Yvonne Proppert zur Präsidentin der AiF gewählt

Foto: Professor Dr. Matthias Rehahn, Vizepräsident der AiF, gratuliert der neuen AiF-Präsidentin Yvonne Proppert.
20.06.2012 |

Am 19. Juni wählte die Mitgliederversammlung der AiF – Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke" e.V. – Yvonne Proppert mit überwältigender Mehrheit an die Spitze des Verbandes. Die Unternehmerin engagiert sich seit rund 20 Jahren in der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) unter dem Dach der AiF, seit 1992 als Mitbegründerin und Vorsitzende der Forschungsvereinigung der Arzneimittelhersteller e.V. (FAH, Bonn), später zusätzlich als Kuratorin und zuletzt als Vizepräsidentin der AiF. Proppert sieht sich als engagierte Vertreterin für die Interessen der mittelständischen Wirtschaft. Die Apothekerin ist geschäftsführende Gesellschafterin der Pharma-Labor Yvonne Proppert GmbH, Hagen, sowie Gesellschafterin der Pharma-Zentrale GmbH, Herdecke, welche sie auch lange operativ geführt hat. Sie ist darüber hinaus Mitglied in zahlreichen Gremien der Industrie und in der Jury „Forschungscampus“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Der technologische Fortschritt ist zu einem regelrechten Wettlauf geworden. Hier bietet die AiF vor allem mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, Schritt zu halten oder sich einen wichtigen Vorsprung zu verschaffen. Die neue Präsidentin sieht es als wichtige Aufgabe für das Netzwerk der AiF, die IGF (Industrielle Gemeinschaftsforschung) im Mittelstand noch bekannter zu machen: „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist die IGF ein hervorragendes Instrument des Innovationsmanagements, mit dem Forschung und Entwicklung zum festen Bestandteil der Unternehmensstrategie werden. Doch um noch mehr KMU in den Innovationsprozess zu integrieren, brauchen wir die richtige Politik. Das neueste Innovationskonzept des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) liefert dafür eine gute Basis, vor allem die dort angestrebte Stärkung der Kooperationen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit der Wirtschaft. Die Bildung solcher Allianzen zu unterstützen, ist das Kerngeschäft der AiF. Ich bin sicher, wir können zum Gelingen des Innovationskonzepts des BMWi entscheidend beitragen“, sagt Proppert. „Hierzu gibt es in unserem Netzwerk viele Ideen. Dabei wollen wir auch weitere Leittechnologien für den Mittelstand identifizieren und Zukunftsprojekte in Bereichen wie Klimawandel, Mobilität oder innovative Energie- und Rohstoffversorgung vorantreiben.“

Als ein gemeinnütziger Verband mit der Aufgabe, den Mittelstand durch Innovationen zu stärken und folglich die gesamte Volkswirtschaft zu festigen, bindet die AiF in ihren Gremien alle Branchen mit ihren zahlreichen Experten ein. „Ohne das ehrenamtliche Engagement in den Mitgliedsvereinigungen, im Netzwerk und im Gutachterwesen der AiF hätte der deutsche Mittelstand sicherlich nicht die Innovationskraft, über die er verfügt. Darum beneiden uns andere Länder.“, betont Proppert. „Die AiF hat im Laufe der Jahre ein Forschungsnetz mit rund 100 branchenorientierten Forschungsvereinigungen und über 1.200 Forschungsinstituten aufgebaut, von dem inzwischen etwa 50.000 vor allem mittelständische Unternehmen profitieren. Das ist in der Welt einmalig und das müssen wir gemeinsam pflegen und weiterentwickeln – dafür setze ich mich ein.“

„Das Innovationsnetzwerk der AiF ist für alle Industriebereiche wichtig. Gerade für Branchen, in denen ständig viele technische und wissenschaftliche Innovationen gefragt sind, wie dem Pharmabereich, bietet die AiF hervorragende Programme. Das Netzwerk bietet darüber hinaus ideale Möglichkeiten zur branchenübergreifenden und interdisziplinären Zusammenarbeit. Hier steckt ungeheuer viel Innovationspotenzial – das sollten wir noch stärker nutzen, sowohl wir Unternehmer als auch die Wissenschaft und die Politik.“

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke" e.V. ist ein 1954 gegründetes, industriegetragenes Innovationsnetzwerk zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Mittelstand. Es verknüpft die Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Aufgabe ist es, als Dachverband von rund 100 branchenspezifischen Forschungsvereinigungen die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein ist Träger der Industriellen Gemeinschaftsforschung und betreut gemeinsam mit der AiF Projekt GmbH und der AiF F∙T∙K GmbH, ihren einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2011 setzte die AiF rund 675 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein.

Pressekontakt

Anita Widera, Telefon: +49 221 37680-114, anita.widera(at)aif.de

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