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Marktorientierte Forschung und Entwicklung: Förderprogramm ZIM

Mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit 2008 die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen. Im Jahr 2021 steht für das gesamte ZIM ein Budget von 635 Millionen Euro zur Verfügung. Mithilfe des themenoffenen Programms sollen Unternehmen dazu angeregt werden, mehr Anstrengungen für marktorientierte FuE zu übernehmen. Die finanzielle Unterstützung der Unternehmen bei der Durchführung innovativer Forschungsprojekte mindert deren wirtschaftliches Risiko und fördert die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Im Idealfall werden die erzielten FuE-Ergebnisse dadurch zügiger in marktwirksame Innovationen umgesetzt und neuartige Verfahren und Technologien gelangen schneller in die Unternehmen.

Drei Fördervarianten

Dazu stehen Mittelständlern im Rahmen des ZIM drei unterschiedliche Fördervarianten zur Verfügung: Im Alleingang (FuE-Einzelprojekte), in FuE-Kooperationsprojekten und in Innovationsnetzwerken. In allen drei Fällen kann sich die Förderung von der Idee bis zum Prototyp erstrecken; auch eine Patentierung der Ergebnisse ist möglich.

Die AiF Projekt GmbH, eine hundertprozentige Tochter des AiF e.V., ist seit Einführung des ZIM 2008 beliehener Projektträger für FuE-Kooperationsprojekte, die am stärksten frequentierte Fördersäule des ZIM. In solchen Projekten kann ein Unternehmen fehlende Ressourcen ergänzen sowie technische und wirtschaftliche Risiken auf mehrere Schultern verteilen. Dabei sind unterschiedliche Konstellationen denkbar: Neben Kooperationen mit anderen Unternehmen gibt es auch die Möglichkeit, mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen zu forschen. Hier können Forschungsinstitute entweder selbst einen Zuschuss beantragen oder im Auftrag der Unternehmen arbeiten.

Als beliehener Projektträger des BMWi für ZIM-Kooperationsprojekte hat die AiF Projekt GmbH mit einem zugesagten Fördervolumen von insgesamt über 5 Milliarden Euro bisher rund 34.600 FuE-Kooperationsprojekte auf den Weg gebracht sowie nahezu 3.500 Anträge auf ergänzende Leistungen zur Markteinführung bewilligt.

Neue Richtlinie

Seit Januar 2020 gilt eine neue ZIM-Richtlinie, die das bewährte Programm an zahlreichen Stellen verbessert. Innovative Mittelständler werden damit noch besser und passgenauer gefördert. Bei der Ausschreibung der Projektträgerschaften für das ZIM in 2020 ist die AiF Projekt GmbH im März des vergangenen Jahres erneut vom BMWi mit der Projektträgerschaft für die am stärksten nachgefragte ZIM-Fördersäule FuE-Kooperationsprojekte beauftragt worden. Ebenfalls vom BMWi beauftragt wurden die EURONORM GmbH, die für die ZIM-Fördervariante FuE-Einzelprojekte verantwortlich zeichnet, und die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, die als Ansprechpartner für die Förderung von ZIM-Innovationsnetzwerken fungiert.

Über die AiF

Die AiF ermöglichte mehr als 240.000 Forschungsprojekte seit 1954. Dafür setzte sie seitdem insgesamt rund 13 Milliarden Euro an öffentlichen Fördermitteln ein; davon 548 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Über 1.200 Forschungseinrichtungen arbeiteten in den letzten fünf Jahren allein an IGF-Projekten mit und rund 50.000 mittelständische Unternehmen sind Teil des AiF-Innovationsnetzwerks und profitieren von den Forschungsergebnissen. Damit die öffentlichen Gelder garantiert nur in solche Forschungsvorhaben fließen, die einen praktischen Nutzen und Aussicht auf Erfolg haben, gehören zum AiF-Netzwerk auch 200 unabhängige, ehrenamtliche AiF-Gutachterinnen und - Gutachter. Diese sichern die Qualität der IGF-Projekte.

Pressekontakt

Frauke Frodl, Tel. +49 30 64475215, presse(at)aif(.)de