AiF-Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik (GA-K)

Knapp 50 Prozent aller in Deutschland produzierten Waren und angebotenen Dienstleistungen auf dem Bausektor stehen im direkten oder indirekten Zusammenhang mit Klebstoffen. Dabei werden jährlich fast 1,4 Millionen Tonnen Kleb-, Dicht- und Zementbauklebstoffe hergestellt, darüber hinaus fast eine Milliarde Quadratmeter Klebebänder und Klebefolien für den Industriebereich und den Consumer Market. Der Gesamtumsatz beträgt hierbei regelmäßig 3,4 Milliarden Euro. Seit Jahren steigt die Entwicklung des Klebstoffmarktes in Deutschland stärker als das Bruttoinlandsprodukt. Klebtechnik wird in unterschiedlichen Technologiebranchen angewandt – vor allem im Flugzeug- und Automobilbau, immer mehr aber auch im Maschinenbau.

Für die von der Bundesregierung angestoßene Energiewende spielt die Klebstofftechnik eine ausgeprägte Schlüsselrolle. So kommen bei der Herstellung von Rotorblättern beispielsweise Strukturklebstoffe aus zwei Komponenten zum Einsatz. Dank ihrer Fähigkeit, unterschiedlichste Materialien zu verbinden, ist die Klebtechnik prädestiniert für energieeffiziente Leichtbaulösungen, die die Festigkeits- und Stabilitätsgrenzen der eingesetzten Werkstoffe voll ausschöpfen. Um sie jedoch in immer neuen Werkstoffkombinationen sicher nutzen zu können, ist ein hohes Prozessverständnis erforderlich.

Bereits seit 2005 bündelt der Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik (GA-K) vor diesem Hintergrund die Kompetenzen und Aktivitäten auf dem Gebiet der Klebtechnik im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Die Mitglieder des GA-K mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft rekrutieren sich aus den Arbeitskreisen „Fertigung und Konstruktion“ und „Adhäsion und Klebstoffchemie“ der DECHEMA, dem Fachausschuss „Klebtechnik“ der Forschungsvereinigung des DVS, dem Expertenausschuss „Kleben von Stahl“ der FOSTA sowie Experten des iVTH. Die eingereichten Forschungsvorhaben umfassen das gesamte Gebiet der Klebtechnik von der Konstruktion über die Fertigung bis hin zur Reparatur und zum Recycling, auch in Kombination mit anderen Fügeverfahren.

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