Gewinner des Innovationswettbewerbs Künstliche Intelligenz ausgezeichnet

Die Gewinner des KI-Innovationswettbewerbs bei der Eröffnung des neuen Forums Digitale Technologien in Berlin

24.09.2019 |

Anlässlich der Eröffnung des neuen Forums Digitale Technologien in Berlin hat Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Gewinner des Innovationswettbewerbs Künstliche Intelligenz (KI) ausgezeichnet. Die Gewinner erhalten die Chance, ihr Vorhaben im Rahmen einer geförderten, dreijährigen Umsetzungsphase zu realisieren. Diese soll Anfang 2020 beginnen. Die nominierten Projekte decken zahlreiche Branchen und Themen von Gesundheit, Smart Living und Handel über Produktion, Landwirtschaft, Mobilität und Bau bis hin zu Quantencomputing ab.

Unter den Gewinnern befindet sich auch das Projektvorhaben ForeSight, das von der AiF-Mitgliedsvereinigung Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI e.V. (FE) geleitet wird. Hierbei handelt es sich um eine Plattform für kontextsensitive, intelligente und vorausschauende Smart Living-Services. ForeSight will eine Plattform für die Entwicklung innovativer Smart Living-Services im Wohnumfeld etablieren, insbesondere auf Grundlage KI-basierter Technologien. Auf diese Weise soll ein neues, verbindendes Ökosystem für Hersteller, Anbieter und Anwender unterschiedlicher Branchen entstehen, das zugleich zur Überwindung heutiger Interoperabilitätsprobleme beim Einsatz von Komponenten unterschiedlicher Hersteller beitragen soll.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWi und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und für die neuen Bundesländer, beglückwünschte die ausgezeichneten Teilnehmer zu ihrem Erfolg. Er bezeichnete die KI als eine der wichtigen Zukunftstechnologien unserer Zeit.

KI im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) 

KI ist auch in Projekten der IGF ein prominentes Thema und erfordert zunehmend die Zusammenarbeit unterschiedlichster Disziplinen. Derzeit beschäftigen sich inzwischen über 25 Prozent aller im Rahmen der IGF geförderten Projekte mit den Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung. Im Rahmen von derzeit sechs AiF-Forschungsallianzen befassen sich Vertreter der verschiedensten Branchen interdisziplinär und branchenübergreifend mit dem Thema Industrie 4.0.

In einem IGF-Forschungsprojekt zum Beispiel, das vom AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) organisiert wird, bringen die Wissenschaftler Reinigungsanlangen in zwei aufeinander aufbauenden Schritten „Denken“ und „Lernen“ bei. Basierend auf einem Erfahrungspool aus gesammelten Messdaten entscheidet das künstliche neuronale Netz später selbst, welche Reinigungsparameter es anwendet.

Im Rahmen eines anderen IGF-Projektes des AiF-Mitglieds Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. ist es Wissenschaftlern gelungen, Wegenetz-Algorithmen mit menschlichem Erfahrungswissen zu kombinieren. Die entwickelte Software berechnet binnen Minuten optimale Routen für fahrerlose Transportsysteme (FTS) und liefert dabei bessere Ergebnisse als menschliche Planer. Dadurch sinken die Kosten für FTS enorm und die Technologie wird auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) erschwinglich. Das IGF-Vorhaben war im Dezember 2016 unter den drei Finalisten des Otto von Guericke-Preises der AiF. (brg)

Foto: ©BILDKRAFTWERK/BMWi

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