zur Startseite

Mittelstand aus dem Westerwald weltweit erfolgreich und mit der Region verbunden

Andrea Weißig, Bernd Rödder, MdB Sandra Weeser, Rainer Salomon, Dr. Niels Hammer (v.l.)

Die Produkte und vor allem die Innovationen von mittelständischen Familienunternehmen aus Deutschland genießen internationale Anerkennung. Insbesondere Zulieferer des deutschen und internationalen Fahrzeugbaus sind in ihrer Produktweiterentwickung sehr beweglich und erfolgreich.

Zu diesen Unternehmen gehört die NIMAK GmbH aus Wissen in Rheinland-Pfalz. Seit Mitte der 1960er werden hier Roboter-Schweißzangen, Hand-Schweißzangen, Automationslösungen und Sonderanlagen sowie Klebe- und Dosiertechnologien entwickelt, produziert und verkauft. Es ist das einzige deutsche Unternehmen, das Produkte dieser Art und Qualität herstellt sowie national und international mittels Produktfreigaben an alle Erstausrüster vertreibt. „Forschung und Entwicklung gehörten immer zum Unternehmens-Portfolio. Das Familienunternehmen hat die Gewinne stets im Unternehmen belassen. Unsere Investitionsquote ist überdurchschnittlich hoch“, erklärte NIMAK-Geschäftsführer Dr. Niels Hammer. Nur durch die dauerhafte Innovationstätigkeit – hier entstand in den vergangenen Jahrzehnten auch eine Vielzahl von Patenten - könne sich NIMAK an der Weltspitze halten. Die Kooperation mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Entwicklung neuer Produkte innerhalb der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) sei eine der Grundlagen für den Unternehmenserfolg. Die IGF ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die sich keine eigene Forschungsabteilung leisten können, eine gemeinsame und vor allem anwendungsorientierte Forschung. Hammer würdigte in diesem Zusammenhang auch die effektiven Austauschmöglichkeiten auf den vergangenen Innovationstagen des BMWi.

Aktuell beteiligt sich die NIMAK GmbH, die ein klassischer Hidden Champion ist, an vier IGF-Projekten. Gerade im Fahrzeugbereich ist eine Gewichtsreduzierung der Karosserie und anderer Bauteile und damit auch eine Emissionsreduzierung eine ständige Herausforderung. Die Forschungsvorhaben zielen auf in der Produktion zeitnah anwendbare Lösungen. Dazu kooperiert das Unternehmen unter anderem mit der FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V., die eines von 101 Mitgliedern der AiF ist. „Die Forschungsvereinigungen der AiF sind Kooperations- und Transferplattformen für KMU. Sie bündeln den vorwettbewerblichen Forschungsbedarf einer Branche und auch branchenübergreifend. Dabei vernetzen wir Wirtschaft und Wissenschaft und stärken so die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands in der Region und bundesweit“, betonte FOSTA-Geschäftsführer Rainer Salomon.

Die Abgeordnete sowie Obfrau im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages Sandra Weeser (FDP) tauschte sich am 26. August 2020 über die Umsetzung und nachhaltige Wirkung der Industriellen Gemeinschaftsforschung in Wissen mit Vertretern der AiF, FOSTA und NIMAK GmbH aus. Die ausgebildete Betriebswirtin und vormalige Managerin hat in der Region ihren Wahlkreis (Neuwied-Altenkirchen). „Der Mittelstand ist das Rückgrat für Wirtschaft und Wohlstand in Deutschland. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell dieser auf Veränderungen, wie beispielsweise in der Corona-Krise, reagiert und wie anpassungsfähig er ist. Die mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz sind sehr innovativ. Das zeigt sich daran, dass gerade auch hier im Westerwald eine Vielzahl von Hidden Champions, wie die NIMAK GmbH, zu finden sind. Damit deutsche Unternehmen Weltmarktführer bleiben können, darf bei den Investitionen und Fördermitteln für Forschung und Entwicklung nicht gespart werden. Im Gegenteil: Wir müssen smart investieren, dass sich technologieoffen Zukunftsfelder entwickeln können“, sagte Weeser. (frd)