Zeit für Innovationen – Budgets für IGF und ZIM sollen aufwachsen

Ruf nach einer starken Wirtschaft im Leitantrag des SPD-Parteivorstandes

30.05.2017 |

Acht Kernforderungen beinhaltet der aktuelle Leitantrag des SPD-Parteivorstandes, darunter auch den Ruf nach einer starken Wirtschaft und nach Innovationen. Durch den Abbau unnötiger Bürokratie und die Förderung von Forschung und Entwicklung wollen die Sozialdemokraten den Mittelstand zukünftig stärker entlasten und unterstützen.

Laut Leitantrag der SPD sind die deutschen Unternehmen innovativ. Die öffentliche Forschungsförderung leiste dazu einen wichtigen Beitrag. In Zukunft sollen deshalb bestehende Forschungs- und Innovationsprogramme weiter ausgebaut werden. Dabei planen die Sozialdemokraten auch die Aufstockung der Mittel für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF).

„Wir begrüßen es sehr, dass die SPD den Mittelstand durch die Aufstockung der Fördermittel im ZIM und in der IGF stärken will. Forschung und Entwicklung sind die Grundpfeiler einer innovationsstarken Wirtschaft, und der forschende Mittelstand ist ein bedeutender Innovationsmotor in unserem Land.“, betont AiF-Präsidentin Yvonne Karmann-Proppert.

 Schon im Positionspapier „Neue Erfolge für den Mittelstand“, das von der SPD-Bundestagsfraktion im Juni 2016 veröffentlicht wurde, war die Steigerung der Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen einer von vier zentralen Punkten. Hier unterstrich die Fraktion die Absicht, die Mittel für das ZIM in 2018 auf 700 Millionen Euro zu erhöhen, die IGF-Mittel sollten im gleichen Zeitraum auf 200 Millionen Euro anwachsen. In der Folge beschloss der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im November desselben Jahres, die IGF-Gelder von damals 139 Millionen Euro um 30 Millionen auf aktuell 169 Millionen Euro aufzustocken. Für das ZIM gab es 5 Millionen Euro mehr. Die Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann, die die Projektgruppe #Neue Erfolge leitete, betont: „Wir wollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stärker in die Lage versetzen, ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu steigern.“ Poschmann war im Herbst letzten Jahres eine der Ersten, die eine Aufstockung der Fördermittel im Rahmen von IGF und ZIM unterstützt hatte.

Die IGF ermöglicht insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Beteiligung an vorwettbewerblich ausgerichteten Forschungsprojekten sowie den Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen. Sie wird zusammen mit 100 branchenorientierten Forschungsvereinigungen im Innovationsnetzwerk der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen organisiert. Projekte der IGF werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über dieses Netzwerk mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Das ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm des BMWi für mittelständische Unternehmen und mit diesen kooperierende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen. Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig unterstützt und damit ein Beitrag zu deren Wachstum verbunden mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geleistet werden. Die AiF Projekt GmbH betreut die stärkste Fördersäule des ZIM-Programms, FuE-Kooperationsprojekte.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungsstellen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2016 setzte die AiF rund 533 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein.

Ansprechpartner und Pressekontakt

Evelyn Bargs-Stahl, AiF e.V., presse(at)aif.de, Telefon: +49 221 37680114

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Foto: ©Stephanie Hofschlaeger, pixelio

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