Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) in den Handlungsempfehlungen des Hightech-Forums für ein zukunftsfähiges Deutschland

14.06.2017 |

Mit der Aufgabe, die Bundesregierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Hightech-Strategie zu begleiten, wurde im März 2015 das Hightech-Forum als zentrales Beratungsgremium von 20 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ins Leben gerufen. In acht sogenannten Fachforen haben die Mitglieder des Hightech-Forums konkrete Handlungsemfehlungen zur Weiterentwicklung der deutschen Innovations- und Forschungspolitik formuliert. Im Mai 2017 wurden diese in Form von Leitlinien für ein zukunftsfähiges Deutschland an Bundesforschungsministerin Johanna Wanka übergeben. In den Abschlusspapieren werden auch die Stärkung und Weiterentwicklung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) empfohlen.

Die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen war in den beiden Fachforen „Effektivität des Innovationssystems und Innovationskraft des Mittelstands“ und „Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Kooperation und Transfer“ durch ihre Präsidentin, Yvonne Karmann-Proppert, vertreten.

Erfolgsmodelle Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Die Mitglieder des Fachforums „Effektivität des Innovationssystems und Innovationskraft des Mittelstands“ befassten sich mit der Fragestellung, wie die Innovationskraft des Mittelstands nachhaltig gestärkt werden kann. Hier hat das Fachforum verschiedene Ansatzpunkte herausgearbeitet: So sollte die Finanzierung von Innovationen auch durch den Ausbau bestehender Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) verbessert werden. Explizit benannt werden hier die IGF und das ZIM. Die IGF wird zusammen mit 100 branchenorientierten Forschungsvereinigungen im Innovationsnetzwerk der AiF organisiert. Die AiF Projekt GmbH, eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der AiF, betreut die stärkste Fördersäule des ZIM-Programms, die FuE-Kooperationsprojekte.

Auch im Fachforum „Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Kooperation und Transfer“ findet die IGF prominente Erwähnung. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe empfehlen die Weiterentwicklung des vorwettbewerblichen und themenoffenen Förderprogramms, da es ideal geeignet sei, Ergebnisse der Grundlagenforschung in die wirtschaflliche Verwertung zu überführen. Zudem würden durch Verbundforschung, wie sie auch im Rahmen der IGF stattfindet,  vorhandene Kompetenzen gebündelt und Innovationen aufgrund von Synergie und Austausch ermöglicht.

„Die Arbeit in den Fachforen war bereichernd und fruchtbar, sie hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wir sind sehr froh darüber, dass wir als AiF dem innovativen Mittelstand in diesen hochrangigen Runden eine Stimme geben konnten. Und die Ergebnisse sprechen für sich: Im Innovationsnetzwerk der AiF sind wir auf dem richtigen Weg, und den verfolgen wir weiter. Auch in Zukunft werden wir uns in bewährter Weise für die bestmögliche Förderung des forschungsaktiven Mittelstands einsetzen.“, resümiert AiF-Präsidentin Yvonne Karmann-Proppert. „Darüber hinaus haben wir die jungen Gründer vermehrt im Blick: Im Rahmen der Initiative ‚Start-up trifft Mittelstand‘, die, koordiniert von der AiF F·T·K GmbH, im April dieses Jahres mit Unterstützung des BMWi angelaufen ist, bringen wir Start-up-Unternehmer und Mittelständler zusammen.“

Die Mitglieder des Fachforums „Effektivität des Innovationssystems und Innovationskraft des Mittelstands“ hatten auch die Stärkung von Start-ups im Fokus ihrer Überlegungen. Im Ergebnis empfehlen sie, Start-ups durch Begleitung und Beratung seitens erfahrener Unternehmer zu unterstützen, insbesondere in der Phase der Markterschließung. „Wir begrüßen diese Empfehlung, denn so ensteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“, betont Karmann-Proppert, „Die ‚alten Hasen‘ erhalten Innovationsimpulse und bleiben ‚up to date‘, während die ‚jungen Wilden‘ von dem Erfahrungsreichtum der etablierten Unternehmer profitieren. Besser geht es kaum.“

Zur Presseinformation des Hightech-Forums zur Übergabe des Abschlussberichtes an die Bundesregierung geht es hier.  

Die ausführlichen Empfehlungen des Hightech-Forums zur Umsetzung der bestehenden Hightech-Strategie finden Sie hier.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungsstellen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2016 setzte die AiF rund 533 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein.

Pressekontakt

Evelyn Bargs-Stahl, AiF e.V., presse(at)aif.de, Telefon: +49 221 37680114

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Foto: ©David Ausserhofer, Hightech-Forum

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