LaVa-X: Erfolgreich durch Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)

Benjamin Gerhards, MdB Rudolf Henke, Edwin Büchter, Dr. Christian Otten (v.l.)

06.09.2019 |

LaVa-X GmbH, ein junges, innovatives Start-up im Bereich der Laserschweißtechnik, gäbe es nicht ohne die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF). Da ist sich Dr. Christian Otten, Gründer und Geschäftsführer des Herzogenrather Start-ups, sicher – und als solcher muss er es schließlich wissen. Otten hat die Vorteile der IGF schon während seiner Promotion kennengelernt. „LaVa-X existiert nur, weil es IGF-Projekte mit den entsprechenden Vorarbeiten und Ideen für unsere Produkte und Verfahren gibt“, so der junge Unternehmer. „Wir haben vor zwei Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt: Mit einer guten Idee, vielversprechenden Forschungsergebnissen und ausgestattet mit ersten finanziellen Mitteln aus dem NRW-Landeswettbewerb START-UP-Hochschul-Ausgründungen. Weitere Mittel konnten wir über das Bundesprogramm EXIST einwerben“, erklärt Otten. „Diese hätten wir sicher nicht bekommen, hätten wir keine belastbaren Forschungsergebnisse aus Vorarbeiten in der IGF vorweisen können.“

Coaching vom Herzogenrather Weltmarktführer

Das Unternehmen LaVa-X war eine der Stationen auf der Sommertour von Rudolf Henke, Mitglied des deutschen Bundestages (MdB). Neben MdB Henke war auch AiF-Vizepräsident Edwin Büchter, Geschäftsführer der Clean-Lasersysteme GmbH in Herzogenrath dabei. Büchter, selbst seit vielen Jahren im Bereich Lasersysteme tätig, ist ein Pionier der Laserstrahl-Oberflächentechnik und mittlerweile Weltmarkführer in diesem Bereich. „Als Coach und Mentor begleite ich Herrn Otten seit seiner Firmengründung – die Chemie passt und wir sind beide überzeugte Fans der IGF. Hier sind die Fördergelder hervorragend eingesetzt: Jeder Euro, der über die IGF in die Forschung fließt, wird mittelfristig zu einem Umsatz von 10 bis 20 Euro in der Industrie führen“, unterstreicht Büchter. Auf die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung (SFF) angesprochen, erklärt Vizepräsident Büchter die Haltung der AiF zum Forschungszulagengesetz (FZulG): „Prinzipiell begrüßen wir die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung für Unternehmen im Rahmen der vorgesehenen moderaten Förderquote von 25 Prozent. Voraussetzung ist für uns, dass diese in jedem Falle nur in Ergänzung zur Projektförderung und nicht als Ersatz von bewährten Programmen wie der IGF oder dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) erfolgen kann. Nachbesserungsbedarf sehen wir beim Auftragskostenansatz: Es muss möglich sein, Forschungsaufträge von Mittelständlern an externe Dritte steuerlich in Abzug zu bringen. Sonst wird die SFF gerade die kleineren Unternehmen ohne eigene Forschungsabteilung  verfehlen. Damit wäre die Chance verpasst, weitere Kooperationen zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen anzuregen“, so Büchter.

Besuch von MdB Henke

MdB Henke, in dessen Wahlkreis sich beide Unternehmen befinden, war beindruckt von den Leistungen des jungen Unternehmers und zeigte sich interessiert an den Forschungskooperationen im Netzwerk der AiF und dem System der IGF. „Deutschland gehört zu den weltweit innovativsten Ländern. Das verdanken wir auch dem Mittelstand. Der heutige Besuch eines jungen mittelständischen Unternehmens war für mich nicht nur sehr spannend, sondern auch überaus erfreulich: LaVa-X ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Ergebnistransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft gut gelingen kann. Die AiF leistet hier einen wichtigen Beitrag mit ihrem gut entwickelten Netzwerk aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Forschungsvereinigungen: Die Fördergelder sind in der Projektförderung der IGF gut angelegt“, resümiert MdB Henke.

Foto: ©Büro MdB Henke

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