zur Startseite

Marktorientierte Forschung und Entwicklung: Förderprogramm ZIM

Mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit 2008 die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen. Mithilfe des themenoffenen Programms sollen Unternehmen dazu angeregt werden, mehr Anstrengungen für marktorientierte Forschung und Entwicklung (FuE) zu übernehmen. Die finanzielle Unterstützung der Unternehmen bei der Durchführung innovativer Forschungsprojekte mindert deren wirtschaftliches Risiko und fördert die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Im Idealfall werden die erzielten FuE-Ergebnisse dadurch zügiger in marktwirksame Innovationen umgesetzt und neuartige Verfahren und Technologien gelangen schneller in die Unternehmen.

Drei Fördervarianten

Dazu stehen Mittelständlern im Rahmen des ZIM drei unterschiedliche Fördervarianten zur Verfügung: Im Alleingang (FuE-Einzelprojekte), in FuE-Kooperationsprojekten und in Kooperationsnetzwerken. In allen drei Fällen kann sich die Förderung von der Idee bis zum Prototyp erstrecken; auch eine Patentierung der Ergebnisse ist möglich.

Die AiF Projekt GmbH, eine hundertprozentige Tochter des AiF e.V., ist seit Einführung des ZIM 2008 beliehener Projektträger für FuE-Kooperationsprojekte, die am stärksten frequentierte Fördersäule des ZIM. In solchen Projekten kann ein Unternehmen fehlende Ressourcen ergänzen sowie technische und wirtschaftliche Risiken auf mehrere Schultern verteilen. Dabei sind unterschiedliche Konstellationen denkbar: Neben Kooperationen mit anderen Unternehmen gibt es auch die Möglichkeit, mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen zu forschen. Hier können Forschungsinstitute entweder selbst einen Zuschuss beantragen oder im Auftrag der Unternehmen arbeiten. Bis zum 31.12.2019 wurden rund 32.500 ZIM-Kooperationsprojekte auf den Weg gebracht.

Neue Richtlinie

Seit Januar 2020 existiert eine neue Richtlinie zum ZIM, die das bewährte Programm an zahlreichen Stellen verbessert. Innovative Mittelständler werden damit noch besser und passgenauer gefördert. Der Regierungsentwurf des Haushaltsgesetzes sieht für 2020 ein Budget von rund 555 Millionen Euro für das gesamte ZIM vor.

Da die Projektträgerschaften für alle drei Fördervarianten des ZIM aktuell neu ausgeschrieben werden, können im ersten Quartal 2020 keine neuen Anträge im Rahmen des ZIM gestellt werden. Dies betrifft sowohl Anträge zu Einzel- und Kooperationsprojekten als auch Anträge zu Netzwerken und zu ergänzenden Leistungen zur Markteinführung. Alle bis zum 31. Dezember 2019 eingegangenen Anträge werden von den aktuellen ZIM-Projektträger bearbeitet.

Mit Beginn des zweiten Quartals 2020 werden die neuen Projektträger voraussichtlich bekannt gegeben und eine Antragsbearbeitung wird unter den aktualisierten ZIM-Förderbedingungen wieder möglich sein.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF rund 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Evelyn Bargs-Stahl, presse@aif.de, Telefon: +49 221 37680 114

Marktorientierte Forschung und Entwicklung: Förderprogramm ZIM