesenkt werden. Neben dem direkten Nutzen für die Produktentwicklung ergeben sich weitere Vorteile durch eine erhöhte Gestaltungsfreiheit bei der Teilekonstruktion sowie generell eine Akzeptanzsteigerung additiver Fertigungsverfahren. Entsprechend können weitere Anwendungsfelder erschlossen und das Potential additiver Fertigungsverfahren besser ausgeschöpft werden.
 
 
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der AiF-Forschungsvereinigung: Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ
 
AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V.
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