Entwicklung einer Methodik zur Bewertung des Haftungsverhaltens von Hart-Weich-Verbindungen bei additiv gefertigten Kunststoffbauteilen
 
Laufzeit: 01.07.2017 - 31.12.2019
Vorhaben-Nr. 19607 N
 
Forschungsvereinigung:
Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ
Frankfurter Straße 15-17 Tel.: +49 931 4104-235
D-97082 Würzburg E-Mail: t.hochrein@skz.de
  www.skz.de
 
Forschungseinrichtung
SKZ-KFE gGmbH,    
 
Vorhabenbeschreibung:
Das Mehrkomponentenspritzgießen von Hart-Weich-Verbunden ist in der Industrie seit vielen Jahren etabliert. In den additiven Fertigungsverfahren jedoch haben sich Mehrkomponentenbauteile für technische Anwendungen noch nicht durchgesetzt. Tatsächlich eröffnet die Verarbeitung von mehreren Materialien innerhalb eines Bauteils in der additiven Fertigung komplett neue Freiheitsgrade und immense Innovationspotentiale im Design, der Teilegestaltung, der Funktionsintegration und der kosteneffizienten Produktion. Für die Herstellung von additiv gefertigten Mehrkomponentenbauteilen bieten sich insbesondere die Verfahren Fused Despositon Modelling bzw. Fused Filament Fabrication (FDM/FFF) und Arburg Kunststoff Freiformen (AKF) an, die das Bauteil durch schichtweises Ablegen von Kunststoffsträngen auf einer Bauplattform entstehen lassen. Die Strangablegeverfahren haben die Marktführerschaft bzgl. der Anzahl verkaufter Maschinen eingenommen, stellen sowohl technisch als auch wirtschaftlich die am einfachsten umsetzbare Technologie zur Herstellung additiv gefertigter Mehrkomponentenbauteile dar und es ist bereits heute eine sehr große Auswahl an Materialien verfügbar. Daher besteht ein dringender Handlungsbedarf im Bereich der Mehrkomponentenverarbeitung in der additiven Fertigung (FDM/FFF, AKF), insbesondere bei der Gestaltung des Verbundbereichs, der Fertigungsstrategie und Prozessführung sowie der Charakterisierung des Haftungsverhaltens. Die Projektergebnisse sowie die entwickelten Methoden sollen genau hier die noch nicht vorhandenen grundlegenden Erkenntnisse zur Herstellung serientauglicher Mehrkomponententeile mit reproduzierbaren Eigenschaften und Bauteilqualität liefern. Hierbei sollen vor allem KMU’s, aus welchen sich die FDM/FFF-Branche hauptsächlich zusammensetzt, am Projektende durch neue Erkenntnisse hinsichtlich reproduzierbarer Prüfmethoden, einer optimalen Materialauswahl, Bauteilauslegung und Baustrategie profitieren.
 
 
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der AiF-Forschungsvereinigung: Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ
 
AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V.
Bayenthalgürtel 23 | 50968 Köln | Tel.: +49 221 37680-0 |Fax: +49 221 37680-27 | E-Mail: info@aif.de | http//:www.aif.de
Bild: fotolia.com/©Frank Rohde